Kauftipps für unterwegs: Das perfekte Rad für die Reise

Riese und Mu¿ller Stahl oder Aluminium? Ketten- oder Nabenschaltung? Wer das ideale Rad für eine längere Reise sucht, muss viele schwere Entscheidungen treffen. Hier finden Sie Kauftipps für Drahtesel, die viel mitmachen - vom Donauradweg bis hin zur Weltumrundung.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-899521.html
  1. #1

    Reiseräder?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Stahl oder Aluminium? Ketten- oder Nabenschaltung? Wer das ideale Rad für eine längere Reise sucht, muss viele schwere Entscheidungen treffen. Hier finden Sie Kauftipps für Drahtesel, die viel mitmachen - vom Donauradweg bis hin zur Weltumrundung.

    Urlaub im Sattel: Das perfekte Rad für die Reise - SPIEGEL ONLINE
    Was mir auffällt ist, dass man offensichtlich vom klassischen Reiserad mit seinem langen Hinterbau abgekommen ist. Bei den gezeigten Rahmen handelt es sich um mehr oder weniger modifizierte Moutainbikerahmengeometrien mit kurzem Hinterbau.
    Um dabei aber die jetzt fehlende Fersenfreiheit zu bekommen, befinden sich die hinteren Packtaschen nun zum großen Teil oder vollständig hinter der Hinterachse, statt darüber/davor.
    Das ergibt zwar kurze kompakte Rahmen, hat aber deutliche Nachteile.
    Die Stellen, an denen der Gepäckträger befestigt sind und auch der Gepäckträger selbst werden dabei stärker durch seitlichen Schwingungen belastet, als wenn man bei der alten Form des Randonneurrahmen geblieben wäre. Wobei man dann auch für den Gepäckträger nicht solch dicke Rohre gebraucht hätte.
    Auch anderes halte ich für nicht ausreichend durchdacht.
    Die Fronttaschen z.B. bei dem Rad auf Bild 2 werden sich zum großen Teil vor der Vorderachse befinden, das macht die Lenkung sehr leicht und unsicher (das Gepäck lenkt mit). Würde man die Lowrider nach hinten kippen und sich damit der Schwerpunkt des Gepäcks hinter der Vorderachse befinden, liefe das Rad wie auf Schienen. Auch da würden dann dünnere Rohre genügen.

    Und dass irgend ein Dorfschmied einen gebrochenen Alurahmen wird instandsetzen können, oder ein Mechaniker unterwegs die im Rahmen eingebaute Schaltung, bezweifle ich doch sehr.
  2. #2

    Alles Beutelschneiderei

    Die meisten dieser sogenannten "Expeditionsräder" fahren kaum weiter als zum nächsten Biergarten. Als Studentin habe ich in den 90ger Jahren meine Fahrradreisen auf einem alten Oparad gemacht. Selbstgefrickelte Säcke aus LKW-Plane und eine Rolle aus PVC-Folie für Zelt und Schlafsack auf dem Gepäckträger.
    Einmal musste ich mir in Kenia den Rahmen schweißen lassen, weil er gebrochen war.

    Ich mache heute noch gerne Radreisen. Ein Rad von der Stange tuts auch. Ich nehme am liebsten robuste Stahlrahmen und eine Einfachgangschaltung ähnlich wie beim neueren Schweizer Armeerad. 7 Gänge sind völlig ausreichend. Gute Bremsen sind wichtiger als alles andere. Und genau da hapert es. Ich verwende V-Brakes mit Bowdenzügen, die sich unterwegs leicht reparieren lassen.

