Ausländerfeindlicher Anschlag in Solingen: Das Brandmal

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  1. #1

    Da ist dem Autor aber etwas die Phantasie durchgegangen

    Ich glaube nicht, dass 1993 in einer westdeutschen Stadt viele „Kombis von Skoda“ vor der Garageneinfahrt standen ...
  2. #2

    Zitat von Frau Mau Beitrag anzeigen
    Diese Aussage habe ich nicht so richtig verstanden. Was hat sich denn verändert ? Eigentlich suggeriert diese Aussage das die Menschen eher zusammenrücken und kulturelle Grenzen überwinden. Das Gegenteil ist der Fall
    Wir finden in Deutschland heute Parallelgesellschaften, ganz besonders aus der muslimischen Kultur. Heute ist es im Gegensatz zu früher allerdings eher erlaubt die Probleme beim Namen zu nennen, ohne sofort von der Mehrheit in die rechte Ecke geschoben zu werden. .
    Diese Leute sind nicht umgebracht worden weil sie sich nicht integrieren wollten sondern aufgrund ihrer Abstammung. Die Leute die das waren haben vor 70 Jahren auch jeden noch so gut und bis zur totalen Selbstverleugung assimilierten Juden vergast.

    Man muß echt eine ganz erbärmliche Gestalt sein, um angesichts des zwanzigsten Jahrestages dieses feigen Mordes durch ein paar hirnlose Nazis über die Bringschuld der türkischen Minderheit bzgl. deren Integration zu quatschen.
  3. #3

    Träum ich?

    Zitat von Frau Mau Beitrag anzeigen
    Diese Aussage habe ich nicht so richtig verstanden. Was hat sich denn verändert ? Eigentlich suggeriert diese Aussage das die Menschen eher zusammenrücken und kulturelle Grenzen überwinden. Das Gegenteil ist der Fall
    Wir finden in.....
    Was ist das denn für ein unsäglicher Kommentar? Nun sind die Türken schuld, wenn die Deutschen sie ermorden? Umgekehrt wird doch ein Schuh daraus. Der Anschlag von Solingen zeigt, dass die deutsche Gesellschaft schon vor zwanzig Jahren nicht etwa gastfreundlich und integrationsbereit war, sondern zutiefst ausländerfeindlich. Inzwischen ist Ausländerfeindlichkeit salonfähig geworden und jeder kann offen darüber reden, dass sich die Ausländer nicht integrieren. Dass aber tatsächlich die Deutschen den Ausländern die Integration seit Jahrzehnten verweigern, das wird nicht mehr angesprochen. Denn die Deutschen fühlen sich wieder stark und beliebt. Sie glauben, alle müssten sich anpassen, insbesondere diejenigen, die sie als billige Arbeitskräfte ausbeuten. Es ist schlimm, dass es in Deutschland inzwischen so weit gekommen ist!
  4. #4

    Zitat von bwl-spaten Beitrag anzeigen
    Diese Leute sind nicht umgebracht worden weil sie sich nicht integrieren wollten sondern aufgrund ihrer Abstammung. Die Leute die das waren haben vor 70 Jahren auch jeden noch so gut und bis zur totalen Selbstverleugung assimilierten Juden vergast.
    Das ist richtig. Allerdings erklärt das nicht den Beifall der Anwohner; so lange sie denen allen nicht extremsten Rassismus unterstellen wollen. Damit man so ein schreckliches Ereignis beklatscht, müssen sich einige Bewohner des Hauses schon sehr arg daneben benommen haben.
  5. #5

    ...sind wohl kaum die richtigen Begriffe, um Angriffe auf eine Familie zu beschreiben, die seit 40 Jahren in Deutschland lebt und dieses Land als ihre Heimat bezeichnet.

