Arbeitsbedingungen in Bangladesh: Modeketten beugen sich den Protesten

REUTERS1127 Menschen sind in der eingestürzten Textilfabrik in Bangladesh getötet worden - jetzt wollen Modemarken wie H&M und C&A für bessere Bedingungen in den Fabriken ihrer Zulieferer sorgen. Auch Bangladeshs Regierung reagiert: Arbeiter sollen sich in Gewerkschaften organisieren können.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-899619.html
  1. #1

    Die internationalen Modemarken

    wollen human produzieren. Das wäre schön, aber allein mir fehlt der Glauben.
  2. #2

    .

    Große Modeketten beugen sich jetzt den Protesten!
    Für wie lange? 2 oder 3 Monate?
    Wann ist das Thema aus den Medien verschwunden, und besagten Konzernen geht das Thema wieder herrlich am Allerwertesten vorbei?
    Offenbar ging es dem einen Minister aus Bangladesch der Unfall dort, ja so lange am popo vorbei, bis sie dann den 500ten Toten aus dem Gebäude gezogen haben...
  3. #3

    Wie glaubwürdig sind diese Bekundungen?

    Die Klamottenketten konnten jetzt gar nicht anders reagieren. Genauer, dieser Reaktion ist das absolute moralische Minimum, ganz knapp oberhalb einer Nullreaktion.

    Nächstes Jahr gibt es wieder eine neue Kollektion bei KiK, Zara & Co., und niemand in Europa erinnert sich an die von den Produktionsbedingungen ermordeten Bangladeshis.

    Sind ja auch selbst schuld, hätten da ja nicht arbeiten gehen müssen, nichtwahr.

    Das gemeine ist, daß man als Verbraucher praktisch keinerlei Einfluss darauf hat, wo die Kleidung produziert wird. Ob man bei Billigstheimern wie KiK, Primark & Co. kauft, oder bei teureren "Marken"-Anbietern wie "Calvin Klein" - es kommt doch eh' alles aus den gleichen Fabriken.
    Allenfalls beim schwäbischen Schimpansenwerber und manchem Ökofilzanbieter kann man zumindest hoffen, daß deren Aussagen zutreffen und ihre Produkte unter menschenwürdigen Bedingungen gefertigt wurden.
    Anscheinend braucht jedes Jahrhundert sein "Triangle-Shirtwaist-Unglück". Und es ändert sich -- nichts.
  4. #4

    Ein Mindestlohn sollte verpflichtend sein

    und zwar für alle Länder dieser Erde. Auch Deutschland sollte endlich damit beginnen, bevor wir Verhältnisse wie in Bangladesch bekommen.

    hbommy
  5. #5

    und was wird passieren...

    .... die Ausbeuter werden weiterziehen und woanders genau so weitermachen... früher kam die billige Mode aus Thailand und Indonesien und seit dem die Arbeitnehmerschaft sich gegen Ausbeutung gewehrt hat sind die grossen internationalen Firmen weitergezogen... ich glaube das Buch hiess Schwarzbuch der Markenfirmen
  6. #6

    Die Maßnahmen

    Die Maßnahmen kommen zwar etwa 100 Jahre zu spät, sind aber dennoch zu begrüßen.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auch Bangladeshs Regierung reagiert: Arbeiter sollen sich in Gewerkschaften organisieren können.
    Hab nie verstanden, warum die Regierung da immer außer vor gelassen wurde. Vielleicht ist meine Einstellung ja ganz fies westlich-arrogant und all das, aber wenn ein Unternehmen hier in Deutschland eine so miese Arbeitssicherheit hat, das dabei Leute drauf gehen... dann würde ich NICHT zuerst deren Kunden in Übersee kritisieren. Ich würde die nachlässigen Sicherheitsbeauftragten und die gierigen Manager kritisieren, und die deutsche Regierung, deren Aufgabe es verdammtnochmal ist, deutsche Arbeiter in Deutschland zu schützen.

    Aber ich weiß, doppelte Standards. Was hier passiert ist unsere eigene Schuld, aber was in der armen, ausgebeuteten dritten Welt geschieht ist... natürlich auch unsere Schuld. Manchmal fragt man sich, ob irgendwas auf der Welt passiert, an dem der Westen mal nicht Schuld sein kann.
    In China fällt ein Sack Reis um? Bösartige westliche Agrarpolitik in Verbindung mit mafiöser Beeinflussung der chinesischen Reissackfabrikantengewerkschaft und natürlich fehlende Bereitschaft, moderne Erdbebenwarntechnologien zu teilen.
  8. #8

    Schlimme Zustände. Ich sollte mich schämen, bei solchen Ketten einzukaufen. Man müsste sich aber besser über die Produktionsbedingungen der jeweiligen Kleidung informieren können.
  9. #9

    puh

    jetzt wird sicher alles wieder gut in bangladesch !