Arbeitsrecht: Unfallversicherung gilt nicht in der Rauchpause

DPAZigaretten sind gefährlicher, als viele denken: Wer die Arbeit zum Qualmen unterbricht, ist nicht unfallversichert. Eine Pflegerin hatte sich auf dem Rückweg von der Raucherecke den Arm gebrochen. Kein Arbeitsunfall, sagen die Richter.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-896810.html
  1. #1

    Eh klar ......

    bin selbst Arbeitgeber und halte diese ganze RentenBG Sache eh nur für Abzocke. Die bauen sich Glaspaläste und lassen wenn es sein muss jeden über die Klinge springen. Und in diesem Fall habe ich sogar Mitleid mit der Frau. Wer einmal im seniorenheim gearbeitet hat, weiß wie schwer der Job ist. Selbst meine Freundin, Altenpflegerin, raucht wenn sie im Heim Dienst am Menschen leistet. Das für einen Hungerlohn. Aber so eine verwöhnte Richtergöre, die sicher nur rosa Kleidchen tragen mußte und eh ausgesorgt hat, kann das nicht zählen. Ich bin selber Nichtraucher, aber in dem Job Altenpfleger, würde ich es wohl auch anfangen.
  2. #2

    Klasse Urteil

    Es mag unverständliche Urteile in Prozessen von Arbeitnehmern gegen die Unfall-BG geben, aber diesem Urteil stimme ich "vollumfänglich" zu.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zigaretten sind gefährlicher, als viele denken: Wer die Arbeit zum Qualmen unterbricht, ist nicht unfallversichert. Eine Pflegerin hatte sich auf dem Rückweg von der Raucherecke den Arm gebrochen. Kein Arbeitsunfall, sagen die Richter.

    Keine Unfallversicherung in der Rauchpause - SPIEGEL ONLINE
    Übrigens, kein Witz: Auch Unfall in der Toilette während der Arbeitszeit ist kein Arbeitsunfall und nicht von der Unfallversicherung des Arbeitgebers gedeckt. Der Weg dahin oder von da weg ist wieder versichert.

    BMAS - Liste der Fragen und Antworten aus dem Bereich "In welchen Fällen bin ich unfallversichert"
  4. #4

    Geht's noch?

    Da werden also (sucht-)kranke Arbeitnehmer von Richtern diskriminiert. Höchste Zeit für eine Klage!
  5. #5

    Richtig so !

    Mal abgesehen davon ist es immer eine Zumutung, wenn man in Bürogebäude (eben auch Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Flughäfen etc.) kommt und sich durch stinkende Rauchergruppen durchdrängeln muss. 1km Umkreis Rauchverbot und keinen Unfallversicherungsschutz - ja, das würde vielleicht abschrecken. Aber Raucher klinken vermutlich ihren Verstand aus, wenn es um so etwas geht...
  6. #6

    .

    Das ist eine höchst persönliche Angelegenheit!.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anderes gilt zum Beispiel, wenn man auf dem Weg zur Kantine verunglückt: Zwar gehe es auch hier um ein sehr persönliches Interesse des Arbeitnehmers - die Nahrungsaufnahme. Aber das Mittagessen habe zusätzlich einen "mittelbaren Bezug" zur Arbeit, es diene der Wiederherstellung der Arbeitskraft.
    Keine Unfallversicherung in der Rauchpause - SPIEGEL ONLINE
    An den Autor des Beitrages, was Sie schreiben, scheint nicht ganz korrekt: Nur der Weg zur Kantine und von ihr weg ist versichert, das Mittagsessen selber nicht - fällt man also durch Unachtsamkeit von Stuhl und haut sich den Kopf ein - keine Versicherung.

    Zitat: Wege zur Kantine sind versichert, der Versicherungsschutz endet bzw. beginnt mit dem Durchschreiten der Kantinentür. Der Aufenthalt in der Kantine selbst ist unversichert.

    BMAS - Liste der Fragen und Antworten aus dem Bereich "In welchen Fällen bin ich unfallversichert"
  8. #8

    optional

    "Die Richter fanden aber nicht, dass das Rauchen für die Frau so wichtig sei wie Essen und Trinken: "Eine derartige Abhängigkeit in der Form der Unabweisbarkeit wie die Stillung von Hunger oder Durst schilderte die Klägerin aber nicht", hießt es in der Urteilbegründung. Wenn es so wäre, könne sie sich ja auch mit Nikotinpflastern behelfen."

    Mit der gleichen Logik könnte das auch für den Gang zur Kantine gelten, denn schließlich kann man sich auch ein Butterbrot mit an den Arbeitsplatz nehmen, um die Arbeitsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Unfassbar..
  9. #9

    Finde ich richtig!

    Sollen die Raucher mit der Verpestung der Luft endlich aufhören. Rauchen ist nicht für den Lebenserhalt notwendig - was kommt denn als nächstes? Ein Alkoholiker, der nach einem Unfall argumentiert er könne nicht ohne Alkohol leben - es sei für ihn die Lebensgrundlage? Lächerlich.