Aborigines: Eins mit der Welt

Amy Toensing/ NATIONAL GEOGRAPHICIn ihren Homelands pflegen die Aborigines wieder ihre alte Kultur. "National-Geographic"-Autor Michael Finkel verbrachte zwei Wochen mit Australiens Ureinwohnern - und erlebte Menschen, die ihr Glück in der Abgeschiedenheit finden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-902126.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In ihren Homelands pflegen die Aborigines wieder ihre alte Kultur. "National-Geographic"-Autor <i>Michael Finkel</i> verbrachte zwei Wochen mit Australiens Ureinwohnern - und erlebte Menschen, die ihr Glück in der Abgeschiedenheit finden.

    Australien: Aborigines pflegen in Homelands ihre Kultur - SPIEGEL ONLINE
    Irgendwie stand der Artikel doch kürzlich auch auf zeit-online ;-)

    Aber ich finde es gut, das ab und zu doch hierzulande mal ein Blick auf die eigentlich uralte australische Kultur geworfen wird, dessen Träger durch die Ankunft der Europäer ein tragisches Schicksal erleiden mussten. Nicht zuletzt auch wegen der unsäglichen Überlegenheitsarroganz und dem Absolutheitsanspruch des Christenstums. Und jetzt versuchen viele dieser Leute sich wieder verstärkt der eigenen Geschichte und Kultur bewusst zu werden, ohne Verzeiflung und Alkohol. Nur sollten wir Europäer nicht zu einem ins Gegenteil verklärten "romantischen" Ansicht geraten und jetzt wieder "gute Ratschläge" geben. Es wird doch mitunter irgendwie verklärend beschrieben:

    The Songlines: Amazon.de: Bruce Chatwin: Englische Bücher

    Ich hab das Buch gelesen und es war dann auch ein Hauptgrund für mich, mal nach Australien zu reisen, wo dann doch diesbezüglich alles irgendwie anders war als ich mir vorgestellt hatte...
  2. #2

    Romantische Tagträumereien

    Was für ein romantisierendes Herumgeheule, wegen einer letztlich nicht überlebensfähigen Kultur.
    Diese Kultur ist nicht gut und war nicht gut - sie hat Menschen unter letztlich unmenschlichen Bedingungen ca. 50 000 Jahre eingesperrt - vermutlich ohne große Entwicklung. Und auch jetzt kann man deutlich sehen, dass diese Menschen im Versuch der Revitalisierung letztlich gar nicht ohne moderne Technik auskommen - 2 Handys, Kleidung (den Stoff haben die nicht hergestellt), letztlich auch Medizin und Nahrung, falls es einmal nötig sein sollte, wird dann doch genommen (denn sonst hiesse es: Elend oder Tod).
    Bevor man etwas von natürlichen Leben erträumt, sollte man sich klar machen, wie denn genau dieses Leben aussah - und zwar auch dann, wenn es mal aus irgendwelchen Gründen (Umwelteinflüssen) es etwas nicht oder nicht ausreichend gab oder man irgendetwas ausgeliefert war.

    Dieser ganze Artikel erinnert mich an die Träumereien am Versailler Hof im 17. Jh., bei denen die Adligen vom einfachen Schäfersleben träumten und darum dann sich in entsprechende Kleidern kleideten, sich zu eienr Schafsherde hinstellten und sich philosophisch vollquasselten über die Natürlichkeit des arkadischen Schäfersleben, wärend die Dienerschaft im Hintergrund schonmal das obulente Picknick-Mahl zubereitet.

    Der 'Reiz' solcher 'Ureinwohner-Artikel' besteht darin, dass man meint eine 'Natürlichkeit', eine 'Harmonie zwischen Mensch und Natur' vorzufinden und man sich nicht klar macht, dass diese Kulturen 'auch nur' Anpassungsergebnisse des Menschen an seine Umwelt sind, die aber den jeweiligen Menschen ziemlich schlecht dienten, da sie idR. derartig stockkonservativ waren, dass jegliche (auch posotive) Neuerung irgendwann - meist nach dem Neolithikum - abgelehnt wurde und sie den Menschen in einem Kokon von Ritualen und unhinterfragbaren 'Wissen' einschnürten. Und damit den menschen eben letztlich jede von außen hereinbrechende 'Neuerung' schutzlos auslieferte - wie z. b. eben den Europäern.
  3. #3

