Wahlkampf in Iran: Der Hipster unter den Hardlinern

APTreue Anhänger des Ajatollah dürfen antreten, Reform-Kandidaten haben Hausarrest: Irans Wächterrat ist bei der Entscheidung, wer zur Präsidentschaftswahl antreten darf, kein Risiko eingegangen. Für eine Überraschung könnte einer der Hardliner gut sein - der Bürgermeister Teherans.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-901171.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Treue Anhänger des Ajatollah dürfen antreten, Reform-Kandidaten haben Hausarrest: Irans Wächterrat ist bei der Entscheidung, wer zur Präsidentschaftswahl antreten darf, kein Risiko eingegangen. Für eine Überraschung könnte einer der Hardliner gut sein - der Bürgermeister Teherans.

    Wahl in Iran: Der Bürgermeister Teherans zählt zu den Favoriten - SPIEGEL ONLINE
    Man hält es nicht für möglich, stellen die Iraner jemanden für die Wahl auf der uns nicht gefällt.Genauso wie in Russland Putin... und so weiter und so weiter.
    Dabei gibt es doch gute Beispiele wie es gemacht werden sool. Z.B. bei der sogenannten "freien Armee Syriens" dort wurde ein Syrer gewählt mit amerikanischen Pass.
    Wann lernen diese Staaten endlich wie wir es haben wollen!
    Aber zur Not gibt es ja noch die Amerikaner und die NATO.
  2. #2

    Vergessen

    Vergessen (Absicht) wurde zu erwähnen, dass der besagte
    Bürgermeister an blutige Unterdrückung der Studenten nach
    Wahlmanipulationen im 2009 als Befehlshaber eine eminent
    wichtige Rolle spielte und sich Pluspunkte beim "obersten
    dümmsten Führer" sammelte !
  3. #3

    Zitat von juerler@saxonia.net Beitrag anzeigen
    Man hält es nicht für möglich, stellen die Iraner jemanden für die Wahl auf der uns nicht gefällt.Genauso wie in Russland Putin... und so weiter und so weiter.
    Dabei gibt es doch gute Beispiele wie es gemacht werden sool. Z.B. bei der sogenannten "freien Armee Syriens" dort wurde ein Syrer gewählt mit amerikanischen Pass.
    Wann lernen diese Staaten endlich wie wir es haben wollen!
    Aber zur Not gibt es ja noch die Amerikaner und die NATO.
    Das dies nichts mit einer normalen Wahlaufstellung zu tun hat ist ihnen doch hoffentlich klar?
    Dort entscheidet ein wer von seinen Untergebenen in den nächsten 4-8 Jahren eventuell sein Sprachrohr sein darf, dass iranische Volk darf dann nur noch zwischen Pest und Cholera "wählen".
  4. #4

    Noch irgendwer zuhause?

    Zitat von juerler@saxonia.net Beitrag anzeigen
    Man hält es nicht für möglich, stellen die Iraner jemanden für die Wahl auf der uns nicht gefällt.Genauso wie in Russland Putin... und so weiter und so weiter.
    Dabei gibt es doch gute Beispiele wie es gemacht werden sool. Z.B. bei der sogenannten "freien Armee Syriens" dort wurde ein Syrer gewählt mit amerikanischen Pass.
    Wann lernen diese Staaten endlich wie wir es haben wollen!
    Aber zur Not gibt es ja noch die Amerikaner und die NATO.
    Was soll denn das bedeuten? Darf man sich keine Gedanken mehr machen wer ein Land regieren wird was vor allem durch atomare Aufrüstung und massive Menschenrechtsverletzungen auffällt? Klar die Kandidaten müssen uns nicht gefallen und klar wird hier niemand was daran ändern können.
    Dass in die syrischen Rebellen einen Amerikaner als Anführer gewählt haben ist nicht wirklich verwunderlich. Schliesslich sind es die USA in denen die meisten Auswanderer leben die politisch und etnisch verfolgt werden, warum wohl? Wohin setzt sich denn die Intelligenz ab wenn sie in einem Land massiv unterdrückt wird? Das ist eben der sogenannte "böse" Westen!
  5. #5

    Plutokratie versus Theokratie

    Es gibt viele Methoden, wie sich eine herrschende Schicht, die sogenannte "Elite", die Macht sichern kann. In den USA geht es über das Hiflsmittel Geld, so hat alleine der letzte Präsidentschafts-"Wahlkampf" 6 Mrd. USD gekostet hat, ohne den Aufwand für einen Parlamentssitz hinzuzurechnen. Im Iran ist das Machterhaltungssystem etwas günstiger, mittels Zulassung durch den Wächterrat. Ob Plutokratie oder Theokratie, dies entscheidet sich schliesslich anhand der lokalen Machtstruktur der "Eliten".
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Treue Anhänger des Ajatollah dürfen antreten, Reform-Kandidaten haben Hausarrest: Irans Wächterrat ist bei der Entscheidung, wer zur Präsidentschaftswahl antreten darf, kein Risiko eingegangen. Für eine Überraschung könnte einer der Hardliner gut sein - der Bürgermeister Teherans. ... Im Wahlkampf will Ghalibaf nun zwei Extreme repräsentieren: der effiziente, moderne Macher, der bei der Jugend gut ankommen könnte, und der Mann der Sicherheit, mit dem er die Konservativen für sich gewinnen will. Je nachdem, wie gut ihm der Spagat gelingt, könnte er für eine Überraschung gut sein.


