Werbung für Ultraorthodoxe: Bloß nichts Nacktes

Zum Pessach-Fest boomt in Israel das Geschäft mit Produkten für Ultraorthodoxe. Aber wie macht man Reklame für diese schwierige Zielgruppe? Indem man sie selbst zu Werbern macht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-891221.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    25 Frauen und Männer lernen dort derzeit unter strikter Geschlechtertrennung, wie man Begehrlichkeiten weckt.
    Lustig, wie man sich in einem Satz so sehr selbst widersprechen kann ^^


    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So demonstrierten Ende Mai 2012 sogar rund 60.000 ultraorthodoxe Juden im New-Yorker Queens-Stadion für ein koscheres Internet. Das Web sei ein "Minenfeld der Unmoral", wetterte ein Rabbiner vor der Menge.
    Das hören wir auch schon aus dem Vatikan und aus Mekka. Damit haben wir die abrahamitischen Religonen dann voll. Wohoo! Wer solche Feinde hat, KANN gar nicht so viel falsch machen.

    Bestätigt aber meine Theorie über die schwindende Unterscheidbarkeit der Religionen mit steigenden Fanatismusgrad. Je strikter, buchgetreuer und mittelalterlicher es wird, desto einfacher lassen sich Religionen mit "gegen alle und alles - besonders gegen Freude am Leben" zusammenfassen. Echte Unterschiede bemerkt man nur bei den gemäßigt Religiösen.
  2. #2

    Zitat von Atheist_Crusader Beitrag anzeigen
    Bestätigt aber meine Theorie über die schwindende Unterscheidbarkeit der Religionen mit steigenden Fanatismusgrad. Je strikter, buchgetreuer und mittelalterlicher es wird, desto einfacher lassen sich Religionen mit "gegen alle und alles - besonders gegen Freude am Leben" zusammenfassen. Echte Unterschiede bemerkt man nur bei den gemäßigt Religiösen.
    Je strikter ein Mensch sich nach einer "Heiligen Schrift" richtet, desto weniger führt er ein eigenes, selbstbestimmtes Leben. Diese Leute sind nur noch Marionetten in einem religiösen Kasperletheater.

    Gerade die Ultraorthodoxen merken gar nicht mehr, wie weltfremd sie sind und wie lächerlich sie sich mit ihren z.T. grotesken Vorschriften und Ritualen machen.
  3. #3

    Fernsehen und Radio sind tabu, man demonstriert für ein koscheres Internet und benutzt dann ausgerechnet PowerPoint? Also ehrlich, ihr macht es einem wirklich nicht leicht, sich nicht über Religionen lustig zu machen!
  4. #4

    jeder wie er will

    Zitat von _Netizen Beitrag anzeigen
    Je strikter ein Mensch sich nach einer "Heiligen Schrift" richtet, desto weniger führt er ein eigenes, selbstbestimmtes Leben. Diese Leute sind nur noch Marionetten in einem religiösen Kasperletheater.

    Gerade die Ultraorthodoxen merken gar nicht mehr, wie weltfremd sie sind und wie lächerlich sie sich mit ihren z.T. grotesken Vorschriften und Ritualen machen.
    Da haben Sie sicherlich nicht ganz unrecht...

    Mir ist grundsätzlich egal, wie ein anderer Mensch leben will, es sei denn er erwartet, dass sich der Rest der Welt seinen Ansichten unterwirft.

    Mich würde allerdings mal interessieren, wie man "koschere Coke" vermarktet ^^... ich kenne kein anderes Produkt, dass (in Bezug auf Freiheit und Unabhängigkeit) derartigen Symbolcharakter hat...
  5. #5

    Koscheres Internet - geht es noch eine Nummer schräger?

    Religiöse Essenvorschriften, ja fein. Mit Halal kann ich was anfangen, mit Verzicht auf Schweinefleisch und sogar rotem Fleisch generell auch - ist ja auch gar nicht so gesund, und man sagt den Altvorderen des Orients nach (wenn wir mal davon ausgehen, dass Judentum, Islam und Christentum dieselben Wurzeln haben - könnten wir uns darauf bitte einigen? Danke!), dass sie besonders bei den Ernährungsvorschriften sehr praktisch dachten. So weit, so gut.

    Jetzt kommt aber das Schärfste mit diesem Böcklein, das nicht in der Milch baden soll, oder so ähnlich. Herrje, nur gut, dass irgendein Prophet nichts von Luft und Getreide oder Öl und Fleisch erzählt hat, dann wäre es aber ganz schön trist mit den Kochrezepten, was? Ich schlage vor: alle essen zur Einstimmung erst mal einen schönen Krabbencocktail und dann sehen wir weiter.

    Koscheres Internet ist ein echter Kracher. Hey, das Problem fängt doch schon mit dem Computer an, der von einem Nicht-Juden gefertigt wurde. Vielleicht hatte der zuvor Schweinefleisch süß-sauer gegessen und danach auf den Laptop gerülpst - was nun? Nun ist das Teil aber sowas von unkoscher! Und dann das Internet - das wird doch vorwiegend von Seekabeln gespeist. Was meint Ihr, was da alles an Unkoscherem auf den dicken Glasfasersträngen hockt! Muscheln, Austern, Garnelen, Aale (jawohl: mega-unkoschere Aasfresser!), Quallen, Krebse, Octopussies, Hummer, Langusten und was weiß ich noch für Getier ohne Schuppen - die haben Euer Internet doch schon so mit ihrer Unkoscherheit (gibt es das Wort?) kontaminiert, das kriegt man nie wieder raus, auch nicht mit einem Meeresfrüchte-Spamfilter.

