Berater-Typologie: Klempner, Jet-Set, Eulenspiegel

CorbisWarum wird man Unternehmensberater? Eva Bilhuber Galli ist bei ihrer langjährigen Arbeit als Consultant fünf Sorten von Kollegen begegnet. Manche behandeln Firmen wie ein verstopftes Rohr, andere wie einen vertrauten Freund. Und nein: Nicht allen geht es allein ums Geld.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf.../a-904270.html
  1. #1

    Wer Dornröschen wirklich erweckt hat ...

    ... war nicht der Prinz mit seinem Kuss. Nach 100 Jahren endete der Fluch von alleine. Der Prinz war nur zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort.

    Was lernt man daraus:
    1. Wenn man schon Märchen erzählt, sollte man sie vorher gelesen haben
    2. Vielleicht gibt es ja den Beratertyp, der einfach nur dabei ist, wenn sich die Probleme von alleine lösen.
  2. #2

    Dornröschen Berichtigung

    Sorry dafür. Die Lektüre des Originals auf Projekt Gutenberg hat ergeben, dass der Prinz doch geküsst hat. Aber er konnte nur Küssen, weil nach 100 Jahren die Zeit gekommen war (Dornenhecke öffnet sich ....)

    Also: Er war zur rechten Zeit am rechten Ort UND hat geküsst.
  3. #3

    der wievielte Artikel über Berater?

    Dass es diesen "Beruf" noch gibt, sagt viel über die Arbeitsqualität der sogenannten Berater aus. Wenn Consultants wirklich das tun würden, wofür sie engagiert werden, müssten sie sich zuerst selbst wegrationalisieren.
  4. #4

    "Du weißt selbst, was für dich gut ist."
    Herrlich. Das geht einem wirklich optimal auf den Wecker.
  5. #5

    Zitat von eiffe Beitrag anzeigen
    Dass es diesen "Beruf" noch gibt, sagt viel über die Arbeitsqualität der sogenannten Berater aus. Wenn Consultants wirklich das tun würden, wofür sie engagiert werden, müssten sie sich zuerst selbst wegrationalisieren.
    Das kommt auf den Berater und dessen Spezialisierung an. Wenn Sie bisher keine positive Erfahrung mit Beratern gemacht haben, muss das ja nicht heissen, dass die alle so sind.

    Immerhin bin ich selber als Berater tätig und meine Kunden freuen sich immer, wenn wir zusammen erfolgreich gearbeitet haben.
  6. #6

    Klempner

    Meine Erfahrungmit Beratern (McKinsey, Booz etc.) geht in die Richtung Klempner. Die Berater haben keine Ahnung von den betrieblichen Abläufen, lassen sich von den Führungskräften briefen, die sich dafür nicht die Hände schmutzig machen müssen. Das Ergebnis sieht anschließend unabhängig von der Beratungsfirma gleich aus: 20 % Personalabbau gehen immer. Im Unternehmen ist´s dann keiner gewesen und die Unternehmensberater sind auf und davon. Für einen Haufen Geld hat man dann wunderbare Powerpoint Folien und ein paar neue Wörter gelernt z.B. "Anspannungsgrad erhöhen" anstelle von Arbeitsverdichtung oder "Full Time Equivalents" anstelle von Vollzeitarbeitsplätzen.
  7. #7

    Zitat von try_again Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrungmit Beratern (McKinsey, Booz etc.) geht in die Richtung Klempner. Die Berater haben keine Ahnung von den betrieblichen Abläufen, lassen sich von den Führungskräften briefen, die sich dafür nicht die Hände schmutzig machen müssen. Das Ergebnis sieht anschließend unabhängig von der Beratungsfirma gleich aus: 20 % Personalabbau gehen immer. Im Unternehmen ist´s dann keiner gewesen und die Unternehmensberater sind auf und davon. Für einen Haufen Geld hat man dann wunderbare Powerpoint Folien und ein paar neue Wörter gelernt z.B. "Anspannungsgrad erhöhen" anstelle von Arbeitsverdichtung oder "Full Time Equivalents" anstelle von Vollzeitarbeitsplätzen.
    Haben Sie mal daran gedacht, dass an dieser Misere vor allem die Manager schuld sind, welche sich nicht trauen eigene Entscheidung zu treffen? Kein Mensch bräuchte eine solche Art Berater wenn er den Mut hätte etwas selbst anzupacken. Wobei eigentlich kommt bei jedem Thema zu Beratern immer einer daher, der die McKinseys dieser Welt kritisiert. Jedoch machen diese nur einen kleinen Teil der Beratungsbranche aus.
  8. #8

    Fehlt da nicht wenigstens einer?

    Wo bleibt der geschasste Spezialist, der nicht weiter weiß und es deshalb als Berater versucht. Wobei: Er oder síe braucht dazu noch nicht einmal guter Spezialist oder Generalist sein, man kann es ja auch so versuchen...
  9. #9

    Zitat von stefansaa Beitrag anzeigen
    Haben Sie mal daran gedacht, dass an dieser Misere vor allem die Manager schuld sind, welche sich nicht trauen eigene Entscheidung zu treffen? Kein Mensch bräuchte eine solche Art Berater wenn er den Mut hätte etwas selbst anzupacken. Wobei eigentlich kommt bei jedem Thema zu Beratern immer einer daher, der die McKinseys dieser Welt kritisiert. Jedoch machen diese nur einen kleinen Teil der Beratungsbranche aus.
    Ich kritisiere die Unternehmensberater nicht, ich habe nur meine Erfahrungen wiedergegeben. Ich habe auch sehr gute Erfahrungen mit Beratern gemacht. Das waren 50 bis 70 jährige ehem. Betriebsleiter, die Arbeitssicherheitskonzepte vorgestellt haben, die sie selbst in jahrelanger Arbeit erprobt hatten. Ein völlig anderes Kaliber als die 28 jährigen Jüngelchen, die, frisch von der Uni, im schwarzen Anzug und lackbeschuht, erklären wollen, wie Abläufe, die sie das erste Mal zu Gesicht bekommen, zu verbessern sind. Dabei nicht vergessen zu erwähnen, dass ihnen die fehlende Betriebsblindheit zu Gute kommt.