Tinnitus: Experten streiten über Wirkung der Musiktherapie

CorbisEs fiept, es rauscht, es pfeift: Ohrengeräusche können den letzten Nerv rauben. Behandelt man den Tinnitus nicht frühzeitig, kann sich ein Gedächtnis dafür bilden. Neue Behandlungen wie die Musiktherapie versprechen Hilfe. Wie gut sind sie wirklich?

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-902872.html
  1. #1

    Hilfe bei Tinnitus

    Ich habe selbst darunter gelitten, bin bei vielen Ärzten gewesen. Schliesslich hat ein guter HNO Arzt festgestellt, dass er bei mir durch Durchblutungsstörung verursacht wurde. Ich habe dann über ca. 3 Monate ein Produkt namens Tauralis genommen, das ist auf Arginin Basis. Erst wurde es etwas schlimmer, und schliesslich ist der Tinnitus komplett weggegangen. Sicherlich ist das nicht die mögliche Hilfe bei allen Patienten, aber vielleicht doch bei einigen.
  2. #2

    Ignorieren hat geholfen

    Je mehr Aufmerksamkeit man dem Tinnitus widmet, desto stärker wird er. Er wird auch stärker wenn man Angst davor hat. Bei mir hat buddhistische "Aufmerksamkeit" geholfen und ein entspanntes hinnehmen, dass es weiter fiepen wird. Jetzt ist er weg. Also auf zum Meditationskurs!
  3. #3

    Blockaden der Wirbelgelenke

    Häufig werden Ohrgeräusche auch durch Blockaden und damit gequetschten Nerven im Nackenbereich hervorgerufen. Hat sich leider noch nicht bei allzu vielen HNO-Ärzten herumgesprochen, daher machen die immer auf Therapie durch Infusion oder Ginko. Ein vernünftiger Osteopath kann, wenn auch in mehreren Sitzungen, die Blockaden Stück für Stück lösen.
    Bei mir hilft es nach 8 Jahre andauernden Ohrgeräuschen.
    Mein Osteopath ist Schulmediziner (Orthopäde) und hat die Atlasblockade und damit verbundene weitere Blockaden diagnostiziert. Hat kräftig geknirscht beim Impulssetzen. Es wird besser.
    Es sind oft tatsächlich keine "Hirnverschaltungen", sondern ganz triviale Gründe, wie z.B. schief auf dem Sofa eingeschlafen. Aufgewacht - Tinnitus.
  4. #4

    Meditation

    Einer sehr schweren Tinnitus nach einen Hörsturz bekommen. Ich bekam Antidepressiva. Konnte nur noch mit Klingel gehen und mit Geräuschen einschlafen. Dann altes Probiert. Ein Meditationslehrer besucht. Du musst in die Stille gehen. Der Ton schrie mich an in der Stille. Er wurde wahrgenommen nicht verdrängt . Dann wurde er immer kleine bis er ganz verschwand. (in ca. 6 Wochen)
  5. #5

    Aus heiterem Himmel

    ..kam bei mir das Hörgeräusch in mittlerer Frequenz (ca 4 mHz) zum Vorschein. Ich stand morgens auf und irgendwann war es da.
    Gestern der Besuch beim HNO, er riet mir Kaugummi zu kauen...um Druckbeschwerden zu lindern. Das kam mit dem Pfeifton zusammen auf.
    Ohren wurden untersucht, ohne Infekte oder Verletzungen.
    Zur eigentlichen Problematik wurde mir ein Durchblutung förderndes Mittel verschrieben. Wegen der unklaren Wirksamkeit bin ich noch unsicher. Blende den Ton tagsüber bei Arbeit auf Null aus, natürlich nehme ich den Ton in ruhigen Zeiten wahr, lasse mich aber davon nicht beirren. Anfangs war es mir fast unheimlich, hat mir leichte Angst und schweres Einschlafen beschert. Heute ist es fast wie ein Teil von mir, da mein Hörvermögen laut Arzt noch immer sehr gut ist, bin ich guter Dinge.
  6. #6

