Kauftipps für Outdoor-Unterwäsche: Schluss mit dem Gemüffel

CRAFTTagelang in der gleichen Unterwäsche schwitzen: Für Wanderer, die mit wenig Gepäck auf Tour gehen, ist das Alltag. Stinken muss man unterwegs trotzdem nicht, wenn man das richtige Material wählt. Eine kleine Kaufberatung.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-894920.html
  1. #1

    Mann oder Memme

    Ein vollständiges Outdoor-Erlebnis ist ohne Aroma keins.
  2. #2

    Zu frueh oder zu spaet

    Vielleicht haette man diese Produktempfehlungen vor dem vergangenen oder dem kommenden Winter herausbringen sollten. Jetzt wird wohl kaum jemand - reden wir von der Mehrheit der Leser - langaermelige Unterwaesche kaufen.
  3. #3

    ...

    Zitat von gehmlich Beitrag anzeigen
    Vielleicht haette man diese Produktempfehlungen vor dem vergangenen oder dem kommenden Winter herausbringen sollten. Jetzt wird wohl kaum jemand - reden wir von der Mehrheit der Leser - langaermelige Unterwaesche kaufen.
    Naja, die Alpin Saison (Bergsteigen > 3000m) geht gerade erst los, die Skitourensaison ist noch im vollen Gange, passt schon finde ich.
  4. #4

    Tja - Quatsch. Ich denke, die Leute, die das für die wirkliche Problematik brauchen - tagelang ohne Waschen und Wasser unterwegs zu sein, sind Exoten. Wahrscheinlich 3 Prozent der Leute, die sowas kaufen. Ich hab früher 14 Tage aus einem 35 Liter Tankrucksack gelebt und keine Extremmüffelei bemerkt - die andern auch nicht :) Es ist auch möglich, mit ganz normaler Wäsche einigermaßen über die Runden zu kommen.

    Vielleicht für den nicht, der zweimal am Tag duscht, nur frische Kleidung anzieht und ansonsten alle halbe Stunde unter seiner Achsel riecht, ob sich nicht gerade ein Düftlein einschleicht. Aber der hat noch ganz andere Probleme im Leben als Körpergeruch.

    Wer sich wäscht, hats nötig :))
  5. #5

    Verkaufsförderung heißt es korrekterweise

    Zitat von peddersen Beitrag anzeigen
    Wer sich wäscht, hats nötig :))
    Ist ja komisch, daß keine Werbung für die maßlos überteuerte Funktionsunterwäsche aus Mikrofasern betrieben wird, die allerdings nur Teile des Schweißes durchläßt, aber schlecht wärmt, was für eine Reihe von Kunstfasern gilt. Jedes durchgeschwitzte Baumwollhemd, das über Nacht an frischer Luft hängt, ist am Morgen geruchsfrei. Bei Wolle ist es grundsätzlich problematischer, was jedem bekannt ist, der Wollsocken trägt. Das liegt vermutlich an den teilweise sehr dünnen Fasern, die eben nicht mit Frischluft in Kontakt kommen. Das gilt auch für dicke Baumwollstoffe, die man beim Bergsteigen gern benutzt. Feine Wollstoffe vermeidet man, weil sie wenig robust sind gegen Beschädigungen. Das gilt merkwürdigerweise auch für eine Reihe von Kunstfasern.
  6. #6

    Ich hab Icebreaker Unterhemden. Sind schon gut, aber wenn ichs Schwitzen anfange fängt auch das Jucken der Marinowolle auf dem Rücken an.

    Unterhosen wasch ich täglich abends und will die Morgens gerne trocken haben, das geht mit Merinowolle auch nicht, da ist Kunstfaser besser.

    Grundsätzlich Funktionswäsche für Extremsportler oder Sportaktive Läufer oder Radfahrer. Zum Skifahren brauch ich es nicht.

    Meine Erfahrung
  7. #7

    Zitat von taglöhner Beitrag anzeigen
    Ein vollständiges Outdoor-Erlebnis ist ohne Aroma keins.
    Deswegen meide ich auch längere Wandertouren. Grässlich wie die Leute da Düfte mit sich rumtragen die man sonst keinem zumuten würde. Aber sich zu waschen ist man wohl zu fein denn sonst ist es ja kein echtes "Erlebnis"; armselig so was.
  8. #8

    Hüttenduscher

    Zitat von Strangelove Beitrag anzeigen
    Deswegen meide ich auch längere Wandertouren. Grässlich wie die Leute da Düfte mit sich rumtragen die man sonst keinem zumuten würde. Aber sich zu waschen ist man wohl zu fein denn sonst ist es ja kein echtes "Erlebnis"; armselig so was.
    Ja, oberhalb der Baumgrenze ist im Sommer das Wasser oft knapp. Jeder Tropfen zählt, denn schließlich muss man ja auch noch sein Fläschchen Wein (oder zwei) für den Abend mitschleppen.
    Dafür ist der Himmel weit und die Natur frei von Schnöseln, die jetzt irgendwo weit weit drunten vor sich hin duften.
  9. #9

    Etepetete

    Zitat von Strangelove Beitrag anzeigen
    Deswegen meide ich auch längere Wandertouren. Grässlich wie die Leute da Düfte mit sich rumtragen die man sonst keinem zumuten würde. Aber sich zu waschen ist man wohl zu fein denn sonst ist es ja kein echtes "Erlebnis"; armselig so was.
    Düfte sind sowas. Man stehe einfach eng mit anderen zusammen vor einem Plan oder Schriftstück, und dem Nachbarsubjekt rinnt der Angstschweiß oder er hat sich einparfümiert, was bei jüngeren Menschen sehr beliebt ist. Es ist grauenvoll, ganz im Unterschied zu einem Misthaufen, der genau so riecht wie er riechen muß.

    Beim Wandern schwitzt man bestenfalls bei höheren Temperaturen, oder eben beim Bergsteigen. Wenn ich beim Skilanglauf meine achtzig oder hundert Kilometer runterstrolle, verliere ich drei vier Kilo sprich Liter Wasser, das Unterhemd ist klätschnaß, aber es riecht nach rein nichts.

    Aber wo wir bei Gerüchen sind. In den kühleren Jahreszeiten kann es schon mal vorkommen, daß man versehentlich in einem öffentlichen Verkehrsmittel steht, eng an eng. Und dann darf man regelmäßig feststellen, daß es eine Menge Leute gibt, die in modrigen Kleidungsstücken unterwegs sind. Die haben ihr Zeug einfach nicht gelüftet, es ist klamm wegen alter Feuchtigkeit, und vermutlich schimmelig, also pilzig, nix mit Bakterien. Lüften ist ganz banal, man benutzt die Technik beim Trocknen von Wäsche. Nach eingehenden Feldversuchen bin ich zu der Überzeugung gelangt, daß es völlig ausreicht, nasse Wäsche nicht aufzuhängen sondern recht wahllos auf einem Wäscheständer zu verteilen, und sie bestenfalls zu wenden, wenn man vorbeikommt. Die Trocknungszeit unterscheidet sich nicht von mühselig aufgehängter Wäsche.

    Eine ähnliche Technik habe ich immer bei meinen Sportklamotten und denen für die Gartenarbeit genutzt (beim Arbeiten kann man auch schwitzen). Sie wurden in einem Abstellraum einfach abgelegt. Sie wurden zwar nicht sauber, aber sie wurden trocken und völlig geruchsfrei. Meine Frau bekam Heulkrämpfe, wenn sie diese Abstellkammer besuchte, in der sie absolut nichts verloren hatte. Nicht weil es roch, sondern weil es so aussah, als könne es riechen.