Chinas neuer Premier: Als Kader Li die BRD besuchte

PrivatDéjà-vu in Deutschland: Kurz nach dem Aufstand von Tiananmen war Chinas neuer Ministerpräsident Li Keqiang zum ersten Mal in der BRD. Seine Gastgeber und sein Übersetzer von damals erinnern sich an eine umstrittene Reise.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-901791.html
  1. #1

    Alles lächerlich!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Déjà-vu in Deutschland: Kurz nach dem Aufstand von Tiananmen war Chinas neuer Ministerpräsident Li Keqiang zum ersten Mal in der BRD. Seine Gastgeber und sein Übersetzer von damals erinnern sich an eine umstrittene Reise.

    Chinas Premier: Li Keqiang besuchte vor mehr als 20 Jahren in der BRD - SPIEGEL ONLINE
    Es geht längst nichtmehr nur um politisch-freundschaftliche Kontakte. Es geht darum wer, wann, wieviel Profit aus wirtschaftlicher Kungelei ziehen kann! Grenzen dicht, keine Investitionen in Europa/Deutschland in größerem Umfang zulassen! Kein Technologietransfer als Gegenleistung für Handel oder Firmeneröffnung China durch deutsche Unternehmen. Entwicklung, Forschung und Produktion zu unseren Preisen in Europa und Verkauf nach China! So profitieren wir alle. Sonst nur ein gaaaaaaanz kleiner Teil Investoren oder Spitzenmanager! Die Bibel sagt es schon: Auge um Auge, Zahn um Zahn!
  2. #2

    Wir sind nicht Lehrmeister der Welt

    In einer Welt, die von Informationen kaum abzuschotten ist, leben wir einfach so, wie wir es für gut und richtig finden, ohne andere Nationen Lehrmeister sein zu wollen. Wir haben doch eine natürliche Autorität, weil es uns gut geht und wir große Freiheit genießen. Welcher Mensch würde das nicht auch genießen wollen? Autoritäre Regime werden sich letztlich nicht dagegen stemmen können.
    Es wird ein gutes Ende geben mit der Menschheit - wenn sie überlebt.
  3. #3

    es gibt kein richtiges leben im falschen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ""Es sei "davon abzuraten", so Li Keqiang, "bei Meinungsverschiedenheiten andere am eigenen Maßstab zu messen oder gar anderen die eigene Meinung aufzuzwingen"".
    sagt einer, dem offensichtlich nicht davon abzuraten ist, anderen bei meinungsverschiedenheiten den eigenen maßstab per gewehr und panzer mit tödlichem nachdruck aufzuzwingen.

    dieser fundamentale moralische widerspruch bleibt, der durch keine kadergeschulte rabulistische rhetorik eines karriereapparatschiks aufzulösen ist.
    auch wenn ihm unser welterklärer, helmut schmidt, scheinbar zur seite springt, wenn dieser behauptet, das postulat der allgemeinen menschenrechte sei allein eine "westliche idee", die man den chinesischen (machthabern!?) menschen "nicht aufzwingen" dürfe.
    dabei lässt schmidt unerwähnt, dass es gerade der chinesische philosoph peng-chun chang war, der maßgeblich an der formulierung der un-deklaration 1948 beteiligt war.
  4. #4

    "it's the economy stupit"

    Zitat von Niamey Beitrag anzeigen
    Es geht längst nicht mehr nur um politisch-freundschaftliche Kontakte.
    Es geht darum wer, wann, wie-viel Profit aus wirtschaftlicher Kungelei ziehen kann!
    Grenzen dicht, keine Investitionen in Europa/Deutschland in größerem Umfang zulassen!
    Kein Technologietransfer als Gegenleistung für Handel oder Firmeneröffnung in China durch deutsche Unternehmen.
    Entwicklung, Forschung und Produktion zu unseren Preisen in Europa und Verkauf nach China!
    So profitieren wir alle. Sonst nur ein gaaaaaaanz kleiner Teil Investoren oder Spitzenmanager!
    Die Bibel sagt es schon: Auge um Auge, Zahn um Zahn!
    sie haben recht, im verhältnis der staaten zu china geht es um drei wichtige aspekte:
    erstens die wirtschaft, zweitens die wirtschaft und drittens die wirtschaft.

    kann das kleine 80 millionen volk der deutschen der herrscherclique des 1,3 milliarden volkes der chinesen ernsthaft paroli bieten?
    wer hat den längeren atem im falle eines handelskrieges, wieviel prozent arbeitslosigkeit toleriert diese gesellschaft zugunsten der menschenrechte im "fernen" china?
    ich glaube, wenn es hart auf hart käme, eher keinen prozentpunkt mehr - das weiß auch mutti, die bald wiedergewählt werden will.
  5. #5

    the economy...

