Pakistan: Gericht verurteilt US-Drohnenangriffe als Kriegsverbrechen

APIn einem spektakulären Urteil hat ein Gericht in Peschawar die Drohnenangriffe der USA in den pakistanischen Stammesgebieten als Kriegsverbrechen bezeichnet. Die Richter fordern ein Uno-Tribunal und Entschädigung von Washington. Geklagt hatten Opfer der Luftschläge.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-898914.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Richter fordern ein Uno-Tribunal
    Fordern koennen die viel. Angehoerige des US-Militaers stehen ausserhalb der UN-Gerichtsbarkeit, ein Tribunal waere also Zeit- und Geldverschwendung..
  2. #2

    Als UNSR-Mitglied

    werden die USA ein solches Kriegsverbrechertribunal "als wenig hilfreich" ablehnen.
    Sie haben ja auch andere Mittel, um sich das politische Pakistan gefuegig zu machen.

    Das aendert aber nichts an dem Umstand, dass das Gericht richtig entschieden hat.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In einem spektakulären Urteil hat ein Gericht in Peschawar die Drohnenangriffe der USA in den pakistanischen Stammesgebieten als Kriegsverbrechen bezeichnet. Die Richter fordern ein Uno-Tribunal und Entschädigung von Washington. Geklagt hatten Opfer der Luftschläge.
    Ich verteidige ja ungern die USA, aber ist es nicht die pakistanische Regierung, die dieses Vorgehen stillschweigend duldet? Da würde ich mich zuerst beschweren. Nicht, dass das die US-Drohnenpolitik besser macht. Aber es gibt Leute, die hätten sagen müssen "George/Barack, lass den Scheiß!".
  4. #4

    Kriege sind widerwärtig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In einem spektakulären Urteil hat ein Gericht in Peschawar die Drohnenangriffe der USA in den pakistanischen Stammesgebieten als Kriegsverbrechen bezeichnet. Die Richter fordern ein Uno-Tribunal und Entschädigung von Washington. Geklagt hatten Opfer der Luftschläge.

    Drohnen: Gericht in Pakistan wirft USA Kriegsverbrechen vor - SPIEGEL ONLINE
    Kriege sind widerwärtig und sie sind immer ein Verbrechen gegen die Menschen, denn sie werden doch nie im reinen Kampffeld von den Politikern und ihren Generälen selbst ausgetragen, da spielt es doch kaum eine Rolle was für Waffen zum Einsatz kommen.
    Wobei die Atomwaffen die schlimmsten Kriegsgeräte sind, hat denn nicht Pakistan auch einige in ihren Bunkern davon gelagert?
    HR
  5. #5

    dumpfes USA-Gebashe ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In einem spektakulären Urteil hat ein Gericht in Peschawar die Drohnenangriffe der USA in den pakistanischen Stammesgebieten als Kriegsverbrechen bezeichnet. Die Richter fordern ein Uno-Tribunal und Entschädigung von Washington. Geklagt hatten Opfer der Luftschläge.

    Drohnen: Gericht in Pakistan wirft USA Kriegsverbrechen vor - SPIEGEL ONLINE
    Ja genau, immer auf die Amerikaner drauf, denn die sind böse und töten mit ihren Drohnen die unschuldige Zivilbevölkerung... Wenn ich hier schonwieder lese was die Vorposter alles ablassen ...

    Wenn hier Klagen helfen würden, dann bräuchte es keinen Krieg. Dann sollte die USA mal bitte zuerst die Taliban auf Unterlassung und Schadenssatz verklagen, sowie Afghanistan und Pakistan für dessen stillschweigende Unterstützung. Ich würde mich dann der Klage anschliessen, wegen Zeitverlust bei Flügen seit 9/11 ...

    Mal schaun wer da am Ende besser bei weg kommt. Also Kinders, mal bitte nicht Ursache und Wirkung verwechseln.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Drohnenangriffe ...seien eine "Verletzung von internationalem Recht", von Menschenrechten und eine "Missachtung der staatlichen Souveränität Pakistan"
    Witziges Urteil. Als übe Pakistan seine staatliche Souveränität in den Stammesgebieten aus. Die sind selbst für das pakistanische Militär faktisch eine No-go-area.
  7. #7

    Kein Urteil, sondern Politik

    Ich denke die Regierung Pakistans versucht sich da ein wenig Rückenwind im Wahlkampf zu schaffen. "Spektakulär" ist weder das Urteil noch eine mögliche Konsequenz. Washington hat keine andere Möglichkeit, als mit Drohnen die AlKaida Trupps zu bekämpfen, zumal da die Anzahl ziviler Opfer nicht wirklich hoch ist. Die pakistanische Regierung weiß das und duldet es, weil es ihre Macht sichern hilft. Und genau das bezweckt auch die USA. Kann man aber der Öffentlichkeit natürlich nicht so sagen.
  8. #8

    Pakistan hat sich mitschuldig gemacht

    Erstens wurden die Drohnenangriffe von der pakistanischen Regierung geduldet, denn sie können ja nicht öffentlich zugeben, dass Pakistan den USA das Recht einräumt, Pakistanis zu töten. Zweitens wären diese Drohnenangriffe nicht nötig, wenn Islamabad die Grenzregion unter Kontrolle hätte und dafür sorgen würde, dass diese Gebiete nicht zum Rückzugsraum für Islamisten, Terroristen und Taliban werden. Wenn Pakistan, wie immer behauptet, den eigenen Laden unter Kontrolle hätte, wäre auch niemand nötig, der dort für sie "aufräumt". Durch das Unterlassen der Bekämpfung von Extremisten macht sich das Land an der Vorbereitung von Angriffen auf die ISAF-Truppen mitschuldig. Solange Islamabad sich weigert, diese Verbrecher, die sich in der Grenzregion verstecken, zu jagen, muss es damit rechnen, dass andere dies tun. Und dabei wäre mir internationales Recht ziemlich schnuppe... Hätte Pakistan etwa zugestimmt, dass die USA mit Spezialkommandos Bin Laden in Abottabad stellen und töten? Ganz sicher nicht... Die Drohnenangriffe zeigen allmählich Wirkung indem die Extremisten sich nirgendwo mehr sicher fühlen können und ständig in der Angst leben, dass im nächsten Moment eine Rakete aus dem Nichts kommt. Und wenn von einem Taliban die gesamte Familie samt Frauen und Kindern mit ins Paradies wandert, würde ich nicht von zivilen Opfern sprechen.
  9. #9

    Gut gebrüllt, Löwe!

    'Unter seinem Nachfolger Barack Obama nahm die Zahl der Drohnenangriffe dramatisch zu.' Wie war das noch mal mit dem Friedensnobelpreis? Und was sind 'wenige' zivile Opfer? 1, 2, 100, 1000?

    Es wird schwer sein für eine pakistanische Regierung, sich echt zu distancieren und die Angelegenheit vor ein internationales Kriegsverbrechertribunal zu bringen. Vom Gericht war die Entscheidung mit Sicherheit richtig.