Illegale Preisabsprachen: Kartoffel-Kartell kostet Verbraucher Millionen

DPAHaben Verbraucher im Supermarkt über Jahre hinweg überhöhte Preise für Kartoffeln bezahlt? Davon geht offenbar das Bundeskartellamt aus. Die Beamten ermitteln gegen zahlreiche Verarbeitungsbetriebe, die ihre Verkaufspreise untereinander abgesprochen haben sollen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-899208.html
  1. #1

    Und jetzt?

    Wenn die Absprachen wirklich nur telefonisch gemacht wurden und keiner auspackt, wird es schwierig, hier was nachzuweisen. Ich hoffe hier gibt es mehr als nur ein Anfangsverdacht. Und wenn sie dann die Kartoffelmafia platt gemacht haben, könnten die Kartellwächter ihre Übung gleich bei den Ölmultis ausprobieren. Auf jeden Fall habe ich schon die Bestrafung: Lebenslang Pommes-Frittes!
  2. #2

    Kartoffeln sind preiswert

    Mir scheint es eher ein Überlebensschutz zu sein, den die Bauern da aktiviert haben. Die Macht der Discounter haben die Milchbauern über ihre Molkereien sehr gut demonstriert bekommen.
    Wer das nicht auch in seinem Bereich erleben will, der wehrt sich beizeiten. Wenn die Methode selbst auch eher mafiös daher kommt, mir hat es als Konsument nicht geschadet. Ein ehrliches Produkt wie die Kartoffel muss nicht zum Dumpingpreis verschleudert werden. Preiswert reicht vollkommen, und preiswert waren die Kartoffeln bislang immer und überall.
  3. #3

    Indiz für Preisabsprachen.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Haben Verbraucher im Supermarkt über Jahre hinweg überhöhte Preise für Kartoffeln bezahlt? Davon geht offenbar das Bundeskartellamt aus. Die Beamten ermitteln gegen zahlreiche Verarbeitungsbetriebe, die ihre Verkaufspreise untereinander abgesprochen haben sollen.

    Behörden zerschlagen Kartoffelkartell - SPIEGEL ONLINE
    Nunja, wenn die Kartoffelpreise der Erzeuger ständig nahezu identisch sind, ist das durchaus schon mal ein starkes Indiz für Preisabsprachen.
    Vorbei die Zeiten, wo "die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln ernten"...
  4. #4

    Das macht doch nichts ....

    Wir essen nu Pommesfrites......,oder Nudeln.....Wenn es was bringen würde, bis jetzt sitzt niemandin U-haft, die Strafe wird aus der Portokasse bezahlt....und sie Wissen was sie beachten müssen das sie nicht wieder in die Fänge des Kartellamtes geraten...betrogen wird weiterhin werden.....
  5. #5

    praktische Nebenwirkung

    Mit einer kleinen praktischen Nebenwirkung: mehr Mehrwertsteuer, mehr Körperschaftssteuer und jetzt noch Strafzahlungen. Verdient hat also im wesentlichen der Staat auf Kosten des Bürgers. Hat 10 Jahre keiner irgendwie bemerkt. Was machen die eigentlich beim Kartellamt (rhetorische Frage)?
  6. #6

    Die EU Kommission ....

    schmiedet ja schon ein neues, ein viel schöneres und gesetzlich verankertes Kartell. Da kann man dann auch ein par Raiffeisen Betriebe hoch gehen lassen ...
  7. #7

    wettbewerb ist der grundstein unserer wirtschaft

    auf der ebene der kleinen firmen funktioniert das recht gut.
    auf der ebene der grosskonzerne und verbaende nur zum schein und unser staat baut diese wichtige freiheit taeglich ab
    bzw ist halbblind bei der verfolgung.
    rundfunksteuer z. b. ist ein nettes beispiel, hier wird auf dem ruecken der verbraucher ein karkensystem alimentiert das fast taeglich neue show millionaere zeugt.. benzinpreise und strompreise werden durch staatliche intervention kuenstlich auf hoechstniveau gechoben.... der sich dann auf diesem niveau abspielende wettbewerb ist eine lachnummer.
    berufe wie notare, schornsteinfeger, apotheker etc. haben feste verguetungen .. null wettbewerb. bankster werden mit staatlich verodneten niedrigzinsen beguenstigt und bekommen toonenweise frischgeld for fast free. ..
    logisch, dass bie dieser moral auch die kartoffel und zwiebelvertreiber ihr heil im regulieren suche.
    und autopreise werden nicht am markt, sondern beim hersteller entschieden.. etc etc.. es ist eintrauerspiel wir benoetigen ein starke INTELLIGENTE kartellbehoerde . .die sich durchsetzt und den wettbewerb sichert.
  8. #8

    Peanuts

    Im Vergleich zu dem, was uns die "Energiewende"kostet, sind das doch wirklich nur Peanuts, über die man nicht zu reden braucht. Das Kartellamt weicht hier enmal wieder auf einen Nebenkriegsschaplatz aus. Es wäre sicher dankenswert, sich um die hohen Energiepreise zu kümmern, die mit hohen Kosten zu Buche schlagen.
  9. #9

    Notwehr?

    Rechtlich ist der Fall vielleicht klar, weil Kartelle verboten sind. Moralisch und ethisch ist es aber nicht eindeutig verwerflich. Auf der anderen Seite ist nämlich immer wieder davon die Rede, wie Discounter die Hersteller ausquetschen und ihnen Preise abnötigen, die kaum noch rentabel sind. Das schlägt dann natürlich auch auf die Arbeitsbedingungen auf der Herstellerseite durch. Auch wird den Verbrauchern immer wieder nachgesagt, übermäßig sparsam zu sein und kaum Geld für Lebensmittel ausgeben zu wollen.

    Ich weiß nicht, ob dieser Gesamtkonflikt für alle befriedigend lösbar ist. Aber man darf hier Zweifel am Funktionieren der sozialen Marktwirtschaft bekommen, wenn Hersteller vielleicht sogar gezwungen sind, gegen das Kartellrecht zu verstoßen, um den Laden am Laufen halten und ihre Personalkosten finanzieren zu können.