Hochwasser in Deggendorf: "Wie eine Geisterstadt"

Getty ImagesDer Stadtteil Fischerdorf steht komplett unter Wasser - dennoch harren Menschen in ihren Häusern aus. Nachts sehen die Einsatzkräfte mit ihren Booten in den überfluteten Straßen nach dem Rechten. Patrouillenfahrt durch das dunkle Deggendorf.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-904287.html
  1. #1

    optional

    Nach der Flut 2002 haben wir an der Elbe gedacht:"Das darf so schnell nicht wieder passieren, sonst hilft uns kein Mensch mehr". Falsch gedacht! Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist wieder riesig. Auch wenn es nur "Kleinigkeiten" sind, wie zum Beispiel in Dresden ein Pizzabäcker, der schnell mal 200 Pizzen für die unzähligen Helfer vorbei bringt, oder eine Dönerbude 100 Döner zur Verfügung stellt. So etwas baut auf. Lasst euch nicht unterkriegen!
  2. #2

    optional

    Wenn das so weiter geht wird Einbruch in evakuierten Gebieten bald ein lohnendes Geschäft. Dann brauchen wir Wasserpolizei in ganz Deutschland.
  3. #3

    Deggendorf scheint im Westen zu liegen,

    denn wenn der Spiegel über Hochwasser in Regionen im Osten berichtet, fängt man gern mal so an:
    "Sie sei nicht schlampig, das möchte sie extra betonen. Auch wenn es in ihrer Küche gerade sehr wüst aussieht. Kaffeeflecken, dreckiges Geschirr, Pappteller, Essensreste. Aber das ist im Moment nicht wichtig, Ingrid Liebau hat andere Sorgen"
    http://www.spiegel.de/panorama/hochwasser-in-torgau-wie-sich-bewohner-auf-flut-vorbereiten-a-904263.html
  4. #4

    Zitat von gizmo11 Beitrag anzeigen
    denn wenn der Spiegel über Hochwasser in Regionen im Osten berichtet, fängt man gern mal so an:
    "Sie sei nicht schlampig, das möchte sie extra betonen. Auch wenn es in ihrer Küche gerade sehr wüst aussieht. Kaffeeflecken, dreckiges Geschirr, Pappteller, Essensreste. Aber das ist im Moment nicht wichtig, Ingrid Liebau hat andere Sorgen"
    Hochwasser in Torgau: Wie sich Bewohner auf Flut vorbereiten - SPIEGEL ONLINE
    Ja, Deggendorf liegt im Westen. Da gibt es seltener einen Grund, den Text so anzufangen ;)

    Ich wünsche den Deggendorfern viel Kraft und weiterhin gute Unterstützung durch viele Helfer. Meine Hochachtung, wie hilfsbereit die Menschen sind.
  5. #5

    Merkel und die Folgen

    Zitat von minando Beitrag anzeigen
    Wenn das so weiter geht wird Einbruch in evakuierten Gebieten bald ein lohnendes Geschäft. Dann brauchen wir Wasserpolizei in ganz Deutschland.
    Da sprechen Sie ein Thema an: Wie ist denn bisher die Mentalität der Plünderungen? Wir sind zwar nicht in Sao Paulo oder New Orleans, aber das würde mich doch sehr wundern, wenn da nicht schon Profis nach Brauchbarem gesucht hätten.

    Es waren Jahre genug Zeit, künstliche Überflutungsgebiete und andere Staumöglichkeiten zu schaffen - anstatt ein trockenes Versagerland wie Griechenland durchzufüttern; und der EU-Kommissar sagt gestern noch, sein Geldtopf für Naturkatastrophen sei leer, aha... Nun, sehen wir uns mal an, bei WEM Deutschland verschuldet ist, wir sehen dort reichlich Banken und Versicherungen. Man kann also davon ausgehen, dass Merkel keine Schimpftiraden und Schuldigen in dieser Richtung suchen wird, man meckert ja nicht mit der Hand, die einen füttert.
    Wähler verärgern kann sie allerdings auch nicht, so nach dem Motto "Ihr Vollidioten, jeder musste wissen, dass 2002 wieder passiert, was baut ihre eure Existenzen auch so auf Sand/so dich am Wasser? Es war nur eine Frage, wann, und nicht ob, selber Schuld!"
    Ich bin also auf ihr (Wahlkampf)Geschwätz gespannt, Ähnliches hielt Schröder damals auch in seinem Stuhl, wenn wir uns erinnern. (Verschwörungstheoretiker sprachen damals sogar von "weiter vorne" künstlich ausgelösten systematischen Wellen, mit Schalltechnik kein Problem übrigens).
  6. #6

    Lage von Deggendorf

    Deggendorf liegt nicht 100km nördlich von München, sondern Ingolstadt. Deggendorf ist 150km ostnördöstlich von München. :-)
  7. #7

    Zitat von oldsaxon Beitrag anzeigen
    Nach der Flut 2002 haben wir an der Elbe gedacht:"Das darf so schnell nicht wieder passieren, sonst hilft uns kein Mensch mehr". Falsch gedacht! Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist wieder riesig. Auch wenn es nur "Kleinigkeiten" sind, wie zum Beispiel in Dresden ein Pizzabäcker, der schnell mal 200 Pizzen für die unzähligen Helfer vorbei bringt, oder eine Dönerbude 100 Döner zur Verfügung stellt. So etwas baut auf. Lasst euch nicht unterkriegen!
    Sehr erfreuliche Nachrichten. Entgegen immer wieder behaupteter Entsolidarisierung stehen die Menschen wenn es drauf ankommt zusammen!
  8. #8

    Och Joh!

    Es mag sein, das es sie gegeben hat! Bis dato ist mir allerdings völlig unbekannt, das die Einwohner von Deggendorf-Fischerstadt massiv gegen die Vertiefung, Begradigung und Einbetonierung der Donau samt ihrer Nebenflüsse vorgegangen sind - vermutlich wären deren Baugrundstücke im natürlichen Überschwemmungsgebiet der Donau nahezu unbezahlbar geworden!

    Da mag auch ein Seehofer nun noch so populistisch sabbern, das ist doch auch jahrzehntelange Politik seiner Parteigenossen gewesen!
  9. #9

    Der Wasserspiegel

    Ein Gutes hat diese Flut:

    Endlich wird das Interesse für die Hydraulik geweckt.

    Der Wasserspiegel ist dermaßen interessant, dass viele Leute in die Volkshochschule strömen, um sich die Grundbegriffe der Hydraulik beizubringen.