    Ich möchte hier Noah Sow zitieren: "Fremdenfeindlich ist eine Tat aber nur, wenn sie gegenüber einem Fremden verübt wurde, beispielsweise einem Touristen oder kürzlich Zugezogenen. Ein Politiker oder Lehrer, der seit zwanzig Jahren in der Gegend wohnt, ist kein Fremder (und das unabhängig davon, ob dieser nun die deutsche Staatsbürgerschaft inne hat oder nicht) und sollte auch nicht so bezeichnet werden. Der Ausdruck "fremdenfeindlich" birgt zudem die Gefahr, dass fälschlicherweise ein kausaler Zusammenhang zwischen "fremd sein" und der Tat hergestellt wird, das heißt, dass unterschwellig der Eindruck entstehen kann, die Tat sei verübt worden, weil jemand fremd war. In Wirklichkeit ist es jedoch selbstverständlich so, dass eine Tat nicht verübt wird, weil das Opfer eine bestimmte Eigenschaft oder Herkunft hat, sondern weil der Täter eine bestimmte Einstellung zu diesen Eigenschaften des Opfers hat." (in: Deutschland Schwarz Weiß, S. 32)

    Ich möchte hier nur anmerken: So lange die deutsche Öffentlichkeit die Selbstbezeichnung von Menschen in Frage stellt ("Die sind ja nicht wirklich Deutsche...") und - womöglich unbewusst - Begriffe reproduziert, die den offensichtlich rassistischen Hintergrund von Straftaten verschleiern, bleiben Anschläge wie der von Solingen Ableger unserer Gesellschaft - einer Gesellschaft, die es ablehnt, sich ernsthaft mit "ihrem" Rassismus auseinanderzusetzen.
  6. #6

    unglaublich!

    Zitat von freiheitsglocke Beitrag anzeigen
    Das ist richtig. Allerdings erklärt das nicht den Beifall der Anwohner; so lange sie denen allen nicht extremsten Rassismus unterstellen wollen. Damit man so ein schreckliches Ereignis beklatscht, müssen sich einige Bewohner des Hauses schon sehr arg daneben benommen haben.
    Das Beklaschten eines Mordes führen Sie also auf das "daneben benehmen" der Ermordeten zurück? Es gibt keine Rechtfertigung für Mord und Applaus dafür ist zutiefst widerlich und menschenverachtend.
  7. #7

    Dieses schreckliche Verbrechen wurde von einer kleinen Gruppe fehlgeleiteter Verbrecher begangen. Die große Mehrheit der Deutschen war damals schon entsetzt über dieses Verbrechen. Und sie hat ihr Entsetzen in Form von friedlichen Protesten Ausdruck verliehen.
    Aus den Taten einiger weniger auf eine generelle Ausländerfeindlichkeit der gorßen friedlichen Mehrheit der Deutschen zu schließen wäre völlig falsch, ja geradezu beleidigend.
  8. #8

    Man kennt das ja aus vergangenen Zeiten ...

    Zitat von freiheitsglocke Beitrag anzeigen
    Das ist richtig. Allerdings erklärt das nicht den Beifall der Anwohner; so lange sie denen allen nicht extremsten Rassismus unterstellen wollen. Damit man so ein schreckliches Ereignis beklatscht, müssen sich einige Bewohner des Hauses schon sehr arg daneben benommen haben.
    ... die Juden sind ja auch selbst Schuld am Antsemitismus, nicht? Es gibt keine Entschuldigung für Mord und dessen Billigung, und WENN Anwohner (was ich nicht weiß) geklatscht haben sollten, so handelt es sich eben um mörderische Rassisten.
    Um den Unsinn Ihrer Argumentation an einem anderen Beispiel klar zu machen: Wenn bei einem Banküberfall jemand zu Tode kommt, so ist es die Schuld der Bank, weil in ihr Bargeld aufbewahrt wird, das die armen Täter anzieht.
  9. #9

    Zitat von freiheitsglocke Beitrag anzeigen
    Das ist richtig. Allerdings erklärt das nicht den Beifall der Anwohner; so lange sie denen allen nicht extremsten Rassismus unterstellen wollen. Damit man so ein schreckliches Ereignis beklatscht, müssen sich einige Bewohner des Hauses schon sehr arg daneben benommen haben.
    Worauf genau beziehen Sie sich, wenn Sie behaupten, dass die Anwohner zu diesem Mord Beifall geklatscht haben (Quelle?) - und warum sollte es etwas über die MORDOPFER (!) aussagen, wenn irgendwer Beifall zu einem MORD klatscht?!