Zum Tod von Willi Sitte: Gegen alle Widerstände

DPAAls "Staatskünstler" wurde Willi Sitte oft verfemt. Doch bevor er in der DDR zum einflussreichen Kulturfunktionär aufstieg, musste der Maler selbst erfahren, was staatliche Repression bedeutet. So spiegelt sein Leben auch die Brüche des 20. Jahrhunderts.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-904559.html
  1. #1

    Interessant

    Die Künstler haben Nationalpreis zurückgegeben? Auch das Preisgeld von 100000 Mark? Oder bloß die Medaille?
  2. #2

    nur mal so

    Oh doch sowas zu schreiben, heist sich mit der Moderne und der DDR nicht auseinander zusetzen. Als Kuenstler da damals zu wirken war meist ein Spagat bis zum zereissen
  3. #3

    Zitat von vipix Beitrag anzeigen
    Oh doch sowas zu schreiben, heist sich mit der Moderne und der DDR nicht auseinander zusetzen. Als Kuenstler da damals zu wirken war meist ein Spagat bis zum zereissen
    Sitte hat keinen Spagat gemacht, sondern sich eindeutig auf die Seite der Machthaber geschlagen und auch ordentlich Karriere gemacht. Er war kein Getriebener oder jemand, der sich irgendwie durchmogeln musste. Er war einer derer, die das System DDR propagandistisch und aktiv am Laufen gehalten haben. Ein Treiber, kein Getriebener.

    Darum war er auch in der DDR alles andere als beliebt. Wie ein Forist im anderen Forum richtig erinnert hat, gab es zu Sitte immer den Spruch: "Lieber vom Leben gezeichnet als von Sitte gemalt."

    Und ich ganz persönlich habe Sittes Werke immer als sozialistischen Propaganda-Kitsch empfunden.
  4. #4

    Willi Sitte's Gesamtwerk,...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als "Staatskünstler" wurde Willi Sitte oft verfemt. Doch bevor er in der DDR zum einflussreichen Kulturfunktionär aufstieg, musste der Maler selbst erfahren, was staatliche Repression bedeutet. So spiegelt sein Leben auch die Brüche des 20. Jahrhunderts.

    Nachruf auf DDR-Maler Willi Sitte von Paul Kaiser - SPIEGEL ONLINE
    ...hat großartiges zu bieten. Gerade nach dem Tod eines Künstlers sollte man das würdigen. Und würden auch Politkritiker dieses Werk beachten, müssten sie sich mit Bildern, wie z.B. 'Am kalten Buffet' (1974) erst einmal befassen, statt mit dem Zeigefinger in der lauen Luft zu fuchteln...
  5. #5

    optional

    Willi Sitte , wann geboren , gestorben
  6. #6

    Es gibt ja Künstler

    die machen in Fett und Stühlen. Oder packen Häuser ein. Da kommt man natürlich nicht zwischen die Mühlsteine der Politik. Die sind einfach nur clever.
  7. #7

    Kunst ist :

    für viel etwas schönes oder eben was hässliches.
    Schon die dumme Frage in de SChule" was will uns der Kuestler hiermit sagen" ist Schwachsinn. Der eine braucht Bier der andere Koks und der naechste die Partei. Jeder wuerde sich ein Sitte ins Wohnzimmer haengen wenn das Preisschild am Kunstwerk bleibt. Menschen kaufen nunmal aus 2 Gruenden Kunst. 1. es gefaellt und 2. als Investment.
  8. #8

    Jede Zeit und jede Gesellschaft hat ihre Kunst und ihre Künstler. Und man muss sie nicht alle lieben. Wollte man in der Historie all jenen ihren Rang absprechen, die sich mit Mächtigen, die auch Unrecht taten, eingelassen haben, müsste man die Geschichte der Kunst neu schreiben!
    Sitte hat ein Leben mit mehr Kämpfen geführt, als die meisten, die sich anmaßen, jetzt über ihn zu richten!
  9. #9

    Jetzt auch noch Sitte.

    Es reicht nicht, daß wir seit der "Wiedervereinigung" die damals verfassungswidrige ostzonale Besatzungszwangssteuer zahlen müssen. Solange das anhält, ist Deutschland sowieso nicht wiedervereinigt - meine persönliche Ansicht. Wir müssen nicht nur ertragen, daß die Ex-SED im Bundestag sitzt, sondern auch noch, daß uns "Sitte" als Künstler verkauft wird. Wann hört das endlich auf? Klar, solange D von einer ostdeutschen FDJ-Kanzlerin regiert wird, natürlich nicht.