Atomenergie - soll die neue Regierung die Laufzeiten für Kernkraftwerke verlängern?

Mit der anstehenden Regierungsbildung aus den Unionsparteien und der FDP wird auch die Energiepolitik neu bewertet. Sollen angesichts der Energieprobleme die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängert werden?
  1. #5940

    Zitat von cha cha Beitrag anzeigen
    Ihre Schätzungen liegen seit jeher meilenweit von jeglicher Realität entfernt.

    Ich hatte vom Potential des PV-Strom in Deutschland geschrieben, was Sie dann unter Hinweis auf meine früheren Aussagen über solarthermischen Desertec-Strom widerlegen wollten. Zwischen meinen Aussagen besteht aber kein Widerspruch, vielmehr zeigen Sie auch durch Ihren obigen Beitrag wiederholt Ihre vollständige Inkompetenz bzgl Energietechnik auf.
    Falsch Sie haben die Sache verdreht ich war auf Seite 577 skeptisch, dass von Desertec der Gesamtstrompreis niemals so günstig sein wird. Selbst die Industrie rechnet mit deutlich höheren Gesamtkosten als auch speziellen Einzelkosten zu solarthermischen Kraftwerken und die Jungs werden es wenn überhaupt umsetzen und sonst niemand, so viel ist mal klar. Es gibt sonst nämlich niemanden, der das notwendige Kapital besitzt.

    Im übrigen wollen Sie ihren Fehler wohl selbst gar nicht sehen. Strom egal aus welcher Anlage ist physikalisch gleich. Das sind nämlich nur Elektronen. Lediglich die Anlagen selbst sind unterschiedlich im Aufbau und Funktion.

    Was sind Sie denn von Beruf? Ich bin Maschinenbau Ingenieur.
  2. #5941

    McKinsey&Burson-Marsteller

    Zitat von Trevis Beitrag anzeigen
    Die so genannte Renaissance der Atomenergie passiert zum Glück nur in den PR-Konzepten von solch verkommenen Unternehmen wie Burson-Marsteller.

    Sie erinnern sich: Burson-Marsteller wird nicht nur von der Atomlobby engagiert sondern auch von weiteren wertvollen Zeitgenossen, u.a.:
    - argentinische Militärjunta
    - Nicolae Ceausescu
    - Monsanto (Gentechnik)
    - Union Carbide (Bophal)
    - Nigerianische Regierung (Biafra-Krieg)
    - Ölfirmen (Klimalüge)
    Als erklärter McKinsey Fan sollten Sie nicht diese alten Kamellen immer wieder hier vorbringen. Ist wenig überzeugend, sagt eher was über Ihren Mangel an echten Argumenten aus.

    So, jetzt sollten Sie aber von McKinsey 'federgeführte' Studien nicht mehr ins moralingesäuberte grüne Händchen nehmen, wo die doch glatt Kunde eines solch 'verkommenen Unternehmens' waren und wahrscheinlich immer noch sind:) :
    "In her 10 years in Burson-Marsteller, client work has included international companies such as Microsoft, Lockheed Martin, Ford, EMC, Nestle, McKinsey, Thames Water and Allergan among others.
    Darum wahrscheinlich auch die deutlich positive Stellung der ECF Roadmap2050 zur Kernkraft - das anskizzierte100% renewable Szenario unter Vorbedingung von technologischen Erfindungen im Bereich der Geothermie haben die vielleicht bloß auf Anraten von Burson-Marsteller hinzugefügt, um die naiven, philantropischen Geldgeber der Studie hinters Licht zu führen...:)


    Nochmal zur Klarstellung:

    1. Die ECF Roadmap hat im Wesentlichen Szenarien dargestellt, die mit viel Nuklearenergie ausgestattet sind.
    Michael Hogan, der Projektleiter der ECF Roadmap2050: "......it is quite explicitly not anti-nuclear (indeed includes favorable assessments of scenarios with quite a large amount of nuclear)"

    2. Die ECF Roadmap sieht Kernenergie und Erneuerbare im Einklang:
    "Both nuclear and fossil plants with CCS can be compatible with intermittent renewable energy sources. The combination of an expanded grid and increased back up plant capacity can balance a system that contains both some quantity of “baseload” generation as well as high levels of intermittent power. Load factors of nuclear and coal plus CCS remain high throughout the year, while curtailment of renewable energy remains below 3%."
  3. #5942

    Zitat von Ein Belgier Beitrag anzeigen
    Niels Gram vom dänischen Industrieverband sagt "Windmühlen sind ein Fehler und machen wirtschaftlich keinen Sinn." Aase Madsen, der Vorsitzende für Energiepolitik im dänischen Parlament, nennt es "eine furchtbar teure Katastrophe."