    Und die Daten werden ja, das ist sicher auch ziemlich schlimm, ständig durchmischt. Bit für Bit sausen durchs Netz und bekommen ein Adressetikett drafgepappt, damit sie wissen, zu wem sie flitzen müssen. Unterwegs jedoch vermengen sie sich mit allem Möglichen. So kann auch Eure Keduscha unterwegs im Netz Bekanntschaft mit Kochrezepten für Rinderfilets in Sahnesoße gemacht haben, und schon ist es aus mit koscher!

    Also, ich würde ja sagen: das Internet ist sowas von gar nicht koscher, dass ultraorthodoxe Juden da besser die Finger weglassen sollten. Selbst bei größter Disziplin... einmal nur nicht aufgepasst, auf einen verkehrten Link geklickt oder eine URL falsch eingetippt - und zack! - landet man bei kopulierenden (unverheirateten) Schwulen - oder Austernfischern in der Bretagne, beides unkoscher!

    Mein Rat: Finger weg vom Internet. Da lernste nix Gutes!
  6. #6

    Solange sie sich mit koscherem Essen und Trinken und den Schmiergeldern für die Gütesiegel beschäftigen, bleibt weniger Zeit um Palestinenser von ihrem Land zu vertreiben.

    Insofern ist das sehr zu begrüßen.

    Das gilt natürlich auch, wenn die ultraorthodoxen Juden z.B. die Geschlechtertrennung in israelischen Linienbussen mit Faustrecht durchsetzen. Auch dadurch bleibt weniger Zeit für Gewalttaten gegen Palestinenser.

    Besser wäre es allerdings für die Menschen schon, wenn die Geissel des Extremismus in Israel zurückgedrängt würde.
  7. #7

    Zitat von whocaresbutyou Beitrag anzeigen

    Mir ist grundsätzlich egal, wie ein anderer Mensch leben will, es sei denn er erwartet, dass sich der Rest der Welt seinen Ansichten unterwirft.
    Ach, da haben Sie von diesen Leuten nichts zu befürchten, im Gegensatz zu den übrigen abrahamitischen Religionen, missionieren Juden nicht.

    Mich würde allerdings mal interessieren, wie man "koschere Coke" vermarktet ^^... ich kenne kein anderes Produkt, dass (in Bezug auf Freiheit und Unabhängigkeit) derartigen Symbolcharakter hat...
    Wie es geht, konnte man in dem Artikel nachlesen.
  8. #8

    Zitat von alfredoneuman Beitrag anzeigen
    Also ich sehe es so; Sie haben von der Materie keine Ahnung, stattdessen, verfügen Sie über jede Menge Ressentiments und Vorurteile. Und weil das so ist, sind Sie nicht in der Lage zu differenzieren.

    Diese "Bärtigen" könnte man mit Ihrer Haltung am ehesten mit den Amischen in den USA vergleichen. Im Grunde genommen harmlose Leute, die in ihrer geschlossenen Gemeinschaft leben, und in Ruhe gelassen werden wollen. Sie sind nicht mit gewalttätigen Islamisten oder fanatischen Christen vergleichbar.
    Nicht? Was war denn mit den orthodoxen Juden, die Frauen angreifen weil sie sich in "ihren" Vierteln zu freizügig kleiden? Oder die Eisdielen auseinandernehmen, weil das Lecken an Eis angeblich Promiskuität fördert?

    Ultra-strict Jewish sect trashes ice cream parlour claiming licking cones in public promotes promiscuity | Mail Online

    Aber Hauptsache, man wirft erstmal Anderen Unkenntnis vor...
  9. #9

    bösartige Gehässigkeit

    Zitat von kölschejung72 Beitrag anzeigen

    Das gilt natürlich auch, wenn die ultraorthodoxen Juden z.B. die Geschlechtertrennung in israelischen Linienbussen mit Faustrecht durchsetzen. Auch dadurch bleibt weniger Zeit für Gewalttaten gegen Palestinenser.
    Ihre Ignoranz ist ziemlich heftig. Die Ultrarothoden leisten keinen Wehrdienst und tragen auch keine Waffen. Sie haben im öffentlichen Leben selbst mit den säkularen Juden kaum Berührungspunkte, weil sie meist geschlossen in einem Quartier leben, also geschweige denn mit Palästinensern.

    Besser wäre es allerdings für die Menschen schon, wenn die Geissel des Extremismus in Israel zurückgedrängt würde.
    Die sind nur fromm, und kommen einem gelegentlich skurril und aus der Zeit gefallen vor. Extremisten, Menschenfeinde und Hassprediger sitzen in dieser Weltgegend beispielsweise in Gaza, aber die scheinen Sie nicht sonderlich zu stören.