Wintertour durch Island: Lavahölle in Schwarzweiß

Michael MartinGefährliche Schneestürme, riskante Flussquerungen: Wer im Winter mit dem Geländewagen über Islands Hochebenen fährt, muss mit extremen Bedingungen rechnen. Unverzichtbares Utensil ist die Schneeschaufel - weil die Unterkünfte erst einmal ausgegraben werden müssen.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-898006.html
  1. #1

    Wintertour mit Ski

    Ich habe diese Tour bzw. die Überquerung des Hochlands über die Sprengisandur mit Abstechern zu Vulkanen vor 5 Jahren im Februar bei ähnlich stürmischen Verhältnissen mit Ski und Pulka gemacht. Die Reisebeschreibung und die tollen Bilder erinnern mich sehr an unsere 14tägige Reise damals. Allerdings finde ich es sehr schade, dass so eine sensible, grandiose Landschaft mit Autos befahren werden darf, sogar auf den Gletschern. Ich bin mal gespannt, wann uns Autotouristen das erste Mal von ihrer Befahrung eines 4000ers in den Alpen berichten werden. Wer in die Natur möchte, soll bitteschön sein Auto davor abstellen.
  2. #2

    Zitat von brumm Beitrag anzeigen
    Wer in die Natur möchte, soll bitteschön sein Auto davor abstellen.
    Korrekt. Die Filmteams sollen sich mal nicht so haben und das bisschen Ausrüstung in die Hosentasche stecken.
  3. #3

    Manchmal ist es hilfreich

    Zitat von brumm Beitrag anzeigen
    Ich habe diese Tour bzw. die Überquerung des Hochlands über die Sprengisandur mit Abstechern zu Vulkanen vor 5 Jahren im Februar bei ähnlich stürmischen Verhältnissen mit Ski und Pulka gemacht. Die Reisebeschreibung und die tollen Bilder erinnern mich sehr an unsere 14tägige Reise damals. Allerdings finde ich es sehr schade, dass so eine sensible, grandiose Landschaft mit Autos befahren werden darf, sogar auf den Gletschern. Ich bin mal gespannt, wann uns Autotouristen das erste Mal von ihrer Befahrung eines 4000ers in den Alpen berichten werden. Wer in die Natur möchte, soll bitteschön sein Auto davor abstellen.
    Sie sind ja ein ganz toller Typ. Sicherlich hatten sie auch eine große professionelle Filmausrüstung dabei, die steckte dann im Rucksack... so geschätze 150kg -200kg...

    Manchmal ist es hilfreich, sich so einen Artikel zweimal durchzulesen...nur so als Tipp.
  4. #4

    Zitat von brumm Beitrag anzeigen
    Allerdings finde ich es sehr schade, dass so eine sensible, grandiose Landschaft mit Autos befahren werden darf, sogar auf den Gletschern.
    Auf einem Gletscher am Polarkreis im Winter is absolut nix "sensibel" (hoechstens ein verklaerter Oeko-Touri). Grandios wenn die Sonne scheint, moerderisch im Schneesturm. Ein 100 Kilometer-Blizzard is da noch ein laues Lueftchen, bei 100 Meilen (keine Seltenheit) is ganz schnell Schluss mit der Pulka-Romantik.
  5. #5

    optional

    warum im frühsommer ein bericht über den winter auf island?
    berichtet doch lieber mal von den hellen nächten, die jetzt beginnen und dass das leben sich nun nach draußen verlagert oder was weiß ich. aber nein, auch im nicht-winter muss den leuten klargemacht werden: Island ist kalt!
  6. #6

    im May

    sind 22 Sonnenstunden angesagt, uebrigens jedes Jahr, und wer da denk er begibt sich ins Heldentum wenn er im Winter durchs Hochland faehrt, najs, geschmacksache. Ich weiss nur, dass ich das aus meiner Taetigkeit im Hochland hinter mir habe dort, und ausser dass man sich darauf konzentrieren muss dass mann nicht von der Piste rutscht oder irgendwo stecken bleibt, ist da nichsts von Romantik oder Natur. Im Winter im islaendischen Hochland ist Idiotie, es sei denn wie bei mir, es ist beruflich. Und auch dann ist es ei Wagnis, aber wenigstens abgesichert.
  7. #7

    Island, das schönste Land der Welt

    Ganz ungefährlich sind die verschneiten Straßen Islands im Winter nicht, aber es lohnt sich auf jeden Fall diese zu befahren. In Island gibt es so vele schöne Plätze zu sehen.
    Hier einige Impressionen vom winterlichen Island: FM1721 Photography
  8. #8

    Zitat von totalmayhem Beitrag anzeigen
    Auf einem Gletscher am Polarkreis im Winter is absolut nix "sensibel" (hoechstens ein verklaerter Oeko-Touri). Grandios wenn die Sonne scheint, moerderisch im Schneesturm. Ein 100 Kilometer-Blizzard is da noch ein laues Lueftchen, bei 100 Meilen (keine Seltenheit) is ganz schnell Schluss mit der Pulka-Romantik.
    Zitat von totalmayhem Beitrag anzeigen
    Auf einem Gletscher am Polarkreis im Winter is absolut nix "sensibel" (hoechstens ein verklaerter Oeko-Touri). Grandios wenn die Sonne scheint, moerderisch im Schneesturm. Ein 100 Kilometer-Blizzard is da noch ein laues Lueftchen, bei 100 Meilen (keine Seltenheit) is ganz schnell Schluss mit der Pulka-Romantik.
    ich hatte ja schon geschrieben, dass ich diese Tour schon mit Ski und Puka gemacht habe, übernachtet haben wir meist im Zelt mit Ausnahme von 2 Hütten. Ich weiß also sehr gut, was es bedeutet, bei tagelangem Sturm im winterlichen Island unterwegs zu sein. Das kann sehr heftig sein, aber auch fantastisch schön. Ich stehe zu meiner Pulkaromantik.
    Übrigens wird das Thema auch in Island durchaus kontrovers diskutiert. Die Fahrten abseits der Piste hinterlassen im Vulkanboden dauerhafte Spuren, auch Furten durch Flüsse verändern die Naturlandschaft auf lange Zeit. Es gibt aber genügend Leute, denen vom Menschen unberührte Naturlandschafen nichts sagen, auch Sommerskilauf auf den Gletschern macht Ihrer Meinung nach wohl nichts aus, ist ja alles total unsensibel. Dann schauen Sie sich mal so einen Gletscher an.

    Die Hütten haben inzwischen übrigens Code-Schlössser, weil die Leute mit ihren Autos dort im Winter hinfahren und besoffen alles demoliert haben. Noch so eine Sache, die mit Autos leichter funktioniert als zu Fuß. Es gibt durchaus übrigens auch Filmer, die es schaffen, ohne Autobenutzung grandiose Naturfilme zu machen, z.B. manche Bergfilmer.
    Bei dem Beitrag geht es aber m.E. nach nicht um den (im übrigen sehr schönen) Film, der dort gemacht wurde, sondern er zielt auf den Autotourismus ab und spricht alle an, die in ihren SUV von einem Abenteuer draußen träumen, ohne sich dabei in irendeiner Weise anstrengen oder bewegen zu müssen buw. frische Luft einatmen zu müssen. Außer bei dem ach so beschwerlichen Weg von der Hotel-/Hütten-Tür zur Autotür.