    Ist natürlich störend, wenn jemand vom Industrieverband und ein anderer aus dem Parlament nicht in die WKA Jubelverse einstimmen; es soll ja noch Leute geben, die gegen die Ökopropagande immun sind - auch im Vorzeigeland DK.
    Übrigens, seit 2006, seit dem Auslaufen der Staatsförderung stagniert der Dänische WKA Zubau; also auch hier kein selbsttragendes Energiekonzept....
    Wie gesagt - das sehe ich hier auf meinem Privatgrundstück nicht so:
    KEINE umkippenden "Deep-Water-Horizons", KEINE angeblich auf Millionen Jahre "sichere Endlager" wie ASSE II, KEIN Klimawandel, KEINE GAUs, KEINE Preisschwankungen durch Spekulanten, KEINE Energiekrisen.

    Nur sichere, preiswerte Energie.
    Selbst erzeugt.

    Aber halt auch KEINE Profite für die Energiemafia.

    GENAU DAS aber nervt Sie als Scherge dieser Mafia. Daher tun Sie alles, um irgendwie verunglimpfend und irrlichternd selbst zu normalen Arbeitszeiten hier Ihren gedanklichen Unrat abzusondern.

    Nur: IHRE Zeiten sind vorbei ! Selbst in politisch eher dunklen Regionen dieser Republik wird selbst das letzte Scheunendach blau.

    Gewöhnen Sie sich daran: Ihre Zeit als atomarer Kabelbeschichter ist vorbei. Vielleicht kümmern Sie sich in Zukunft besser um die Autobahnbeleuchtung in Ihrem Heimatland ...
  4. #5943

    Zitat von Petra Beitrag anzeigen
    Am 4. Oktober 2009 z.B. haben die Netzbetreiber zwischen 1 Uhr und sechs Uhr morgens 14 Millionen verbrannt, um den Windstrom loszuwerden – da sank der Windstrompreis an der Strombörse auf Minus 500 €. Und zu den 14 Millionen kamen für ca. 100.000 MWh noch ca. 5 Millionen an gesetzlich garantierter Einspeisevergütung dazu – macht 20 Millionen. Damals mußten die ÜNB den Minuspreis (=Verlust) noch selber tragen - aber das dürfen sie jetzt ab 1.1. 2010 an die Endkunden weitergeben, ganz legal nach Gesetz – dem wunderbaren EEG, das auf der ganzen Welt Nachahmer findet....
    Warum wurden denn die nach Ihren und der Atomlobby so plötzlich synchron besungenen wunderbar flexibel regelbaren AKW zu diesem Zeitpunkt NICHT heruntergeregelt? Hm? Die zahlten lieber die von Ihnen beweinten 500 Euro pro MWh aus eigener Tasche statt runterzuregeln. Warum sollten die das tun, wenn die AKW doch so schwesterlich agieren könnten? Doch nur Stiefschwestern?
  5. #5944

    Zitat von Trevis Beitrag anzeigen
    Vielleicht verraten Sie mir dann auch noch, wann dem Verbraucher nicht der Preis eines "Gas-Stroms" in Rechnung gestellt wird - hm?
    Klar. Wenn keine Gaskraftwerke laufen.
    Zitat von Trevis Beitrag anzeigen
    Doch halt Sie haben ja nach dem Merit-Order-Effekt von AKWs gesprochen, das zeigt allerdings, dass das Verständnis dafür doch in weiter Ferne liegt.
    Rechnen Sie es mal aus. Trauen Sie sich! Wie viel wird der Strom nach Merit Order teurer wenn die AKW abgeschaltet werden?
    Entweder Sie beginnen zu verstehen, dass M.E. weniger als die halbe Wahrheit ist oder Sie wenden M.E. wenigstens konsequent an.
  6. #5945