    Alurahmen haben nur eine begrenzte Haltbarkeit und der Energieaufwand zur Alu-Herstellung ist deutlich höher als bei Stahl.
    Immer wieder aufs Neue sind die "Beschläge" ein Ärgernis, also die Bremsen, Zahnräder, Gangschaltun, Tretlager usw. aus asiatischer Produktion. Ich wünschte mir, dass es heute noch Sachen aus deutscher Produktion gäbe, wie die robusten Nabenschaltungen der alten Fahrräder. Im Grunde muss man heute ein Fahrrad alle 3-4 Jahre neu kaufen, weil es keine passenden Ersatzteile mehr gibt. Teils liegt das daran, dass Shimano die Teile von aufeinanderfolgenden Serien offenbar absichtlich so ändert, dass man sie nicht als Ersatzteil für eine alte Serie verwenden kann. Ich bin z.B. jahrelang mit einer umgekehrt funktionierenden Gangschaltung herumgefahren, weil es von Shimano kein passendes Ersatzteil gab, und die Schaltung der neueren Serie revers funktioniert. Ich hätte also gleichzeitig noch die gesamten Schaltungsgriffe am Lenker austauschen müssen.

    Auch die Rahmenhersteller versuchen einen ständig zum Neukauf zu zwingen. Teils nur wegen einfacher änderungen. Bei Cantileverbremsen hatte man einen längeren Bügel, andem die Frontleuchte befestigt wurde. Bei V-Brakes gibt es kürzere Bügel. Aber gleichzeitig wurde die Art der Befestigung verändert. Man kann also bei einem alten Rahmen nicht einfach die Frontleuchte und den Befestigungsbügel tauschen ...
  3. #3

    Laufräder

    26" Räder mögen stabiler sein als 28" Räder, mir ist aber kein fall in der Reiseradpraxis bekannt, wo das eine Rolle gespielt hätte. Vielleicht bei Tandems?
    28" Felgen und Reifen bekommt man aber in vielen Teilen der Welt nur schlecht, wohingegen 26" überall zu bekommen ist.

    29" hat übrigens derselbe Felgendurchmesser als 28", die 29" Räder sind nur eine Marketingerfindung aus dem MTB Bereich für 28" Räder mit breiten Reifen. Solange die Felgenbreite passt und im Rahmen genug Platz ist kann man 28" und die angeblichen 29" Reifen beliebig tauschen...

    Meine Ansicht nach konzentrieren sich die Leute viel zu sehr darauf, Geld in Fahrrad zu stecken, im Grunde genommen halte ich das aber für überflüssig, solange man nicht gerade das 200 Euro Teil vom Baumarkt kauft. Die Lager und Laufräder, Reifen und Griffe sollten hochwertig sein, die Preisklasse von Bremsen und Schaltung ist hingegen für ein Reiserad fast egal, man muss die Dinger halt richtig einstellen können.
    Bei einer Tour mit viel Gepäck würde ich das Geld eher ins Gepäck stecken und statt dem 2kg Schlafsack ein 1kg Modell nehmen, statt dem 5kg Zelt eines für 2,5kg (wenn es das Klima zulässt), usw, usf...
    Früher bei ich mit 30kg auf dem Gepäckträger in Europa herum gefahren, heute wäre ich nicht mehr so blöd. Selbst bei einer Weltreise muss ich die Ausrüstung für die Arktis nicht unbedingt in der Wüste herum fahren...
  4. #4

    Stahl unterwegs schweißen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Auch beim Rahmen wird häufig Stahl gewählt, weil der nicht ganz so steif ist wie Aluminium und daher meist mehr Komfort bietet. Und natürlich auch wegen der Möglichkeit, ihn im Notfall schweißen zu können. "
    Urlaub im Sattel: Das perfekte Rad für die Reise - SPIEGEL ONLINE
    Das Thema "komfortabler Stahl, hartes Aluminium" berühre ich mal lieber nicht. Aber wie weit trägt das Argument der Schweißbarkeit heute wirklich noch? Oder anders gefragt: Was ist das für eine Gegend, in der es zwar keinen Ersatzrahmen gibt, aber eine KFZ-Werkstatt oder ein Dorfschmied die heutigen Rohrformate vernünftig zusammenbraten kann? Die Rohre sind doch nicht ohne Grund konifiziert.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Wer gern schnell und sportlich fährt, für den ist sicher ein sogenannter Randonneur die beste Option. Diese Modelle verfügen über einen Rennlenker, haben aber meist auch vorn einen Gepäckträger."
    Ich persönlich bin von aufgestützten Unterarmen/Ellenbogen recht angetan und habe mir den Lenker entsprechend gestaltet. Jedenfalls am Trekkingrad.


