Aktionärstreffen in Frankfurt: Deutsche Bank sucht ihre Leitkultur

DPASeit einem Jahr sind Anshu Jain und Jürgen Fitschen bei der Deutschen Bank an der Macht. Sie haben einen Kulturwandel versprochen, doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Die Topmanager mühen sich redlich, nur: Das öffentliche Bild des Konzerns ist so schlecht wie selten zuvor.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-901307.html
  1. #1

    Darf bezweifelt werden

    Das die DB eine neue "Leitkultur" sucht darf ernsthaft bezweifelt werden. An der Spitze steht ein Ultra-Zocker dem es um Gewinnmaximierung geht und bestimmt nicht um ethisches oder moralisches Handeln. Alles was bisher kommt, sind Nebelkerzen, warum sollten sonst selbst die eigenen MA das ganze Thema als "von oben " verordnetes Gelaber abtun...
  2. #2

    wie sich das Image ändern soll ist mir ein Rätsel. Die kompromisslose Fixierung auf den Maximalgewinn lässt da keinen Spielraum. Kunden gnadelos abzocken, Unerhörte Managergehälter, Geschäfte mit dnn krummsten Typen, Geld in Steueroasen.... und nicht zu letzt die unerträgliche Arroganz Thema "Penuts"... Tja wie sllen die dabei noch dad Image verbessern?
  3. #3

    Kulturwandel?

    Bei der DB heißt das: Slogan ausrufen, dem Ganzen in einen neuem Hochglanzprospekt Farbe geben; ansonsten weiter wie bisher nur anders darüber reden. Die können gar nicht anders, als sie sind!!!
  4. #4

    Die passende.....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit einem Jahr sind Anshu Jain und Jürgen Fitschen bei der Deutschen Bank an der Macht. Sie haben einen Kulturwandel versprochen, doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Die Topmanager mühen sich redlich, nur: Das öffentliche Bild des Konzerns ist so schlecht wie selten zuvor.

    Deutsche Bank sucht auf Jahreshauptversammlung Leitkultur - SPIEGEL ONLINE
    ....Leitkultur für die DeuBa ist dermaßen naheliegend das die news bzgl. Suche abwegig ist und Zweifel am Orientierungssinn der Bankster aufkeimen läßt, jedenfalls formal.

    "Lug und Trug", ein äußerst effizientes Geschäftsmodell, die Leitkultur schlechthin mit Renditemöglichkeiten wie von Ackermann avisiert. Alles in feinem Zwirn und adretter Verschreibung verkapselt und mit offenem Messer ausgeführt.

    Man beachte die DeuBa-Offenbarungen seit der Lehman-Pleite!
  5. #5

    Leitkultur?

    Schlage vor erstmal die Menschen zu entschädigen die in den letzten 10 Jahren betrogen und beschi...en wurden, die vor Gericht wegen lügender Bankmitarbeiter gescheitert sind und ihr ganzes Geld wegen windiger und illegaler Geschäftspraktiken verloren haben....erst dann kann man von einer Änderung einer "Leitkultur" sprechen...aber das wird natürlich nicht passieren...deshalb wird das Synonym des Banksters weiterhin in der Gesellschaft verbleiben...vielleicht auch ganz gut so....trau keinem Banker weiter als du sehen kannst....am besten gar nicht.
  6. #6

    Vorschlag

    den angerichteten Schaden wieder gutmachen.
    Dann sehen wir weiter.
  7. #7

    Die Bank, Laos, Cambodia und Vietnam...

    ...haben in Suedostasien erst neulich einen langen und viel gelesenen Bericht produziert. Dabei geht es um ein Vietnamesisches Firmenkonglomerat, dass den Farmern auf dem Land in Cambodia und Laos die Felder abnimmt (fuer die es keine Landtitel gibt) um darauf Kautschukplantagen anzulegen. Die Gelder des Konsortiums kommen von der Weltbank, der ADB und eben - der Deutschen Bank. Mag sein dass der Artikel tendenzioes ist und andere Banken viel tiefer in die Machenschaften in der Region verstrickt sind - spaetestens nachdem Wachleute des Kautschukkonzerns ein junges Maedchen erschossen haben, ist der Name Deutsche Bank in meiner Umgebung erneut mit einem sehr schlechten Ruf belegt. Letztlich muessen die Verantwortlichen wohl ein wenig genauer darauf schauen mit wem sie in den Entwicklungslaendern Geschaefte machen...
  8. #8

    optional

    Die Dokumentation war wichtig und hilfreich, die eigene Ausgangslage beim Bankbesuch zu überdenken: Man ist nicht Kunde, der Beraten wird, sondern potenzieller Käufer. Der Vergleich mit Gebrauchtwagenhandel war gut, hier gibt es eine Garantie. Bei Finanzprodukten nicht.
  9. #9

    Hungermarsch!

    Wie zynisch kann man eigentlich sein, wenn man als Chef eines Bankhauses, das trotz großer öffentlicher Kritik an der Spekulation mit Nahrungsmitteln festhält und dadurch den tatsächlichen Hunger in der Welt ausweitet ... wie kann man da sagen "der Hungermarsch sei beendet", weil man wieder ein paar Milliarden Gewinne einfährt?

    Mir fehlen die Worte .... hoffentlich fliegt Herrn Jain sein "beendeter Hungermarsch" noch saftig um die Ohren.
    Hätte für mich auf jeden Fall das Zeug zum Unwort des Jahres!