    Zitat von bernhardt11 Beitrag anzeigen
    Warum wurden denn die nach Ihren und der Atomlobby so plötzlich synchron besungenen wunderbar flexibel regelbaren AKW zu diesem Zeitpunkt NICHT heruntergeregelt? Hm? ....
    a) KKW können sicherlich abgefahren werden, brauchen dann allerdings mehr als 12 Stunden um wieder hochgefahren werden zu können (Xenonvergiftung). Ja, ein Nachteil der KKW

    b) Wird Strom durch fluktuierende Erzeuger bereitgestellt, müssen immer konv. Reserven bereit stehen. Weiß man zum Beispiel, dass in 8h totale Flaute herrschen wird, muss dies in der verbundsweiten Kraftwerkseinsatzplanung berücksichtigt werden. Kohle/Gas können ohne größere Stillstandszeiten wieder angefahren werden. KKW bleiben in solchen Zeiten zur schnelleren Reaktion immer im zero load-hot Zustand (Grund, siehe a).
  7. #5946

    Zitat von grubers Beitrag anzeigen
    a) KKW können sicherlich abgefahren werden, brauchen dann allerdings mehr als 12 Stunden um wieder hochgefahren werden zu können (Xenonvergiftung). Ja, ein Nachteil der KKW
    Es geht nicht um das herunterfahren auf 0% Leistung sondern auf die immer wieder als "mit Links" herunterfahrbarer Leistung auf 20-50% der Maximal-Leistung. Und hier sollen AKW's alle anderen Kraftwerke schlagen.
  8. #5947

    Zitat von Reziprozität Beitrag anzeigen
    ... Da wo ich wohne gibt es jahreszeitlich bedingt eine ausgedehnte Flaute mit Windstärken unter 1 Bft begleitet von z.T. sehr dichtem Nebel zwischen Ende September bis ca. Mitte Dezember. Natürlich bescheint da ein sehr diffuses Taglicht die PV-Zellen ... während etwaige WKA sich monatelang nicht bewegen.

    ;-o
    Aber "Rezi"!
    Sie als Fachmann kennen doch die bestehenden Verbundnbetze und Pläne für deren Ausbau /Optimierung?
    Selbst wenn bei Ihnen im schweizerischen Bergdorf mal wochenlang kein Wind weht und sich Nebel festsetzt - auf die gesamte Schweiz werden Sie diese Wetterlage doch sicher nicht übertragen?
    Auf ganz Europa sicher erst recht nicht?!?

    Also was soll dann diese "Billigargumentation" mit einzelnen Standorten?

    Generell ist es doch so, dass bei sommerlichem Hochdruckwetter PV recht zuverlässig arbeitet (wie z.B. in den letzten Wochen) - aber oft Windflaute herrscht.
    Demgegenüber ist Herbst /Winter /Frühjahr eher Zeit für WKA-Strom, die PV-Anlagen steuern da eher weniger bei. Somit ergänzen sich schon diese beiden Technologien recht gut.
    Zusätzlich spricht man doch vom EE-Mix, der auch in Ihrer schweizerischen Wohngegend bei Nebel und Flaute die Stromversorgung sicherstellen kann.

    Ach ja, wie sieht man eigentlich außerhalb D die neg. Strompreise an der hiesigen Strombörse?

    "Wenn bei starkem Wind viel Strom ins Netz eingespeist wird, kommt es zu einem Überangebot an Strom, weil Atom- und Kohlekraftwerke nur sehr langsam gedrosselt werden können. Von solchen Überkapazitäten in Deutschland profitieren Betreiber von Pumpspeicherkraftwerken, denn diese erhalten bei negativen Preisen Geld für die Abnahme von Strom und können die dadurch höhere eigene Erzeugung später attraktiver weiterverkaufen."

    Beißt sich bischen mit den Aussagen der "Atomiker" zur "Verschwisterung" von AKW und WKA und weist auch darauf hin, warum die geänderten Umlagerichtlinien wieder zu Zusatzgewinnen bei den EVU führen - der "nichtprivelegierte" Endkunde darf das in der EEG-Umlage mitbezahlen.
    Man schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe:
    - eigene große WKA führen zu tollen EEG-Vergütungen und Stromüberangebot bei Starkwinden
    - denn dank geänderter Umlagerichtlinie müssen AKW und Kohle-KWs nicht mehr zugunsten von EE-Strom gedrosselt werden ...
    - geschenkter Strom + Kaufbonus bei neg. Preisen für PSKW-Betreiber
    - geschenkter Strom wird zu Lastzeiten wieder teuer verkauft (Zusatzgewinne)
    - höhere Regelaufkommen erhöhen unlagefähige Kosten (Gewinne)
    - Steigende EEG-Umlagekosten, z.T. selbst unsinnigerweise erzeugt, werden als Propaganda gegen die EE eingesetzt
  9. #5948