    "it's the economy stupid"

    Zitat von doofnuss Beitrag anzeigen
    sie haben recht
  6. #6

    Wen interessiert was Politiker reden,

    die Wirkung ihrer Arbeit ist doch viel entscheidender. Das konnten wir doch auch in unserem "demokratischen Europa" inzwischen oft genug lernen. Wie heißt das nochmal? Wahlversprechen! Li Keqiang wird mit Sicherheit die Innen wie auch Außenpolitik Chinas nicht so verändern, das sie uns zusagen wird. China will mit aller Macht das neue Welt-Imperium werden. Die Rohstoffquellen wie auch den Welthandel beherrschen. Die Zeit und ein vielleicht wachsender Wohlstand wird auch in China Veränderung bringen.
  7. #7

    Ich weiß nicht, wie Sie zu der Einschätzung kommen,

    Zitat von jayram Beitrag anzeigen
    die Wirkung ihrer Arbeit ist doch viel entscheidender. Das konnten wir doch auch in unserem "demokratischen Europa" inzwischen oft genug lernen. Wie heißt das nochmal? Wahlversprechen! Li Keqiang wird mit Sicherheit die Innen wie auch Außenpolitik Chinas nicht so verändern, das sie uns zusagen wird. China will mit aller Macht das neue Welt-Imperium werden. Die Rohstoffquellen wie auch den Welthandel beherrschen. Die Zeit und ein vielleicht wachsender Wohlstand wird auch in China Veränderung bringen.
    Li Keqiang werde mit Sicherheit die Innen wie auch Außenpolitik Chinas nicht so verändern, das sie uns zusagen wird, jayram.

    Mit der Entwicklung Chinas in den letzten 10 Jahren, also während der Dienstzeit von Hu und Wen, bin ich eigentlich recht zufrieden.

    Und ich sehe keinen Grund für Li und Xi, an der friedlichen Ausrichtung der Volksrepublik viel zu ändern.

    Gegen eine Straffung der Disziplin innerhalb der Partei können Sie doch auch nichts einzuwenden haben, oder?
  8. #8

    Eine Frage der Sichtweise

    Da haben wir sehr unterschiedlche Ansichten und Wahrnehmung. In Deutschland kann ich mich krtisch bis zum bissigen Spot über die Regierung äussern und komme dafür nicht ins Gefängnis. Wird sich das unter Li Keqiang ändern. Möchte nur an Ai Wei Wei erinnern.
    Zitat von laolu Beitrag anzeigen
    Li Keqiang werde mit Sicherheit die Innen wie auch Außenpolitik Chinas nicht so verändern, das sie uns zusagen wird, jayram.

    Mit der Entwicklung Chinas in den letzten 10 Jahren, also während der Dienstzeit von Hu und Wen, bin ich eigentlich recht zufrieden.

    Und ich sehe keinen Grund für Li und Xi, an der friedlichen Ausrichtung der Volksrepublik viel zu ändern.

    Gegen eine Straffung der Disziplin innerhalb der Partei können Sie doch auch nichts einzuwenden haben, oder?
  9. #9

    Ihr Witz über die westliche Demokratie

    Zitat von jayram Beitrag anzeigen
    Da haben wir sehr unterschiedlche Ansichten und Wahrnehmung. In Deutschland kann ich mich krtisch bis zum bissigen Spot über die Regierung äussern und komme dafür nicht ins Gefängnis. Wird sich das unter Li Keqiang ändern. Möchte nur an Ai Wei Wei erinnern.
    Ja, Sie können sich sehr kritisch über die deutsche Regierung äußern, aber diese Regierung wird sich nicht für Ihre Meinung interessieren, auch wenn sie noch so richtig ist. Diese Regierung bedient zuerst die Interessen des Großkapitals, das seinerseits dafür über die Medien dafür sorgt, dass Sie die richtigen Leute aus den schwarz-gelb-rot-grünen Parteien wählen, die im Prinzip, von Nuancen abgesehen, alle das Gleiche machen. Das nennt sich dann Demokratie, und alle, die die Macht des Großkapitals irgendwie einschränken und regulieren wollen, werden als Antidemokraten und Menschenrechtsfeinde diffamiert. So ergeht es insbesondere auch der chinesischen kommunistischen Partei mit ihren eigenen Zielen und Absichten zur Stärkung der Volksdemokratie und der Menschenrechte auf demokratische Mitwirkung, auf Arbeit, Bildung, Kultur, medizinische Versorgung etc.