Produktionsausfälle: Flut verlängert Rezession in Ostdeutschland

DPADer Wirtschaft im Osten Deutschland droht wegen des Hochwassers eine längere Rezession. Produktionsausfälle in Landwirtschaft, Industrie und am Bau sorgen für einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent - der Wiederaufbau dürfte aber für einen Schub sorgen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/pro...-a-904885.html
  1. #1

    Quatsch. Hollande hat neulich deklariert, dass die Eurokrise vorbei ist. Es ist wieder eine pure Schwarzmalerei vor den Wahlen.
  2. #2

    Kritik am BIP

    Die Steigerung des BIP nach einer Naturkatastrophe (oder auch Kriegen) ist ein wesentlicher Kritikpunkt zur aussagekraft des BIP.
    Denn selbstverständlich steigert der Wiederaufbau nach einer solchen Katastrophe das BIP. Unterm Strich kann der Wohlstand in der Volkswirtschaft trotzdem fallen auch wenn DE mal wieder "das Miniplus rettet" oder die "schwarze Null".
    Das BIP ist aufgrund der Tatsache dass Vermögensverluste nicht berücksichtigt werden, in solchen Fällen zwangsläufig verfälscht.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Wirtschaft im Osten Deutschland droht wegen des Hochwassers eine längere Rezession. Produktionsausfälle in Landwirtschaft, Industrie und am Bau ...
    Glückwunsch!
    Damit ist doch eine tolle Begründung für eine Fortführung der Zwangsabgabe "Solidaritätszuschlag" gefunden.

    Die westlichen Länder die entlang des Rheins, oder Mosel und des Mains teuere Vorsorge gegen Hochwasser getroffen haben sind zusätzlich die Dummen und dürfen regelmäßig für die Nass-Modernisierung im Osten bezahlen.
    (Letztes Beispiel: Das Bundesland Hessen sorgt für Hochwasserschutz in seinem Land durch Finanzierung von Überflutungsflächen in Rheinland-Pfalz. Hätte man sich sparen können, laut jammern reicht.)
  4. #4

    und wo bleiben

    jetzt die Konjunktur fördernden Maßnahmen der EU? Wo bleiben Zusagen der EU über Finanzmitteldel zur Schadensbehebung? Oderf werden nur ausländische Banken gerettet?
  5. #5

    Wieso Rezession?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Wirtschaft im Osten Deutschland droht wegen des Hochwassers eine längere Rezession. Produktionsausfälle in Landwirtschaft, Industrie und am Bau sorgen für einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent - der Wiederaufbau dürfte aber für einen Schub sorgen.

    Produktionsausfälle wegen Flut verlängern Rezession im Osten - SPIEGEL ONLINE
    Wenn nach der Flut wieder aufgeräumt wird und die ganzen Bauschäden gerichtet und Möbel etc. ersetzt werden müssen, kurbelt es die Wirtschaft doch erst an?! Und ob Porsche jetzt 100 Auto mehr baut oder die Leute mal ne Woche Pause haben, ist auch egal... die Autos kann sich ja eh kein Normalsterblicher leisten...

    Vielleicht haben Murksel & Co. deswegen keine Dammerhöhungen und weitere Schutzmassnahmen finanziert, seit der letzten Flut.

    Das Geld lieber in Südeuropa versenken und dann auf Wählerfang zur Flutbesichtigung rüber machen... sehr hilfreich!!
  6. #6

    Der Solidaritätszuschlag ist doch zwischenzeitlich eh ein Selbstläufer

    Zitat von Cleo96 Beitrag anzeigen
    Glückwunsch!
    Damit ist doch eine tolle Begründung für eine Fortführung der Zwangsabgabe "Solidaritätszuschlag" gefunden.

    Die westlichen Länder die entlang des Rheins, oder Mosel und des Mains teuere Vorsorge gegen Hochwasser getroffen haben sind zusätzlich die Dummen und dürfen regelmäßig für die Nass-Modernisierung im Osten bezahlen.
    (Letztes Beispiel: Das Bundesland Hessen sorgt für Hochwasserschutz in seinem Land durch Finanzierung von Überflutungsflächen in Rheinland-Pfalz. Hätte man sich sparen können, laut jammern reicht.)
    Der Solibeitrag hat doch mit dem Osten nichts mehr zu tun?! Das Geld wird seit je her zweckentfremdet. Einmal eine Steuer oder Abgabe eingeführt wird diese NIE abgeschafft werden, sondern nur erhöht.

    Und wenn doch, dann führt man wo anders eine Abgabe ein oder erhöht eine Steuer, und dies dann derart, dass die "Abschaffung einer Belastung" weniger kostet, als die neue Massnahme einbringt. Dem Wähler wird so etwas natürlich als ganz tolle Entlastung verkauft...
  7. #7

    Schlage vor den

    Konjunkturniedergang durch die Flut mit unbezahlten Überstunden abzufangen bzw durch Niedrigst-Löhne,
    wie bereits üblich, in den nächsten 10 Jahren das Leiden der Unternehmerschaft erträglicher zu Gestalten....... "GRINS"
  8. #8

    Schub durch Schaden

    Die Fragwürdigkeit der Darstellung des BIP als Wohlstandsindikator wird einmal mehr deutlich - die Behebung eines Schadens erzeugt nach dieser Betrachtung zusätzlichen Wohlstand, die Schäden werden nicht gegengerechnet. Für die Betroffenen geht es hoffentlich gerade so aus, ein höherer Nutzen wird nicht erzeugt. Aber Wachstum haben wir. Da können wir doch die Chaoten in die Städte schicken und dafür sorgen lassen, dass das BIP steigt. Die hätten dann auch Spass dabei!
  9. #9

    Zitat von FreakmasterJ Beitrag anzeigen
    Der Solibeitrag hat doch mit dem Osten nichts mehr zu tun?! Das Geld wird seit je her zweckentfremdet. Einmal eine Steuer oder Abgabe eingeführt wird diese NIE abgeschafft werden, sondern nur erhöht.

    ...
    Wenn dem so wäre - warum wehren sich dann nur fünf Bundesländer gegen ein "frühzeitiges" Abschaffen des "Soli"? Ausgerechnet JENE fünf?
    Ja,ja ich weiß - "wir" müssen auch zahlen.
    Wer zahlt nicht gerne in die eigene Tasche, wenn alle anderen in die gleiche Tasche zahlen müssen.

    Aber zurück zum Thema:
    - Warum ist man immer wieder vom Hochwasser überrascht, guckt tage- und zT wochenlang zu, während das Wasser aus den Nachbar(bundes)ländern kommt?
    - Ganz provokativ gefragt: Wie hoch ist der Umsatz durch "Wiederaufbauprogramme"?