    Zitat von gucky2009 Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um das herunterfahren auf 0% Leistung sondern auf die immer wieder als "mit Links" herunterfahrbarer Leistung auf 20-50% der Maximal-Leistung. Und hier sollen AKW's alle anderen Kraftwerke schlagen.
    Nicht "auf", sondern "um" 20-50% der Nennleistung.

    http://www.ier.uni-stuttgart.de/img/...tw_2010-02.pdf
  10. #5949

    Zitat von Ein Belgier Beitrag anzeigen
    Ja, das werden wir auch noch in 20 Jahren lesen:"bald sind die EE-Subventionen überflüssig..."
    Bis jetzt habe ich von Atomikern immer nur gelesen: In 50Jahren könnte Kernfusion unseren Strombedarf stillen.
    Oder von Anderen: Bis 2050 ist eine Energieversorgung aus EE möglich.
    Was halten Sie da für die realistischere Aussage?

    Zitat von Ein Belgier Beitrag anzeigen
    Aus der Sicht des PV-Dachbesitzers ist der Blick auf die Investitionskosten natürlich wichtig; der Stromkunde in seiner Mietwohnung sieht nur den immer schneller wachsenden Berg der Solarschulden, die er mit seiner Stromrechnung abtragen darf. Aber mit den Leuten reden Sie ja nicht...
    Oh doch! Gerade denen, die Ihre Argumentation gehört haben erkläre ich immer wieder, dass die Kosten für EE-Strom Erzeugung sinken, die für fossilen und AKW-Strom aber unabwendbar und anabsehbar steigen und weiter steigen werden.

    Es ist also nur eine Frage von Jahren bzw. max. wenigen Jahrzehnten, bis EE-Strom deutlich preiswerter und vor allem preisstabil ist ...
    Man kann ja sehr gut die Strompreise abgeschriebener AKW mit den Gestehungskosten abgeschriebener PVA oder WKA vergleichen - so 20 Jahre nach Ihrer Inbetriebnahme ...

    Aber das blenden Sie ja aus. Logisch natürlich wenn Sie hier im Forum offen erklären, Planungen über mehrere Jahrzehnte seien sinnlos.
    Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie eigene Kinder haben - da sollte man sich nämlich Gedanken für kommende Jahrzehnte machen ...

    Zitat von Ein Belgier Beitrag anzeigen
    Sie haben Null Ahnung; weder von den technischen noch von ökonomischen Grundlagen der Stromwirtschaft - ...
    Nein, Null Ahnung haben Sie nicht - aber eine ralitätsfremde Wahrnehmung der Tatsachen und Argumentation ...

    Zitat von Ein Belgier Beitrag anzeigen
    Nachts braucht der politisch korrekte Ökomensch ja keinen Strom - danke dass Sie es hier noch einmal in aller Offenheit angesprochen haben.
    Sehen Sie - das ist es!

    Sie verlinken zur Stromeinspeisung PV zwischen 00:00-06.00Uhr - ohne die recht interessanten Tagesproduktionen zu kommentieren ...

    Natürlich kennen Sie die Stromlastkurve mit ihrem nächtlichen Minimum.
    Natürlich kennen Sie z.B. Sunny-BackUp von SMA oder Lösungen für Inselversorgung allein mit PV - technisch also kein Problem.
    Natürlich wissen Sie, dass gerade die Kosten für PVA drastisch im Fallen sind.
    Natürlich wissen Sie auch, dass neben PV noch andere EE-Stromerzeuger einspeisen - auch nachts für den "politisch korrekte Ökomensch".

    Aber obwohl Sie all das wissen (Ja, ja, ich gestehe Ihnen etwas mehr als "Null-Ahnung" zu!) schreiben Sie solchen Blödsinn -
    Warum eigentlich?

    Gerade für den "politisch korrekte Ökomensch" ist es nicht mehr lang hin, seinen Privathaushalt unabhängig von den EVU mit EE zu versorgen. Das lässt sich sogar mengenmäßig ausbauen - die Preise sind am Fallen. Aber dann fällt für die großen EVU natürlich der "nichtprivelegierte Endverbraucher" weg, dem man bisher überteuerte Strompreise aufzwingen kann ...