    Wahl in Iran: Der Bürgermeister Teherans zählt zu den Favoriten - SPIEGEL ONLINE
    Ich hab gerade mal den Wikipedia-Artikel „Austrofaschismus“
    http://de.wikipedia.org/w/index.php?...strofaschismus

    angelesen und finde, dass sich da etliche Parallelen zum heutigen Iran anbieten. (Jedenfalls zu den Dingen, die uns von dort bekannt werden.)
  7. #7

    optional

    Sicherlich ist die Aufstelleung/Zulassung der Kandidaten wenig demokratisch. Wie ist es aber mit dem Programm? Woher wissen wir wie Ghalibaf später regieren wird, wenn er denn gewinnt? Schauen wir doch mal in die USA und erinnern uns an das was dortige Kandidaten, nicht nur Republikaner gefordert haben, etwa das Abtreibungsverbot, einen Angriff auf den Iran usw. Was ist denn von Obamas geheucheltem Friedensgerede übrig, nach annähernd 80.000 Toten in Libyen, Syrien, Mali als Folge seiner "Friedensploitik"? Über seine Verantwortung redet niemand, aber das Märchen von der iranischen Atombombe wird weitererzählt und die Republikaner drängen ihn dazu zuhandeln?! Also, warten wir doch erstmal die Wahl im Iran ab und unterhalten uns dann auf gleicher Augenhöhe mit dem Iran, statt die Iraner mit Märchen, Drohungen und Sanktionen von ihren Rechten abzuhalten, die ihnen völkerrechtlich und nach IAEO-Statut zustehen.
  8. #8

    Zitat von jurawel Beitrag anzeigen
    Sicherlich ist die Aufstelleung/Zulassung der Kandidaten wenig demokratisch. Wie ist es aber mit dem Programm? Woher wissen wir wie Ghalibaf später regieren wird, wenn er denn gewinnt? Schauen wir doch mal in die USA und erinnern uns an das was dortige Kandidaten, nicht nur Republikaner gefordert haben, etwa das Abtreibungsverbot, einen Angriff auf den Iran usw. Was ist denn von Obamas geheucheltem Friedensgerede übrig, nach annähernd 80.000 Toten in Libyen, Syrien, Mali als Folge seiner "Friedensploitik"? Über seine Verantwortung redet niemand, aber das Märchen von der iranischen Atombombe wird weitererzählt und die Republikaner drängen ihn dazu zuhandeln?! Also, warten wir doch erstmal die Wahl im Iran ab und unterhalten uns dann auf gleicher Augenhöhe mit dem Iran, statt die Iraner mit Märchen, Drohungen und Sanktionen von ihren Rechten abzuhalten, die ihnen völkerrechtlich und nach IAEO-Statut zustehen.
    Mit dem Iran IST über 30 Jahre geredet worden. Selbst Terroranschläge und Morde von iranischen Oppositzionellen in Wien oder Berlin durch Schergen des Regimes konnten diese Gespräche nicht unterbrechen. Die jetzige Situation ist genau die Folge von diesen Gesprächen.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Treue Anhänger des Ajatollah dürfen antreten, Reform-Kandidaten haben Hausarrest: Irans Wächterrat ist bei der Entscheidung, wer zur Präsidentschaftswahl antreten darf, kein Risiko eingegangen. Für eine Überraschung könnte einer der Hardliner gut sein - der Bürgermeister Teherans.

    Wahl in Iran: Der Bürgermeister Teherans zählt zu den Favoriten - SPIEGEL ONLINE
    Recht unterhaltsam die Reihe von Spon-Artikel über die gecasteten Kandidaten-Darsteller und den simulierten Wahlkampf bei den iranischen Präsidentschaftswahlen. Allerdings, sollte nicht der geringste Anschein erweckt werden, dass es einen Unterschied macht, ob am Ende ein Hipster im feinen Zwirn, ein ältlicher Turbanträger oder jemand wie Achmedinejad, dessen Kleidung offensichtlich von Kleiderspenden des Roten Kreuzes stammt, im Iran den Präsidenten machen darf. Das Sagen hat der Oberste Religionsführer und der Geheimbund der sich Wächterrat nennt. Das war so, und bleibt auch so, jedenfalls solange dieses satanische Mullahsystem existiert.