Graduiertenschulen: Dr. Einsam, oder wie ich lernte, die Promotion zu lieben

BIGSSS/TMNPromovieren kann eine ganz schön einsame Angelegenheit sein - anders an Graduiertenschulen: Hier arbeiten Studenten gemeinsam an ihren Doktorarbeiten. Es ist allerdings nicht leicht, einen Platz zu bekommen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-895451.html
  1. #1

    irgenwas stimmt nicht ...

    An der BIGSSS gibt es für die etwa 100 Promotionsstudenten drei Jahr lang ein Stipendium.
    Wenn jedes Jahr nur 18 aufgenommen werden, dauert die Promotion aber doch - wie auch an Unis - fünf Jahre.
    Wie finanzieren sich dann die letzten zwei Jahre?
  2. #2

    omg

    Gibt's denn nichts mehr, was man einfach erledigt ohne zu jammern!? Jetzt haben wir im globalen Vergleich wirklich gute bildungsvoraussetzungen, Blablabla... Und es wird immer was gefunden den, immer. Früherer wirklich oft auch besser. Wohlstandsprobleme...
  3. #3

    Zweifel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    BIGGGS-Geschäftsführer Dressel beobachtet aber, dass alle Absolventen einen "qualifikationsnahen Job" gefunden hätten
    Ich bezweifele diese Angabe. Für die über 25 000 Doktoranden, die allein in Deutschland jedes Jahr auf den Arbeitsmarkt geschwemmt werden, kann es gar nicht soviele adequate Jobangebote geben. Viele müssen Jobs weit unter ihrer Qualifikation annehmen, um nicht auf Dauer arbeitslos zu sein. Besonders in den Sozial- und Geisteswissenschaften sind die Berufsaussichten für Absolventen überhaupt nicht rosig.
  4. #4

    Ein Dr.-Titel für die, die es sonst nicht geschafft hätten?

    "Wer dagegen eher an die Hand genommen werden will, für den seien Graduiertenschulen von Vorteil."
    Da hätte sich Gutti aber gefreut wenn er so gut betreut worden wäre.... dann hätte es wohl auch mit den zwei Buchstaben vorm Namen geklappt.
    Nichts gegen den Austausch mit anderen, das ist wichtig bei wissenschaftlichem Arbeiten, aber eine Promotion sollte am Ende immer noch eine selbständige wissenschaftliche Arbeit sein und man sollte dabei eben nicht zu sehr an die Hand genommen werden, also es sollte eben keine verschulte Veranstaltung sein. Wer es ohne nicht kann soll eben nicht promovieren, Doktoren gibt es genug.

    Wichtiger als der Titel sollte die Fähigkeit sein selbständig zu arbeiten, was an Unis und Forschungsinstituten bislang sehr gut funktionierte und in den meisten Fällen auch zum Abschluss führt.
  5. #5

    nix Titel

    Zitat von Friedrich Hattendorf Beitrag anzeigen
    An der BIGSSS gibt es für die etwa 100 Promotionsstudenten drei Jahr lang ein Stipendium.
    Wenn jedes Jahr nur 18 aufgenommen werden, dauert die Promotion aber doch - wie auch an Unis - fünf Jahre.
    Wie finanzieren sich dann die letzten zwei Jahre?
    Höchstwahrscheinlich wie an angelsächsischen Hochschulen: Als TA (Tutor) oder RA (Hiwi) mit dem Vorteil das Finanzierung und Betreuung getrennt wird und einer geringeren Wahrscheinlichkeit vom betreuenden Professor ausgenutzt als bei einer klassischen Lehrstuhlpromotion.
  6. #6

    Kaffee. Schwarz. Groß. - Dann weiter im Text.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Promovieren kann eine ganz schön einsame Angelegenheit sein - anders an Graduiertenschulen:
    Bemerkenswert ist folgendes Zitat aus der Meldung:

    " ..... dass Doktoranden mit einem Stipendium pro Tag im Durchschnitt 5,8 Stunden an ihrer Promotion arbeiten. Bei Doktoranden mit einem Job am Lehrstuhl sind es nur 3,5 Stunden."

    Da reib ich mir die Augen und lese abermals. Jeder Doktorand der Naturwissenschaften hat den größten Teil dieser 5,8 Std. hinter sich, wenn er zum Mittagessen in der Mensa hastet.
  7. #7

    Zitat von Friedrich Hattendorf Beitrag anzeigen
    An der BIGSSS gibt es für die etwa 100 Promotionsstudenten drei Jahr lang ein Stipendium.
    Wenn jedes Jahr nur 18 aufgenommen werden, dauert die Promotion aber doch - wie auch an Unis - fünf Jahre.
    Wie finanzieren sich dann die letzten zwei Jahre?
    Das ist der Punkt. Im Grunde handelt es sich um die Verschwendung von Steuergeldern. Wenn solche optimalen Bedingungen nicht dazu führen, dass die Promotion nach spätestens 3 Jahren abgeschlossen wurde, dann war es eine Fehlinvestition, oder das Auswahlverfahren ist gescheitert, oder die Themenstellung war dilettantisch, weil nicht zu schaffen. Gerade Sozialwissenschaftler sollte es nun wirklich schaffen, in 3 Jahren zu promovieren. Wenn nicht, dann durchgefallen. So einfach wäre das.

    Außerdem: 100 Doktoranden aus 34 Nationen, alles finanziert vom deutschen Steuerzahler. Da fragt man sich schon, wieso das so sein muss? Warum muss der Steuerzahler, dessen Kinder auf marode Schulen mit riesigen Klassen gepfercht werden, einem Historiker von den Fidschi-Inseln den Titel bezahlen?
  8. #8

    Zitat von Strangelove Beitrag anzeigen
    "Wer dagegen eher an die Hand genommen werden will, für den seien Graduiertenschulen von Vorteil."
    Da hätte sich Gutti aber gefreut wenn er so gut betreut worden wäre.... dann hätte es wohl auch mit den zwei Buchstaben vorm Namen geklappt.
    Er wäre ohne 2. Staatsexamen niemals aufgenommen worden. Bekanntlich wurde er nur deshalb Doktorand, weil die Partei ihm dazu verholfen hat. Ansonsten wäre er ohne berufsqualifizierenden Abschluss gewesen, so wie heute.
  9. #9

    Widersinnig!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Promovieren kann eine ganz schön einsame Angelegenheit sein - anders an Graduiertenschulen: Hier arbeiten Studenten gemeinsam an ihren Doktorarbeiten. Es ist allerdings nicht leicht, einen Platz zu bekommen.

    Promotion an Graduiertenschulen: Was sind Vor- und Nachteile? - SPIEGEL ONLINE
    Schule und Promotion schließen sich gegenseitig aus. Eine Promotion ist das eigenständige(!) wissenschaftliche Arbeiten. Kein "an die Hand nehmen im geschützten Umfeld"!