    Christentum

    Naja, das Christentum hat bei der Kolonialisierung Australiens keine wirkliche Rolle gespielt. Den Überlegenheitsanspruch hat die westliche "Zivilisation" geltend gemacht.
  4. #4

    @ 2

    Wenn Sie keine, also absolut gar keine Ahnung von der Materie haben, halten Sie doch einfach die Klappe. Selten einen so unwissenden Unfug über die australische Geschichte gehört.
  5. #5

    Dokumentieren!

    Eine Gesellschaft welche 50'000 Jahre in der Steinzeit (Oder verhütten sie Metalle?) stecken geblieben ist muss genau dokumentiert werden.

    Mit moderner Technik!

    Hochinteressant.
  6. #6

    Rom. Tagträumereien

    nennt der Kommentator den Artikel und gießt in unerträglich kolonialistischer Weise sein eher dürftiges Halbwissen aus. Verantwortung zu übernehmen für diesen Planeten bedeutet respektvoll und bescheiden anzuerkennen wie barbarisch die alte Welt aus Habgier dem Rest der Menschheit ihren Fortschritt, ihre Religion, ihre Wirtschaftsordnung aufgezwungen hat. Mag diese Enclave Mamamata nicht wirklich allein überlebensfähig sein- was wir nicht wirklich wissen- verdient sie Achtung und Innehalten und Respekt.
  7. #7

    Es...

    Zitat von susuki Beitrag anzeigen
    Eine Gesellschaft welche 50'000 Jahre in der Steinzeit (Oder verhütten sie Metalle?) stecken geblieben ist muss genau dokumentiert werden.

    Mit moderner Technik!

    Hochinteressant.
    ...es gibt vielleicht auch Realitäten, welche nicht durch Werkstoffkunde und Technik abgebildet werden. Im Kopf vielleicht...
  8. #8

    polemisierter Blödsinn

    Zitat von zagreus6 Beitrag anzeigen
    Was für ein romantisierendes Herumgeheule, wegen einer letztlich nicht überlebensfähigen Kultur.
    Diese Kultur ist nicht gut und war nicht gut - sie hat Menschen unter letztlich unmenschlichen Bedingungen ca. 50 000 Jahre eingesperrt
    Waren Sie schonmal in Australien? Dann empfehle ich Ihnen Darwin oder Alice Springs, wo die Aboriginies auf der Straße sitzen und trinken oder Schlafen, weil Sie keinen Platz in der Gesellschaft haben. Besitz und Einkommen sind in dieser Kultur keine Begriffe.
    Bei Dörfern wie im Artikel beschrieben geht es doch nicht darum, dass jemand seine Kleidung selbst macht oder medizinische Versorgung auskommt. Hier geht es um Sinnstiftung im Alltag und in der Kultur.
    Aus unserer Sicht mögen die Aborigines keine großen kulturellen Leistungen vollbracht haben: Keine Gebäude, keine Schriftzeugnisse. Alles wird mündlich überliefert, was 50.000 Jahre sehr gut funktionierte.
    Das Problem ist, dass eine solche Art, die Kultur und das Wissen weiterzugeben sehr zerbrechlich ist, weil theoretisch in einer Generation das gesamte Wissen verloren gehen kann. Das gilt es zu verhindern!!
  9. #9

    Es gibt sie auch noch woanders.

    Das malaiische Archipel ist noch voll von Ureinwohnern.
    Denken Sie nur einmal an Borneo. Erst im 2. Weltkrieg
    "entdeckten" die Amis die Kopfjaeger.
    Auch hier auf den Philippinen gibt es diese. Die leben sogar parallel zu den "Modernen Menschen!"
    Habe selbst einmal so ein Trupp gesehen als die zum Fischen gingen. Die Frauen sammelten Muscheln, die Maenner jagten die Fische. Sonst leben diese immer noch von dem was die Natur ihnen gibt.
    Junges Maedchen mit Baby im Bus, einfach Tshirt nach oben und gestillt.

    Was sind wir WEISSEN doch fuer eine dumme Gesellschaft.