    seit 34 Jahren

    TINNITUS
    Habe seit 34 Jahren dieses Problem, verursacht durch einen Stadtschläger, der wieder einmal ein Opfer gefunden hat und meinen Kopf ca 30 mal mit beiden Händen aufs Kopfsteinpflaster runterschlug wie wenn er eine Kokosnuss knacken wollte, blutete aus beiden Ohren. Habe beidseitig Tinnitus, tönt wie das Sirren bei alten Fernsehern. Damals hatte die Medizin sehr beschränkte Möglichkeiten, das Leiden zu lindern. Die ersten 5 Jahre verzweifelte ich fast, Selbstmordgedanken waren allgegenwärtig. Ich wusste, dass ich dieses Problem nur mit Eigentherapie bewältigen kann (jemand, der das selber nicht durchstehen muss, kann da einfach nicht mitreden). Geriet in den Alkoholabgrund, aber eines Tages kam ich zu diesem Punkt, entweder das Leben fallenlassen oder geziehlt Möglichkeiten zu suchen, um wieder klar zu werden. Ausgesuchte Musik ist, denke ich, gut (in meinem Fall ists Zb. Sitarmusik von Imrat Khan und ähnliche, das muss jedert Betroffene selber herausfinden, da es offenbar sehr verschiedene Arten von Tinnitus gibt).
    Jetzt lebe ich in Thailand auf dem Land, und die Geräusche all dieser Tiere (Frösche, Zikaden etc, kurz, eine vielfältige Geräuschkulisse, mit einigen Tönen, die ahnlich dem Tinnitus sind, lassen das Geräusch verschwinden.) In diesem Moment, da ich diese Zeilen schreibe, ists wieder stärker geworden; also die gedankliche Verdrängung ist sicher ein wichtiger Punkt.
  7. #7

    Mal wieder so ein Fall, wo die angeblichen schulmedizinischen Experten nicht auf dem aktuellen Stand sind ...

    ""Derzeit besteht noch keine Aussicht auf Heilung", sagt Birgit Mazurek, Direktorin des Tinnitus Forschungszentrums der Charité in Berlin"

    Richtig ist, dass bei schwerem Tinnitus ein multimodaler Ansatz nötig ist. Falsch ist, dass es keine Aussicht auf Heilung gibt. Wie so oft vernachlässigen die Schulmediziner eine der wirksamsten Methoden Heilung zu erlangen: die Hypnosetherapie. Es gibt sicher keine schnell wirkende Wunderkur. Typischerweise ist es ein längerer Prozess. Aber deutliche Verbesserung und für viele sogar vollständige Remission sind möglich. Nähere Informationen gibt es von Kevin Hogan, der jahrelang ausschliesslich mit schwerstbetroffenen Tinnituspatienten gearbeitet hat, und zwar sehr erfolgreich. http://www.kevinhogan.com/FAQ.htm
  8. #8

    Zitat von Mary_W Beitrag anzeigen
    Ich habe selbst darunter gelitten, bin bei vielen Ärzten gewesen. Schliesslich hat ein guter HNO Arzt festgestellt, dass er bei mir durch Durchblutungsstörung verursacht wurde. Ich habe dann über ca. 3 Monate ein Produkt namens Tauralis genommen, das ist auf Arginin Basis. Erst wurde es etwas schlimmer, und schliesslich ist der Tinnitus komplett weggegangen. Sicherlich ist das nicht die mögliche Hilfe bei allen Patienten, aber vielleicht doch bei einigen.
    haben Sie mal die Kontaktdaten dieses Arztes? Würde mich gerne mal mit meinem Tinitus an den wenden. Ggf. hat der eine WebSite?

    Danke.
  9. #9

    erlebnisbericht

    nun, wahrscheinlich ist es nicht erwünscht, über meine erfahrungen zu berichten.
    Es war aber so:
    Hatte ihn, so laut, das ich den fernseher z. B. lauter stellen musste.
    Wurde jahrelang geplagt, anschwellend nach herzschlag, tonveränderung etc.
    Inzwischen habe ich ihn nicht mehr. Selbst wenn ich in mich hineinhöre, höre ich ihn nur kurz, sehr leise, nach ca. 5 sek ist er weg, eigentlich ist er nicht mehr da, nur noch weil ich in mich höre. Meistens, eigentlich nie, denke ich an ihn, nur jetzt, wegen dem artikel.
    Ich wurde geheilt, weil ich vor ca. 3 jahren in holland war.
    Dort trank ich mit freunden ne flasche Marques de Caceres, n spanischer rose. Dazu gab es nen joint, kein skunk, was schwaches.
    Ohne zigaretten. Seitdem ist er weg, ohne das es geplant war.
    Weiss auch nicht, ob die von der industrie verordneten medikamente unbedingt helfen, was man hier so liest.
    Ich jedenfalls würde, sofern ich ihn wieder habe, das alte rezept nochmal ausprobieren.