    Zu den Bildern:
    Außer beim Patria und beim Norwid bieten die Lenker meiner Meinung nach für Reiseräder zu wenig Variationen. Es gibt doch Bullbars und Yuma-Lenker, die wenigstens die Griffpositionen "vorn", "hinten" und "längs" bieten! Warum sind da an den meisten Rädern simple "Besenstiele" mit allenfalls noch kleinen Endknäufen verbaut?

    Auch die Gepäckträger lohnen einen zweiten Blick, da wirken die Konstruktionen am Giant und am Patria nicht ganz durchdacht - wobei das beim Patria schon fast egal ist, denn einen Randonneur fahren wohl nicht viele als schwer beladenen Packesel...


    Gruß,
    Steve
  5. #5

    Die Probleme hier...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Stahl oder Aluminium? Ketten- oder Nabenschaltung? Wer das ideale Rad für eine längere Reise sucht, muss viele schwere Entscheidungen treffen. Hier finden Sie Kauftipps für Drahtesel, die viel mitmachen - vom Donauradweg bis hin zur Weltumrundung.

    Urlaub im Sattel: Das perfekte Rad für die Reise - SPIEGEL ONLINE
    ...möchte ich mal haben!

    Und andere Leser haben Sie auch nicht. Und wer über den Mainstream hinausgeht, ist eh schon versorgt.

    Alles in allem ein Frühstücksschmöker das hier, nicht mehr.
  6. #6

    optional

    Alles nichts für den den Durchnittsbürger. Wer kann schon mindestens 1000€ pro Rad ausgeben? Plus Ausrüstung plus Hotel ect.?
    Es gibt zum Glück auch günstigere Räder ab 500€ die was taugen. Immer noch ein teures Vergnügen. Abzuraten ist von billigen Baumarkt oder Aldi Rädern, die taugen für den Weg zur Arbeit oder Schule, da kann man zur Not mit den Öffis weiterfahren und ruiniert nicht den Urlaub bei einer Panne und mangelden Barmitteln.
  7. #7

    Bitte vor Überschriftenbildung lesen

    Die Zwischenüberschrift sollte eher "Trekkingrad mit oder ohne Low Rider" heißen. Denn mit Low Rider aber ohne Rad wird die Tour arg verlangsamt...
    Abgesehen davon, beim Stahlrahmen kann man getrost auf Federn verzichten, die kosten nur Kraft und somit Geschwindigkeit. Eine teure Quelle für unnötige Defekte sind sie zusätzlich.
  8. #8

    Werbung

    Ich finde, ein Artikel mit Tips zum Reisen per Fahrrad sieht anders aus. Ich sehe hier nur Werbung in Artikelform.
  9. #9

    Tolle Fahrräder

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Stahl oder Aluminium? Ketten- oder Nabenschaltung? Wer das ideale Rad für eine längere Reise sucht, muss viele schwere Entscheidungen treffen. Hier finden Sie Kauftipps für Drahtesel, die viel mitmachen - vom Donauradweg bis hin zur Weltumrundung.

    Urlaub im Sattel: Das perfekte Rad für die Reise - SPIEGEL ONLINE
    Das sind hier tolle Fahrräder! Ich habe selbst eines, und zwar das Delight von Riese&Müller! Man fühlt die Qualität an jeder Stelle. Mir ist auch bewusst, dass eine Manufaktur-Fertigung , die noch dazu auf die besten Komponenten zurückgreift, nicht zu billigen Ergebnissen führen kann. Aber Preise so zwischen 3.500 und 5.000 Euro. Da wird man doch nachdenklich.
    Das waren mal 7 bis 10.000 DM !!!