Krankenkassen-Studie: Teilzeitjobs machen Männer krank

REUTERSKürzere Arbeitszeiten schlagen Männern aufs Gemüt. Teilzeitarbeiter werden häufiger depressiv und nehmen mehr Psychopharmaka als Kollegen mit Vollzeitjobs. Auch unter befristeten Verträgen leiden Männer besonders stark.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-904407.html
  1. #1

    Wenn man die Angaben im Artikel richtig liest und versteht, stellt sich heraus, dass die Männer nicht an den Arbeitsbedingungen leiden, sondern an der Gesellschaft, die Vollzeitbeschäftigung und dauerhafte Anstellungen von Männern fordert. Folglich müssen nicht die Betroffenen sich ändern, sondern die, die sie unter Druck setzen.

    Da die meisten Frauen TZ wegen Kindern eingehen, werden sie von der Gesellschaft nicht so stigmatisiert, da sie ja immer noch einen "Zweitjob" zu Hause haben.
  2. #2

    Berücksichtigt diese Statistik, ob die fraglichen Teilzeitbeschäftigten schon früher entsprechende Krankheiten haben? Dann wäre nämlich die Teilzeitarbeit die Folge, und nicht die Ursache.
  3. #3

    Ergebnisse ideologischer Gleichmacherei

    Das sind die Ergebnisse ideologischer Gleichmacherei. Da wird auf Teufel komm raus per Gesetz, Quoten oder durch Gender-Mainstreamer versucht, Männer und Frauen gleichzudefinieren, ohne Berücksichtigung biologischer Unterschiede, kultureller Prägung, den Wünschen der Menschen. Gegen die Menschen gerichte Politik war langfristig schon immer zum Scheitern verurteilt.
  4. #4

    Zitat von cutestrabbitonearth Beitrag anzeigen
    sondern an der Gesellschaft, die Vollzeitbeschäftigung und dauerhafte Anstellungen von Männern fordert. Folglich müssen nicht die Betroffenen sich ändern, sondern die, die sie unter Druck setzen.

    Und wer ist diese ominöse Gesellschaft? Gucken sie einfach mal morgens in den Spiegel.
  5. #5

    Die Ergebnisse lassen sich auch anders interpretieren

    Zitat von Reg Schuh Beitrag anzeigen
    Berücksichtigt diese Statistik, ob die fraglichen Teilzeitbeschäftigten schon früher entsprechende Krankheiten haben? Dann wäre nämlich die Teilzeitarbeit die Folge, und nicht die Ursache.
    Das war auch mein erster Gedanke. Aus korrelativen Studien kann man bekanntlich nicht auf Kausalität schließen. Es kommt also auf das Design der Studie an.

    Vermutlich war bei den Männern ein Großteil nur deshalb in Teilzeit, weil Sie eben bereits vorher nicht voll belastbar waren und deshalb(!) ihre Arbeitszeit reduziert hatten, während es bei Frauen vielfältigere Gründe für eine Teilzeitbeschäftigung gab, denn faktisch ist es bei jungen Familien mit Kindern ja immer noch häufiger die Frau, die ihre Arbeitszeit reduziert. Hier werden also familiäre Gründe gegenüber gesundheitlichen überwiegen.

    Man müsste die Daten ggf. noch einmal prüfen und schauen, ob die Gründe für die Teilzeitbeschäftigung überhaupt erhoben wurden.
  6. #6

    optional

    Bullshit: Über Stolz kann man nachdenken, wenn alle Rechnungen bezahlt sind... Sonst muss man über den Stolz nachdenken, den einem das Sozialgesetzbuch so lässt.

    Eine Mehrheit in diesem Land möchte augenscheinlich, dass das so ist.
  7. #7

    Zitat von Reg Schuh Beitrag anzeigen
    Berücksichtigt diese Statistik, ob die fraglichen Teilzeitbeschäftigten schon früher entsprechende Krankheiten haben? Dann wäre nämlich die Teilzeitarbeit die Folge, und nicht die Ursache.
    Das war auch mein Gedanke. Die Studie erklärt nicht, was zuerst da war: Die psychische Belastung/Krankheit oder der Teilzeitjob.
    Wer kann denn aus rein statistischen Daten schon sagen, ob hier nicht jemand nach einem Burnout oder einer Depression die Reißleine gezogen hat und einfach seinen Stress reduziert.

    Die meisten Frauen, die ich kenne und die Teilzeit arbeiten, tun das aber aus anderen Gründen, meist wegen Kindern.

    Also völlig unterschiedliche Motivationen.
  8. #8

    Männer!

    Man möchte eigentlich meinen, dass im Schnitt die Männer in den letzten Jahrzehnten schlauer geworden wären. Sie sind es nicht. Wer nicht kapiert, dass das Leben aus mehr besteht als Job, Karriere und den Ernährer markieren, dem entgeht sehr viel. Stattdessen leiden Männer lieber daran, dass sie einem Rollenbild nicht entsprechen. Das kommt halt davon, wenn man gewohnt ist, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Ein glückliches Leben sieht anders aus.
  9. #9

    Was lässt reagieren?

    Ist es nicht vielleicht eher die Angst, einen Vollzeitjob zu verlieren, die die Männer aushalten lässt, worauf Teilzeitler mit Verweigerung reagieren?