Lästereien im Internet: Wie sich Jugendliche im Netz traktieren

CorbisIm Internet geht Beleidigen besonders leicht, doch was passiert dort? Das Bündnis gegen Cybermobbing hat Jugendliche, Eltern und Lehrer nach ihren Erfahrungen mit Gemeinheiten im Netz gefragt. Ein Ergebnis: Jeder fünfte Schüler hat schon einmal andere online runtergemacht.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...-a-900229.html
  1. #1

    Einen differenzierteren Blick ...

    ... bietet “Sticks and Stones -- Defeating the Culture of Bullying and Rediscovering the Power of Character and Empathy” von Emily Bazelon. Auch wenn die Fälle darin aus den USA sind, viele Aspekte von Bullying, grad das "Cybermobbing" oft "nur" das Bullying in der Schule fortsetzt, sind auch für Deutschland interessant.
  2. #2

    optional

    Das hat`s doch früher auch alles schon gegeben,vor dem Internet.
    Heute wird es eben öffentlich und jeder kriegt`s mit.
  3. #3

    optional

    Schüler sind Kinder. Diese Kinder werden mittlerweile an den meisten Schulen unter permanenten Druck gesetzt, immer mehr wie Dreck behandelt und hören auch den ganzen Tag, daß sie Dreck sind. Natürlich fein verpackt in wohlgewählte Worte.

    Das mündet eben in Respektlosigkeit, mangelnder Achtung vor dem Nächsten oder besser gesagt:
    Sie lassen eben bei jeder Gelegentheit den Frust dadurch raus, daß sie Andere eben noch dreckiger aussehen lassen.

    Da hilft keine Aufklärung, keine Scouts, da hilft nur der gesunde Menschenverstand beim Umgang mit Kindern. Für jedes Meerschweinchen gilt der Tierschutz, kleine Menschen darf man quälen. Traurig.
  4. #4

    mehr als fragwürdige Studie

    An dieser Studie ist sovieles offensichtlich faul, dass es nicht nur dem Fachmann auffallen sollte. Man muss sich nur einmal ansehen, wer diese Studie durchgeführt hat, wer sie finanziert hat (eine Versicherung, die eine Cybermobbing-Versicherung verkaufen will), dass Cybermobbing darin gar nicht definiert wird und die verwendeten Fragebögen nicht einsehbar sind. Ganz abgesehen davon: Zuerst hieß es, jeder 5. sei betroffen, heute war es dann noch jeder sechste, davon wiederum fühlten sich nur 20% "dauerhaft belastet". Da aber gerade Dauerhaftigkeit ein ganz entscheidendes Merkmal von Mobbing ist, bleibt unter dem Strich übrig, dass ein Fünftel von 17 %, also ca. 3,5 %, laut dieser Studie tatsächlich Opfer von Cybermobbing geworden sind, eine Zahl, die sich auch weitaus besser mit meiner Erfahrung im Schulalltag deckt als die reißerische Behauptung “jeder 5. wird im Internet gemobbt!”
    Details unter http://www.medien-sicher.de/2013/05/neue-studie-zu-cybermobbing-irrefuhrend (falls links hier erlaubt sind, ansonsten bitte löschen!
  5. #5

    Nur hatten

    Zitat von philip2412 Beitrag anzeigen
    Das hat`s doch früher auch alles schon gegeben,vor dem Internet.
    Heute wird es eben öffentlich und jeder kriegt`s mit.
    die Opfer außerhalb der Schule auch Zeit sich zu regenerieren; heute gibt es eine 24 Stunden Beschallung, ist schon ein Unterschied.
  6. #6

    in 40 Jahren . . .

    . . . wird unsere Schulpolitik sicherlich auf das Problem reagiert haben. Von wem sollen denn die Kinder gelernt habe, wie man sich im Netz benimmt? Vorbilder haben sie meistens nicht -- die meisten Eltern wissen ja auch nicht so genau was Facebook
  7. #7

    Vielen Dank für Ihren Beitrag!

