Reifenstreit in der Formel 1: Ecclestone will Vorjahresmodell zurück

DPAIm Reifenstreit der Formel 1 hat Bernie Ecclestone angekündigt, in der kommenden Saison zum Vorjahresmodell zurückzukehren. Die aktuellen Reifen seien "falsch", so Ecclestone. Hersteller Pirelli hatte sich mit seiner weichen Reifenmischung den Ärger vieler Rennställe zugezogen.

http://www.spiegel.de/sport/formel1/...-a-899749.html
  1. #1

    Hätte...

    Hätte der Herr Milliardär E. Michelin bei der Stange gehalten und anständig bezahlt, so daß Michelin für die Entwicklung von ein paar Formel-1-Reifen nicht mehr hätte draufzahlen müssen, hätten wir heute Michelin-Reifen und keine Reifenprobleme. Aber das ist natürlich unzumutbar, denn der Sinn der Formel 1 ist ja, daß sich die Milliarden des Herrn E. weiter vermehren. Die groteske Situation ist so, als würde im Fußball der Ball bei jedem 2. scharfen Torschuß platzen, der Torwart grinsen und die Reste über die Seitenlinie werfen. Nicht lachen, das ist nicht weit hergeholt, denn derzeit funktioniert die Formel 1 so. Weder die Autos noch die Fahrer können so fahren, wie sie eigentlich könnten. Die Fahrer trainieren nicht mehr Rennen zu fahren, sondern Reifen zu schonen, und bald müssen die Autos um die Reifen herumgebaut werden.
  2. #2

    Überholen ist nicht alles

    OK, man hat viele Überholvorgänge gesehen. Allerdings sehen die meisten so aus, wie wenn mich im Opel Corsa ein Porsche auf der Autobahn überholt. Wenn sich nun die Vorderleute nicht mehr wehren, weil es sinnvoller ist, Reifen zu schonen, hört der Spass echt auf.
    Für mich ist es ansehnlicher, wenn Fahrer jede Runde ans Limit gehen müssen, anstatt Reifen zu schonen.
  3. #3

    Zitat von omaiho Beitrag anzeigen
    ... denn der Sinn der Formel 1 ist ja, daß sich die Milliarden des Herrn E. weiter vermehren.
    Aus der Perspektive von Ecclestone ist das selbstverständlich so.
    Zitat von omaiho Beitrag anzeigen
    Die groteske Situation ist so, als würde im Fußball der Ball bei jedem 2. scharfen Torschuß platzen, der Torwart grinsen und die Reste über die Seitenlinie werfen. Nicht lachen, das ist nicht weit hergeholt, denn derzeit funktioniert die Formel 1 so. Weder die Autos noch die Fahrer können so fahren, wie sie eigentlich könnten. Die Fahrer trainieren nicht mehr Rennen zu fahren, sondern Reifen zu schonen, und bald müssen die Autos um die Reifen herumgebaut werden.
    Da gebe ich Ihnen Recht.
  4. #4

    umtaufen in

    Pirelli dürfte pro Ferrari die Schnelleren blockiert haben.
  5. #5

    Himmel nochmal....

    ...ist der Mensch hässlich!!!!
  6. #6

    Was ein Quatsch...

    Da waren doch schon unzählige verschiedene Reifenhersteller involviert, seid ich Formel 1 schaue und ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, warum man das so unglaublich reglementiert. Sollen sich die Teams doch einfach Ihre eigenen Reifen aussuchen, produzieren lassen und in Ihr Konzept einbauen. Dann gibt's kein Geweine und am Ende entscheidet die Qualität. Dieses ganze Gleichgeschalte und Ausstatterzwang macht die Serie doch nicht interessanter.
  7. #7

    Pirelli schießt ein Eigentor

    Normalerweise erhoffen sich die Firmen von einer Formel1 Beteiligung einen Werbeeffekt - hier geht der Schuss jedoch nach hinten los:
    Welcher Autofahrer kauft sich jetzt noch Reifen von Pirelli - das ist ganz klare Negativwerbung. Motto: Die Reifen, die nicht mal einen Tag halten. Pirelli - Formel1-Rennen mit angezogener Handbremse!
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Reifenstreit der Formel 1 hat Bernie Ecclestone angekündigt, in der kommenden Saison zum Vorjahresmodell zurückzukehren. Die aktuellen Reifen seien "falsch", so Ecclestone. Hersteller Pirelli hatte sich mit seiner weichen Reifenmischung den Ärger vieler Rennställe zugezogen.

    Formel 1: Ab kommender Saison wieder mit den Vorjahresreifen - SPIEGEL ONLINE
    Das passiert halt, wenn man den Wettbewerb (der Reifenhersteller) ausschaltet....
  9. #9

    Worum geht es?

    Was möchte ich in der Formel 1 sehen? Spannende Rennen natürlich, wobei es mir letztlich egal ist, ob im Rennen getankt wird, ob Reifen gewechselt werden oder ob die Fahrer im Rennen den Overall wechseln müssen. Wenn aber der Wettkampf dadurch in Frage gestellt wird, dass Tankanlagen mal gehen und mal nicht, Reifen mal gehen und mal nicht oder der Reißverschluss am Overall mal geht und mal nicht, dann ist der Ausgang nicht mehr vom Fahrer oder vom Fahrzeug abhängig - und dann ist es kein fairer Wettbewerb mehr. Das Tankverbot finde ich schon gut. Vielleicht sollte man auch erlauben, dass man mit einem Satz Reifen das ganze Rennen fahren darf (oder sogar muss). Dann kommt es wieder mehr auf Fahrer und Fahrzeug an - durchaus mit der Gefahr, dass die Unterschiede dann wieder größer werden zwischen guten Autos/Fahrern und schlechten. Aber man kann nicht alles haben und der Bessere hat sich seinen erfolg dann auch verdient.