Versuche in der DDR: Bahr verlangt Aufklärung von Pharmatests in der DDR

Getty ImagesErstmals hat sich ein Mitglied der Bundesregierung zu den Medikamententests westdeutscher Pharmakonzerne in der DDR geäußert: Gesundheitsminister Bahr fordert eine rasche Aufklärung und verspricht Hilfe. Dabei will der Liberale auch die Pharmaunternehmen in die Pflicht nehmen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-899707.html
  1. #1

    optional

    "Um das eigene System zu stützen war die DDR bereit die Gesundheit der eigenen Bürger zu verkaufen".
    Und der Westen war bereit sich die Gesundheit der DDR-Bürger zu erkaufen.
    Ich fordere Ermittlungen gegen die staatlichen Aufsichtsbehörden, die diese Tests akzeptiert haben und darauf basierend Medikamentenzulassungen erteilt haben. Weiter sind sämtliche Pharmakonzerne zu belangen, die daran beteiligt waren. Auch die Konzerne, die in der Schweiz sind. Weiter ist zu prüfen, inwieweit die westdeutsche Politik diese Verbrechen gedeckt und geduldet hat.
  2. #2

    .

    Was passiert eigentlich gerade weltweit wenn der Spiegel mit solchen alten (längst bekannten Kamellen) kommt?
    Ich bitte euch, Pharmatests von den "großen" in Indien und Afrika sind doch hinlänglich bekannt und belegt.
  3. #3

    Na und

    Und was sagt Herr Bahr zu den Menschenversuchen von Pharmafirmen, auch aus Deutschland, in der dritten Welt, die jedes Jahr tausende Menschen töten?
  4. #4

    Was will er denn....

    ...machen, der Spaßvogel? Streng mit dem Finger drohen? Oder gar die Faust ballen? Da kriegen die Pharmatypen aber Angst! Wirkliche Maßnahmen wären, diese Praktiken SOFORT und WELTWEIT zu stoppen. Aber dazu ist die FDP weder bereit noch in der Lage und schon gar nicht willens...
  5. #5

    Ein FDP'ler setzt sich für Patienten ein? Niemals!

    Die Äußerungen von Herrn Bahr sind reines Wahlkampfgetöse und Interessantmacherei. Unsere gesamte Bundesregierung ist der Wirtschaft inklusive der Pharmaindustrie hörig. Es fehlt nur noch, dass er uns - wie Frau Aigner es zu tun pflegt - einen 10-Punkte-Plan vorlegt und dann passiert wieder gar nichts. Die Pharmaindustrie wird in Kürze dafür sorgen, dass die Politiker aller Parteien, die sich jetzt aufregen, ihrer bisherigen treuen Vasallenpflicht wieder nachkommen. Alle Gesetze aus dem Gesundheitsministerium waren zum Vorteil der Pharmaindustrie und zum Nachteil der Patienten.

    Was also können die Betroffenen erwarten? N I C H T S !
  6. #6

    olle Kamellen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erstmals hat sich ein Mitglied der Bundesregierung zu den Medikamententests westdeutscher Pharmakonzerne in der DDR geäußert: Gesundheitsminister Bahr fordert eine rasche Aufklärung und verspricht Hilfe. Dabei will der Liberale auch die Pharmaunternehmen in die Pflicht nehmen.

    Gesundheitsminister Bahr fordert Aufklärung über Pharmatests in DDR - SPIEGEL ONLINE
    Schon seit 1991 bekannt und auch verfolgt, soweit es ging.
    Dazu passen auch die TV-Interviews von Menschen die meinten, die spekulierten, die mutmaßten sie könnten.... auch betroffen sein. Völlig belangloses Gestammel von Berufsbetroffenen, frei von jeder stichhaltigen und überzeugenden Aussagekraft.

    Saubere Recherche, damit meine ich durchrecherchiert, mit einem einigermaßen belastbaren Ergebnis? Fehlanzeige, hier wie beim TV. Ich sehe nur die öffentl. Rechtlichen, bei den anderen wird es nicht viel anders sein. Wie läuft so was? Ein weiteres Beispiel für den Qualitätsverlust bei Print und TV.

    Aber vor allem wer hat diese Uralt-Geschichte ausgerechnet jetzt und warum lanciert? Um vielleicht abzulenken? Kein Wunder, das ausgerechnet das Merkel-Kampfblatt SPON und die öffentlich Rechtlichen danach schnappen wie weiland Pawlows Hunde.
    dann der Aufmacher in der ersten Meldung bei SPON: Pharmalabor DDR: "Vielleicht bin ich der letzte Überlebende", als wären die ersten Berliner BILD-Redakteure nach Döpfners Sparankündigung schon in Hamburg angekommen.
  7. #7

    Alter Wein in neuen Schläuchen

    Der SPIEGEL 6/1991 enthielt einen 5-seitigen Artikel zum Thema: " Das ist russisches Roulett - Schmutzige Geschäfte mit westlichen Pharmakonzernen brachten dem SED-Regime Millionen".
  8. #8

    Ich habe herausgefunden, dass Sie

    Zitat von Fettnäpfchen Beitrag anzeigen
    Die Äußerungen von Herrn Bahr sind reines Wahlkampfgetöse und Interessantmacherei. Unsere gesamte Bundesregierung ist der Wirtschaft inklusive der Pharmaindustrie hörig. Es fehlt nur noch, dass er uns - wie Frau Aigner es zu tun pflegt - einen 10-Punkte-Plan ......
    Ziemlich dicke Beschuldigungen, die Sie da aussprechen!

    Aber ich habe herausgefunden, dass Sie und auch Ihr nachfolgender Forist Recht haben. Sie wissen, wie ich das gemacht habe?
    Ich habe den Beitrag bis zum Ende gelesen.
    Und tatsächlich außer "heißer Luft", also Ankündigungen à la "Ich bin toll, ich bin aktiv, engagiert und ich brauche wg. Wahlkampf ne dicke Schlagzeile." steht da gar nichts darüber, was er wirklich tun wird. Und das, nein, muss nicht so sein. Es geht anders. Er HÄTTE tatsächlich etwas tun können, um die Sache voran zu bringen.
  9. #9

    Aufklärung ?

    Erinnert sich noch jemand an den herbst 2012 ? Weltweit wurde über die zwangsarbeit von politischen häftlingen in der ddr für ikea berichtet, die zum schluß all unsere anschuldigungen bestätigen mussten.
    Auch da hieß es von politischer seite, das man mit der aufklärung nicht nachlassen wollte und sich für eine entschädigung einsetzen würde. Ausser das sich ikea heute einen namen mit milliarden-investition macht, ist gar nichts geschehen. Ich traue der heutigen aufregung keinen meter, denn nichts ist älter als die zeitung von gestern.