Gewalt am Arbeitsplatz: "Man sollte sehen, dass man wegkommt"

TMNSchlagen, kratzen, beißen - Attacken und Übergriffe sind in Risikojobs nicht selten. In Trainings lernen Busfahrer, Verkäufer oder Krankenschwestern, brenzlige Situationen zu meistern. Deeskalation mit kühlem Kopf ist gut, manchmal aber hilft nur noch eines: nichts wie weg.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-900578.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deeskalation mit kühlem Kopf ist gut, manchmal aber hilft nur noch eines: nichts wie weg.
    Och leute das ist doch nicht neu!
    Nichts wie weg und blos nicht helfen denn dann warten auf einen lustige Anzeigen und harte Strafen.
    Täterschutz geht vor Opferschutz und das ist auch gut so, wäre ja noch schöner.
  2. #2

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schlagen, kratzen, beißen - Attacken und Übergriffe sind in Risikojobs nicht selten. In Trainings lernen Busfahrer, Verkäufer oder Krankenschwestern, brenzlige Situationen zu meistern. Deeskalation mit kühlem Kopf ist gut, manchmal aber hilft nur noch eines: nichts wie weg.

    Gewalttätige Übergriffe am Arbeitsplatz - SPIEGEL ONLINE
    Wer sich nicht mit Händen und Füßen verteidigen kann, sollte sich legale Abwerhwaffen wie Pfefferspray und Taser kaufen. Wer z. B. als Busfahrer/in nicht auf solche Hilfsmittel zurück greift, handelt fahrlässig denn es kann einem immer und überall etwas passieren und besonders die Nachtfahrten, wo man die skurilsten Gestalten durch die Gegend fährt, muss man immer mit Übergriffen rechnen.
  3. #3

    Zitat von hansmaus Beitrag anzeigen
    Och leute das ist doch nicht neu!
    Nichts wie weg und blos nicht helfen denn dann warten auf einen lustige Anzeigen und harte Strafen.
    Täterschutz geht vor Opferschutz und das ist auch gut so, wäre ja noch schöner.
    Aha. Wenn sie also in ihrem Beruf angegriffen werde, würden sie sich selbst nicht helfen sondern davon laufen. Wobei, Moment, genau das rät ja auch der Artikel.

    Also... was genau wollen sie uns eigentlich bezogen auf den Artikel sagen?
  4. #4

    Die Würde des Busfahrers

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schlagen, kratzen, beißen - Attacken und Übergriffe sind in Risikojobs nicht selten. In Trainings lernen Busfahrer, Verkäufer oder Krankenschwestern, brenzlige Situationen zu meistern. Deeskalation mit kühlem Kopf ist gut, manchmal aber hilft nur noch eines: nichts wie weg.

    Gewalttätige Übergriffe am Arbeitsplatz - SPIEGEL ONLINE
    Dieses Training ist sicherlich eine gute Sache. Trotzdem finde ich, dass man es sich zu einfach macht und diese Berufsgruppen mit ihren Problemen alleine lässt.

    Auch ein Sachbearbeiter im Jobcenter oder ein Busfahrer hat eine Grundgesetzlich geschützte Würde und muss sich nicht beschimpfen, beleidigen, bespucken oder gar schlagen lassen. Auch solche Leute haben mal Probleme im privaten Bereich, fühlen sich schlecht und dann entgehen ihnen vielleicht die drohenden Anzeichen eine aggressiven Kunden. Aber dann sind sie ja selber schuld.
  5. #5

    optional

    Mehrere Jahre des Nachts als Taxler in München haben auch mir die Lust auf diesen Beruf genommen. Als Katalysator für Aggression dient immer wieder die Volksdroge Alkohol. Die Folge von Frustration und Perspektivlosigkeit ist dann eben immer öfter nackte Gewalt, besonders bei den Jungen. Polizisten und Zugschaffner können dies sicher bestätigen. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, daß die Polizei bei einfachen Körperverletzungen oder kleinen Sachbeschädigungen nur sehr unwillig hilft, wenn überhaupt.
  6. #6

    Ist doch auch verständlich.

    Ist doch auch verständlich. Ich habe an mir auch die Erfahrung gemacht, dass ich die Schaffner anschnauze, wenn die dritte Bahn nach zwei Streikausfällen dann proppevoll ist und man dann die Monatskarte vorzeigen soll.

    Gemäß der Durchsage an den Bahnhöfen "Dieser und der nächste Zug fallen streikbedingt aus. Nehmen Sie alternative Verkehrsmittel." (toll, also darf man das Auto nicht abschaffen) kommt dann von mir "Streikbedingt entfällt jetzt das Vorzeigen meines Fahrscheins.". Aber inzwischen haben die auch begriffen, dass das eine Provokation ist und bei massiver Verspätung zzgl. Zugausfällen erfolgt dann i.d.R. keine Kartenkontrolle mehr (Metronom).

