Skandal bei "Tannhäuser"-Premiere: Gaskammer auf der Opernbühne

DPASS-Schergen, Gaskammer, Vergewaltigung - die Premiere von Richard Wagners Oper "Tannhäuser" in Düsseldorf geriet zum kalkulierten Skandal. Wütende Zuschauer verließen ihre Plätze. Sogar bei der anschließenden Feier bekam Regisseur Burkhard C. Kosminski den Ärger zu spüren.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/t...-a-898162.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    SS-Schergen, Gaskammer, Vergewaltigung - die Premiere von Richard Wagners Oper "Tannhäuser" in Düsseldorf geriet zum kalkulierten Skandal. Wütende Zuschauer verließen ihre Plätze. Sogar bei der anschließenden Feier bekam Regisseur Burkhard C. Kosminski den Ärger zu spüren.

    "Tannhäuser" von Wagner: Skandal wegen Gaskammer auf der Bühne - SPIEGEL ONLINE
    Und da regen sich selbsternannte Bildungsbürger über Dschungelcamp aus (welches wenigstens nicht steuerfinanziert ist).

    Ist aber eine gute, alte liebe Tradition im deutschen Theater - Provokation und Auffallen um jeden Preis, egal ob es Sinn ergibt oder nicht,
  2. #2

    theater ist anachronismus

    Wenn keiner mehr ins Theater geht denken die Macher man müsste einfach wieder ein paar Grenzen überschreiten. Das ist vorhersehbar und langweilig. Wer herausfordernde Unterhaltung will sollte sich vielleicht einfach mal einen guten Film ansehen....
    So traurig das für viele sein dürfte - Das große Massentheater bewegt sich immer schneller auf seine selbstgewählte Bedeutungslosigkeit zu...
  3. #3

    Ich finde eher den allgeimenen unkritischen Umgang mit der Person Wagner skandalös.

    Vor ca 120 Jahren fand das Bürgertum und der Adel Gerhart Hauptmanns Stücke "skandalös". Heute scheint es sowas zu sein.
  4. #4

    Wieso wird das dann Tannhäuser genannt?

    Sollte das nicht eher heißen: "Frei nach Tannhäuser, adaptiert von Kosminski"?
  5. #5

    Mutig

    Wagner war ein fetter Antisemit, wie man hier lesen kann:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Judenthum_in_der_Musik

    Das diese Inszenierung dann bei seinen Freunden nicht gut ankommt, nimmt nicht Wunder ...
  6. #6

    Ganz was Neues - oder doch?

    Nazischergen und Gestapomäntel auf deutschen Opernbühnen - mal ganz 'was Neues ? Interessant vielleicht die Auseinandersetzung mit dem Komponisten und dessen Weltsicht, die nicht - wie manch' Wagner-Hörige fest glaubend entschuldigen - von Nazis Oberen missbraucht wurde, sondern im vollen Einklang stand. Das wird bei den jährlichen Festspielen in Bayreuth gerne überspielt. Da ist dann Merkels Kleid wichtiger.

    Weiterblättern!
  7. #7

    *gähn*

    Es ist wirklich merkwürdig, wie wenig es braucht, um das alt-bildungsbürgerliche Opernpublikum zu Aufruhr Empörung zu bringen. Die Verbindung zwischen der Wagner- und der Hitler-Clique ist doch völlig evident, da kann man das auch auf der Bühne so darstellen. Sollte heute eigentlich nicht mehr als ein Gähnen hervorrufen.
  8. #8

    Einhalt gebieten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    SS-Schergen, Gaskammer, Vergewaltigung - die Premiere von Richard Wagners Oper "Tannhäuser" in Düsseldorf geriet zum kalkulierten Skandal. Wütende Zuschauer verließen ihre Plätze. Sogar bei der anschließenden Feier bekam Regisseur Burkhard C. Kosminski den Ärger zu spüren.

    "Tannhäuser" von Wagner: Skandal wegen Gaskammer auf der Bühne - SPIEGEL ONLINE
    Ihn bewege die Frage, wie man mit Tätern und Opfern umgehe und aus einer Welt des Schreckens heraus eine neue Ordnung konstituiere, sagte der Regisseur.

    Warum schreibt er nicht selbst eine Oper, in der das thematisiert wird?

    Wenn das die Themen gewesen wären, die Richard Wagner im Tannhäuser bewegen wollte, hätte er ein entsprechendes Libretto geschrieben.

    Skandalös finde ich nicht, was der Regisseur gemacht hat. Skandalös finde ich, dass der Intendant ihm nicht Einhalt geboten hat oder von vornherein im Vertrag konkrete Vorgaben gemacht hat.

    Hier werden Steuergelder in Form von Opernsubventionen vergeudet.

    Man sollte mal recherchieren, wie viele Prozent der Kulturetats der Länder in das elitäre Kunstgenre Oper fliessen und wie wenige Prozent der Bürger dies in Anspruch nehmen.

    Ich plädiere für konzertante Opernaufführungen ohne das szenische Gedöns.
    Die Regisseure wollen die Opern nicht mehr so aufführen, wie der Autor sie geschrieben hat und das Publikum interessiert sich sowieso nicht für die meist banale Handlung.

    Konzertante Aufführungen mit Orchester, Sängern und Chor und für alle, die auch noch visuell unterhalten werden möchten, werden links auf einer Leinwand Zeichentrickfilme (oder wahlweise Pornos) gezeigt und rechts abstrakte Laserilluminationen.
  9. #9

    einige der foristen hier scheinen nicht zu begreigen dass, die wagners nazis waren den mann heute noch zu jubelt und selbst richardt wagner welcher ja das ns Regime nicht miterlebte, da schon tot, pflegte antisemitische Anschauungen. aber hey was solls hauptsache man kann weiter nazis bewunder. der regisseur hat dass einzig richtige getan