    Zitat von medien-sicher Beitrag anzeigen
    An dieser Studie ist sovieles offensichtlich faul, dass es nicht nur dem Fachmann auffallen sollte. Man muss sich nur einmal ansehen, wer diese Studie durchgeführt hat, wer sie finanziert hat (eine Versicherung, die eine Cybermobbing-Versicherung verkaufen will), dass Cybermobbing darin gar nicht definiert wird und die verwendeten Fragebögen nicht einsehbar sind. Ganz abgesehen davon: Zuerst hieß es, jeder 5. sei betroffen, heute war es dann noch jeder sechste, davon wiederum fühlten sich nur 20% "dauerhaft belastet". Da aber gerade Dauerhaftigkeit ein ganz entscheidendes Merkmal von Mobbing ist, bleibt unter dem Strich übrig, dass ein Fünftel von 17 %, also ca. 3,5 %, laut dieser Studie tatsächlich Opfer von Cybermobbing geworden sind, eine Zahl, die sich auch weitaus besser mit meiner Erfahrung im Schulalltag deckt als die reißerische Behauptung “jeder 5. wird im Internet gemobbt!”
    Details unter Neue Studie zu Cybermobbing irreführend | medien-sicher.de (falls links hier erlaubt sind, ansonsten bitte löschen!
    Vielen Dank für Ihren Beitrag!
    Diese Information hätte ich eigentlich im Artikel erwartet.

    Auch die Jugendlichen müssen Diskussionen, Forenbeiträge, Argumentation erst lernen. Und dies ohne Herabsetzungen, Verdrehungen etc. Das können doch viele Erwachsene noch nicht, bzw. immer wieder nicht. Mich nehme ich davon keinesfalls aus.
    Das sollte man humorvoll hinnehmen: Niemals zuvor in der Weltgeschichte konnten Bürger sich so einfach und so prominent über alles austauschen. Die neue Meinungsfreiheit muss natürlich geübt werden, eine Diskussionskultur erst entstehen. Das ist ein unbearbeiteter Acker. Ja, und immer wieder wird es Beiträge geben, denen man ansieht, dass jemand einfach nur schlechte Laune hatte, cannabisiert oder betrunken war, zu müde oder unter dem Schock des gerade erhaltenen blauen Briefs steht etc. etc. Toleranz ist vonnöten.

    Die Versicherungen, Politiker und Konzerne, die Werber ... die werden so etwas natürlich aufbauschen und möchten gerne einen Klarnamenszwang einführen, damit der Bürger wieder brav wird.

    Lassen Sie uns stattdessen die mit den Internetforen gewonnene Meinungs- und Diskutierfreiheit kultivieren und feiern!
  8. #8

    Zitat von philip2412 Beitrag anzeigen
    Das hat`s doch früher auch alles schon gegeben,vor dem Internet.
    Heute wird es eben öffentlich und jeder kriegt`s mit.
    Deswegen ist es heute auch viel schlimmer als früher.
  9. #9

    Mobbing im Internet

    Das Thema läuft gerade in der Schule meiner Tochter. Es handelt sich um eine Kath. Schule. Die Aufnahme hatte man davon abhängig gemacht,dass sie getauft wird.

    Ich merkte bei meiner Tochter Veränderungen an ihrem Körper und an ihren Essgewohnheiten. Sie wurde furchtbar nervös, blaß und ass sehr unregelmäßig, vielfach überhaupt nicht mehr.

    Gott sei Dank konnte ich mit Hilfe meiner Tochter die Ursachen finden. Da diese Internet Plattform sich weigerte mir zu helfen, habe ich einen Profi Anwalt für Internetrecht beauftragt. Das Ergebnis war so gut, dass ich diesen jungen Mann verklagen konnte und dieser verurteilt wurde.

    Viele denken, sie können sich hinter der Internet Anonymität gefahrlos verstecken und andere denunzieren, lügen und beleidigen.