Anlegemanöver: Nie mehr arbeiten? Das wird teuer!

DPADer US-Blogger "Mr. Money Mustache" ist mit 30 in Rente gegangen - und lebt von umgerechnet rund 20.000 Euro im Jahr. Wie viel muss man eigentlich mitbringen, um es ihm nachzutun?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-904138.html
  1. #1

    Herr Kirchner, wenn ich Ihren Artikel richtig verstanden habe, möchten Sie unbedingt den Kleinschi** der "Kleinanleger" in die Kanäle des Finanz-Casinos umleiten, um die "Parket-Rallye" der letzten Wochen noch ein wenig am Leben zu erhalten und die "Marktteilnehmer" weitrehin vom 10 000-er Stand träumen zu lassen. Aber wozu dann diese ganze Verpackung in eine "Story"?
  2. #2

    .

    Milchmädchenrechnungen sind das, so ähnlich wie der Jesuspfennig.

    Wenn Aktien wirklich in Zukunft noch eine ordentliche Rendite liefern würden, wären die Haushaltsausgaben höher (irgendjemand muss ja die Dividenden bezahlen) oder eine deutlichere Inflation wäre im Gange. Man sieht doch bereits heute, wie angeblich sichere Anlagen (Kapitallebensversicherungen) kaum noch etwas abwerfen. Das, was für viele Geldanlagen renditemäßig früher gegolten hat, gilt heute nicht mehr. Und damit ist der "Traum" vom arbeitsfreien Leben wesentlich teurer als angegeben bzw. gar nicht wirklich nach unten abschätzbar. Man sollte wirtschaftlich nicht für Jahrzehnte in die Zukunft planen, wenn die Experten noch nicht einmal für ein Jahr Prognosen wagen.
  3. #3

    Das geht auch besser !

    Eine Eigentumswohnung in Berlin kostet beispielsweise 30.000€, von einer Miete von 310€ warm bleiben nach Wohngeld und Grundsteuern rd. 120€ übrig - mickrig ! Ein kleines Gewerbegrundstück in Berlin kostet 170.000€, die Pacht (nach Kosten) bringt 1.380€ mtl. (15.800€ p.a.) - also deutlich besser und das sind Ist-Zahlen, also tatsächliche Zahlen aus meiner Steuererklärung. Dazu kommen Wohnungen in Bayern und schon kann man tatsächlich mit 48 in den Ruhestand treten. Ach übrigens, als ich zur Schule ging, haben meine Eltern Sozialhilfe bezogen und meine Mutter ist zusätzlich putzen gegangen. Also nix da mit Jammern, anpacken und los !
  4. #4

    Eine nette Rechnung - Passt halbwegs

    Ich bin selber Banker und habe mich recht viel Zeit in meinem Studium mit Finanzmathematik beschäftigt und derartige Spielchen selbst rauf- und runtergerechnet. 20.000 Euro p.a. ist natürlich schon "sehr sparsam" - aber machbar. Alles in allem kommt die Höhe halbwegs hin. Nach Beachtung von Inflation und Steuern sollte man heute 1,5 Millionen Euro auf der hohen Kante haben. Wer dann Anfang 30 ist, kann das Kapital relativ gut in Aktien niedriger Volatilität (z.B. deutsche Blue-Chips), Unternehmensanleihen und Staatsanleihen investieren und davon ausgehen, dass er recht guten bis zum Ende seines Lebens davon leben kann. Bleibt nur ein Problem: Die 1,5 Mio. muss man erstmal zusammen bekommen. Damit wären wir wohl wieder beim Lottoschein.
  5. #5

    Reicht nicht

    Ich würde prophezeien, dass man für Eventualitäten noch das ein oder andere Polster im Hintergrund haben sollte. Unter 2 Mio € im Hintergrund würd ich den Versuch gar nicht starten, von den Zinsen zu Leben. Alleine die Krankenversicherung (privat) frisst im Alter schon mal gerne 1000€/ Monat weg. Bleiben dann noch knapp 700€ zum Leben... Und die Inflation wird demnächst noch stark anziehen. Da ist dann nox mehr mit 2% Inflation im Jahr, ich Rechne eher so im Bereich 4-6%
  6. #6

    mich in Kommentaren bei SPIEGEL ONLINE beschimpfen lassen müssen!

    Lieber Herr Kirchner, Ich habe ein weitaus besseres Mittel gegen den Umstand wie von Ihnen Beschrieben und er wirkt sofort, und ist zudem Kostenlos. Liefern Sie und Ihre Kollegen gut geschriebene, git recherierte Artikel ab, die neutral gehalten sind und nicht die Meinung des Autoren wiedergeben. So sind Sie zumindest mich als Kommentator loss, und wie ich vermute, viele andere dazu. Vielleicht versuchen Sie das einmal, satt sich zu beklagen.
  7. #7

    Was der Autor noch vergessen hat

    Alle Rechnungen werden Schall und Rauch wenn es Grün Rot schafft den Sozialneid weiter zu schüren und zu einer Vermögensabgabe zu kommen... Da wäre es doch sinnvoller seine Aktien auf eine ausländisches Depot zu übertragen und das Land zu verlassen.

    Ansonsten war auch mein Plan die Aktie - die ich allesamt vor 2009 gekauft habe und somit steuerfrei verkaufen kann. DAS waren noch Zeiten (;-)

    Heute frisst die zu bezahlende Steuer auf die Inflation ja ganz schon etwas auf. Im Grunde ist seit 2009 kaum noch eine Möglichkeit vorhanden zu Besitz und Vermögen zu kommen.
  8. #8

    Zitat von yovanka Beitrag anzeigen
    Herr Kirchner, wenn ich Ihren Artikel richtig verstanden habe, möchten Sie unbedingt den Kleinschi** der "Kleinanleger" in die Kanäle des Finanz-Casinos umleiten, um die "Parket-Rallye" der letzten Wochen noch ein wenig am Leben zu erhalten und die "Marktteilnehmer" weitrehin vom 10 000-er Stand träumen zu lassen. Aber wozu dann diese ganze Verpackung in eine "Story"?
    Was ist denn der 10 000-er Stand? Ist das der neben der Wurstbude?
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der US-Blogger "Mr. Money Mustache" ist mit 30 in Rente gegangen - und lebt von umgerechnet rund 20.000 Euro im Jahr. Wie viel muss man eigentlich mitbringen, um es ihm nachzutun?

    Vorruhestand: Wie viel Geld bräuchte man, um mit 30 in Rente zu gehen? - SPIEGEL ONLINE
    Das ist ein sehr differenzierte Analyse aber nach meinem Empfinden eignen sich Indexfonds oder generell Aktien, nicht sehr für ein Ruhepolster. Wenn man neben dem Job Kapital langfristig aufbauen möchte, sind sie jedoch eine gute Alternative.

    Über die Gefahren kann man natürlich herrlich streiten, aber ich bitte zu bedenken, dass bei einem Totalausfall deutscher Aktien (sprich Börsencrash) nichts wirklich Wertstabil ist. Außer vielleicht ein Weingut oder ähnliche landwirtschaftliche Betriebe mit eigenen Grund.

    Was man bei der Geschichte um den Money Mustache nicht vergessen sollte, der arbeitet noch nebenher im eigenen, kleinen Baugewerbe. Alleine von seinen Zinsen lebt er nicht.