Kirchenrecht: Wenn Pfarrer gemobbt werden

Rolf Thumm ist Pfarrer - und kam plötzlich nicht mehr in seine Kirche rein. Der Kirchenvorstand hatte die Schlösser ausgetauscht. Evangelische Gottesmänner können überraschend leicht Opfer von Attacken werden - dank überkommener Kirchengesetze.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-902295.html
  1. #1

    Es droht immer noch das jüngste Gericht als allerletzte Instanz. Und ob das Mobber so gute Karten haben?
  2. #2

    Pfarrer sind auch keine besseren Menschen.

    Inn der nähreen Umgebung gibt es mehrere Stelleninhaber, die ihren Beruf verfehlt haben. Pfarrer sind auch Seelsorger und sollten ihren Job als Berufung verstehen. Dienst nach Vorschrift geht meiner Meinung gar nicht.
  3. #3

    optional

    Kirchliche Gerichte, also sowas. Und dann nicht mal der Wahrheit verpflichtet. Schon sehr merkwürdig, was sich hier für Parallelgesellschaften gebildet haben...
  4. #4

    Religion vs. Spiritualität

    man kann auch an Gott, Jesus, die Bibel(meinetwegen auch an Koran, Mohamed, Moses, Thora) glauben ohne einer weltlichen Institution beizutreten, in welcher man sich selbst dem Diktat einiger selbstsüchtiger Autokraten überlässt. Ich werde nie verstehen warum man spirituelle Ansichten in weltlichen Macht- und Gierausgerichteten Organisationen ausleben sollte. Die christlichen Werte, welche ich teilweise schätze, kann(sollte) jeder auch privat im Alltag zum Leben erwecken. Niemand braucht dazu mit Gold und Juwelen vollgestopfte Kirchen und sog. Würdenträger mit sündhaft teurer Gardrobe. Um es mit John Niven zu sagen: SEID EINFACH LIEB
  5. #5

    Kirche und Korruption gehören zusammen

    ob nun in Bayern CSU-Politiker ihre Familien auf Steuerzahlerkosten beschäftigen oder Kirchenentscheider den (Kirchen-) Steuerzahler betrügen, ist eines. Das geht zurück bis ins Mittelalter mit den Ablaßbriefen - Geschäft ist Geschäft. Würde es diese "Geschäfte" nicht geben, gebe es kein Christentum.
  6. #6

    Mobbing?

    Mir fehlt im Artikel ein Hinweis, warum der Pfarrer sich gemobbt fühlt.
    Was erwähnt wurde, sind sachliche Vorfälle, die ganz klar rechtfertigen, dass das Verhältnis als zerrüttet bezeichnet werden kann. Aus dem Artikel liest sich auch, dass Herr Thumm wohl die Ursache der Zerrüttung ist (unberechtigte Anklage gegen den Kirchenvorstand, eigenmächtige Auftragsvergabe).
    Dass Herr Thumm, wie jeder andere in dieser Situation, Probleme hat, die Konsequenzen zu akzeptieren, ist verständlich. Dass er allerdings die Schuld bei den anderen sucht, bestätigt die Einschätzung des Kirchenvorstandes, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wohl mit diesem Pfarrer kaum möglich ist.
  7. #7

    Die Wahrheit...

    Im Gegensatz zu weltlichen Gerichten sind kirchliche Gerichte (oder mitunter auch Predigten in Gottesdiensten die temporär die gleiche Funktion besitzen wie eine Gerichtsverhandlung) nicht zur Wahrheitsfindung verpflichtet... Sie sind offensichtlich nur für Urteile zuständig ohne Beweisfindung... Aus persönlicher Erfahrung kann ich schreiben, dass es in manchen Freikirchen ganz ähnlich so läuft... weitab irgendwelcher Gerichtsbarkeit eines bundesdeutschen Rechtstaates.
  8. #8

    Der Glaube ist nicht so wichtig

    Die Kirche fordert ihre Gläubigen auf, sich von irdischen Gütern zutrennen , auf das ihr das Himmelreich sicher ist und läst gleichzeitig im selben Atemzug den Klingelbeutel für die Kollekte von einer Sitzreie zur nächsten weiterreichen. Sie selbst kann von diesen "irdischen Gütern " nicht genug bekommen. Und der Pastor selbst, nassauert auf Hochzeiten, bei Konfimation und Beerdigungen, und haut sich an der Festtafel die Plautze voll, obwohl er heut zu Tag gut besoldet ist !
    Zumindest auf dem Dorf ist es noch so,schließlich ist der Herr Pfarrer
    im Haus schmückendes Beiwerk, auch wenn man selbst ngläubig ist.
  9. #9

    Christliche Gemeinschaften.....

    [QUOTE=sysop;12850308]Rolf Thumm ist Pfarrer - und kam plötzlich nicht mehr in seine Kirche rein. Der Kirchenvorstand hatte die Schlösser ausgetauscht. Evangelische Gottesmänner können überraschend leicht Opfer von Attacken werden - dank überkommener Kirchengesetze.

    ..sollten eigentlich anders funktionieren, tun es aber auch nach meiner eigenen Erfahrung nicht oder meistens nicht. Ich bin aus diesem Grunde schon lange ausgetreten, und es ist kaum zu glauben: ich fühle mich seit dieser Zeit viel besser; nicht wegen der entfallenen Zwangsabgabe Kirchensteuer, sondern weil ich frei bin von Zwängen. Meinem Verhältnis zu Gott hat dieser Schritt zu keiner Zeit geschadet, im Gegenteil. Ich brauche keinen, der mir sagt, wie ich mich mit Gott beschäftigen soll, vor allen Dingen keiner, der solche Dinge tut, wie im Artikel zu lesen ist. Die Kirche(n) war(en) schon in viel früheren Zeiten oft Vorbild für Heuchelei.