Reue nach Keynes-Kritik: "Ein dummer Angriff auf Kinderlose und Homosexuelle"

APNiall Ferguson macht einen Rückzieher: Der britische Historiker hatte dem Ökonomen John Maynard Keynes vorgeworfen, nicht langfristig gedacht zu haben, weil er schwul war und keine Kinder hatte. Die Empörung war groß. Im Interview entschuldigt er sich und spricht über sein neues Buch.

Niall Ferguson im Interview - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Ordentliche Industrie statt Finanzmurks

    Jahrelang wurde weltweit das Banken- und Finanzwesen als kommende Stütze der Volkswirtschaften gefördert. Tatsächlich ist die Branche nur heiße Luft und längst sind Banken teure Krebsgeschwüre. Banken global dicht machen und innovative Jobs für die Menschen - dann klappts auch mit stabileb Euro und geringen Staatsschulden
  2. #2

    Euro und Europa

    Fergusons Analyse der augenblicklichen Lage im Euro-Eaum scheint mir richtig zu sein.
    1. Die Löhne im Süden Europas sind um ca. 30-40 % zu hoch im Vergleich zur Produktivität , um wettbewerbsfähig zu sein
    2. Die Strukturerhaltungspolitik behindert Reformen und Innovationen
    3. Korruption und Bürokratie behindern die Wirtschaft
    4. Das Bildungssystem ist zu ineffizient ( s.-Italien)
    5.Der Süden sollte den Euro verlassen, um auf dem Wege der Abwertung wieder konkurrenzfähig zu werden. Dieswen Vorgang - Abwertung - hat die Türkei 2001 vollzogen und ist nun erfolgreiche Macht
  3. #3

    Äh?!

    Muss man jetzt das Buch kaufen, um ein paar Fakten und sinnhafte Theorien zu erfahren? Irgendwie gehen mir diese Meinungsplatitüden speziell von sogenannten Fachleuten allmählich gegen den Strich. Mit diesen Aussagen lernt man nichts Neues und kann keine Schlüsse ziehen.

    Was bedeutet es denn, den Ausgleich im amerikanischen System auf Europa zu übertragen? Was muss eingerichtet werden? Was kostet es wen und wie lange? Was bringt es den Ländern in Europa im einzelnen und was bringt es für Europa insgesamt? Wer muss welche heiligen Kühe schlachten?

    Der Unwille in Deutschland und anderen europäischen Ländern ist doch nicht Gleichgültigkeit, Böswilligkeit oder was auch immer, sondern einfach die Angst, in ein Fass ohne Boden zu investieren und am Ende auch nackt dazustehen? Also, wo ist das europäische Businessmodell, wie rechnen sich die Investment und wie sieht die PaybackPeriod aus? Bitte mehrere Szenarien mit Eintrittswahrscheinlichkeiten!
    Wir wollen wissen, wofür wir uns anstrengen sollen ( und dass wir nicht die Einzigen sind) . Solange das fehlt: keine Leistung von mir- da bleib ich auf dem Egotripp!
  4. #4

    Solchenizyn lesen!

    Ferguson ist das peinliche Beispiel für einen Menschen, der vor der Reaktion des offiziellen Mainstreams einknickt und alles abschwört, was er glaubte und sagte. Man muss Solschenizyns Archipel GULAG gelesen haben, um zu verstehen, wie so etwas funktioniert und wohin das letztlich führt.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Niall Ferguson macht einen Rückzieher: Der britische Historiker hatte dem Ökonomen John Maynard Keynes vorgeworfen, nicht langfristig gedacht zu haben, weil er schwul war und keine Kinder hatte. Die Empörung war groß. Im Interview entschuldigt er sich und spricht über sein neues Buch.

    Niall Ferguson im Interview - SPIEGEL ONLINE
    LOL, mal ganz ehrlich: Jemand mit signifikant mehr als einer Hirnzelle kann doch nie im Leben zu so einem Kausalzusammenhang kommen?!?
  6. #6

    @ich bin der martin

    Haben sie ihre Moralvorstellung aus der Mottenkiste?
    Die Resourcen sind jetzt schon am Ende, jeden Tag sterben tier und Pflanzenarten aus weil der Mensch alles Lebensraum nimmt, in 25 Jahren hat sich die Erdbevölkerung verdoppelt. Das dümmste was wir jetzt machen können ist noch mehr Kinder zu produzieren.
  7. #7

    Erst Blödsinn reden...

    ...dann entschuldigen und bei der Gelegenheit gleich Werbung machen !

    Vieviel hat er dafür bezahlt ?
  8. #8

    Zitat von ich_bin_der_martin Beitrag anzeigen
    Wer keine Kinder hat, dessen Evolutionslinie stirbt aus. Sie brauchen sich keine Sorgen um ihren Nachwuchs zu machen, denn sie haben den Suizit ihre Blutlinie beschlossen.
    Sie tragen keinerlei Verantwortung für ein Weiterbestehen dieses Planeten.
    Also nur wer Kinder hat, trägt Verantwortung? Und der Rest kann sich benehmen wie die Sau, da keine Kinder? Weil man Verantwortung ausschließlich gegenüber dem eigenen Nachwuchs empfinden kann?

    Das erklärt zumindest, warum sich manche Leute in diesem Land gegenüber anderen so benehmen, wie sich sich benehmen. Ist ja nicht meine Verwandschaft, da kann ich mich verhalten wie die Axt im Walde. Tolle Einstellung!

    Deshalb können deren Entscheidungen auch bis an ihr Lebensende begrenzt werden.
    Dieses Verhalten ist zwar in vielen Ländern dieser Welt legal,
    dem Naturrecht wiederspricht es jedoch sehr....
    Es gibt kein "Naturrecht". Naturrecht ist erschaffen worden, um Atheisten einen göttlichen Bannhammer zu geben, obwohl sie Gott und Schöpfungslogik ablehnen. Es ist die areligiöse Form von "deus lo vult", und genauso irrational.
  9. #9

    @ich_bin_der_martin

    "Wer keine Kinder hat, dessen Evolutionslinie stirbt aus." Ich empfehle ihnen sehr, sich ein bisschen mehr mit Biologie zu beschaeftigen... Obwohl ich keine Kinder habe, lebt meine "Evolutionslinie" (was immer das auch genau sein mag - bei "Blutlinie" kriege ich das Schaudern...) in den Kindern meiner Geschwister und anderer Verwandter weiter. Es ist lustig immer wieder irgendwie "naturrechtlich" oder sonstwie in der Natur begruendete Aussagen zu lesen, die offensichtlich keinerlei Grundlegung in der Naturwissenschaft haben... Machen sie es Herrn Ferguson vielleicht nach und nehmen ihre Aussage zurueck?