    Ich glaube auch nicht, dass Übergriffe weniger werden, wenn gleichzeitig immer neue Gesetze erlassen oder verschärft werden und man die Polizei dann zum Abkassieren losschickt. Könnte ich mir in Zukunft auch vorstellen, dass ich dabei völlig ausraste, wenn sich auf einer Radtour auf einsamer Waldstrecke mir plötzlich ein Polizist in den Weg stellt, der mir ein Bußgeld wegen Nichtragen eines Styroporhütchens abknöpfen will.
  7. #7

    Dr.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schlagen, kratzen, beißen - Attacken und Übergriffe sind in Risikojobs nicht selten. In Trainings lernen Busfahrer, Verkäufer oder Krankenschwestern, brenzlige Situationen zu meistern. Deeskalation mit kühlem Kopf ist gut, manchmal aber hilft nur noch eines: nichts wie weg.

    Gewalttätige Übergriffe am Arbeitsplatz - SPIEGEL ONLINE
    Seit mir vor Jahren aus nichtigem Grund gegen den Kopf getreten(!) wurde, habe ich mir ein Pfefferspray zugelegt. Ich beherrsche zwar rudimentäre Kenntnisse im Kampfsport, bin aber eher eine dünne, kleine Person. Aus diesem Grund habe ich seit zig Jahren ein Pfefferspray dabei, sobald ich die Haustür verlasse (Ausnahmen sind Fußball oder andere Großereignisse, bei denen es verständlicherweise ohnehin abgenommen werden würde). Hierbei kann ich nur Pfefferspray mit Flüssigstrahl empfehlen, da es gezielter eingesetzt werden kann. Das Pfefferspray aus der Apotheke nebelt zu sehr und ist bei Wind geradezu nutzlos. Ich empfehle jedem, der sich sowas zulegt, es vorher auf freier Fläche ohne jemanden zu gefähren, die Sprüheigenschaft zu überprüfen. Es hilft böse Überraschungen im Ernstfall zu vermeiden.

    Ernstfälle gab es seitdem zwar einige, ließen sich jedoch allesamt OHNE Pfefferspray lösen (Vorher sollte man aber auch ALLES erdenkliche ausschöpfen, da man sich sonst strafbar macht). Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich immer aktiv einschreite, wenn ich Gewalt sehe oder stelle mich zwischen Personen, bei denen es gleich losgehen könnte. So geschehen auf einer Zufahrt bzgl. Schaffner/Kunde und alkoholisierten Pennern, die sich ka warum an die Gurgel gingen. Alles war bisher verbal zu lösen, dennoch möchte ich diese Sicherheit nicht mehr missen...
  8. #8

    Dr.

    Zitat von 3-plus-1 Beitrag anzeigen
    Ist doch auch verständlich. Ich habe an mir auch die Erfahrung gemacht, dass ich die Schaffner anschnauze, wenn die dritte Bahn nach zwei Streikausfällen dann proppevoll ist und man dann die Monatskarte vorzeigen soll.

    Gemäß der Durchsage an den Bahnhöfen "Dieser und der nächste Zug fallen streikbedingt aus. Nehmen Sie alternative Verkehrsmittel." (toll, also darf man das Auto nicht abschaffen) kommt dann von mir "Streikbedingt entfällt jetzt das Vorzeigen meines Fahrscheins.". Aber inzwischen haben die auch begriffen, dass das eine Provokation ist und bei massiver Verspätung zzgl. Zugausfällen erfolgt dann i.d.R. keine Kartenkontrolle mehr (Metronom).

    Ich glaube auch nicht, dass Übergriffe weniger werden, wenn gleichzeitig immer neue Gesetze erlassen oder verschärft werden und man die Polizei dann zum Abkassieren losschickt. Könnte ich mir in Zukunft auch vorstellen, dass ich dabei völlig ausraste, wenn sich auf einer Radtour auf einsamer Waldstrecke mir plötzlich ein Polizist in den Weg stellt, der mir ein Bußgeld wegen Nichtragen eines Styroporhütchens abknöpfen will.
    Sie haben eindeutig Probleme Stress zu bewältigen. Ich glaube nicht, dass Sie ein Aggressionsproblem haben, sondern eher die verständliche Wut die dabei aufkommt, anständig zu kanalisieren. Wenn Sie sich ein austicken vorstellen können, können Sie es auch vorab in den Griff kriegen.
  9. #9

    an Frubi

    weder Taser sind legal noch darf man Pfefferspray gegen Menschen anwenden. Mal weniger US Serien gucken und lieber mal ein paar §§