SS-Mitglied Horst Tappert: "Er war ein einfacher Soldat"

DPAWar er freiwillig dabei? Hat er Kriegsverbrechen begangen? War er am Holocaust beteiligt? Im Interview spricht der SS-Experte Jan Erik Schulte darüber, wie "Derrick"-Star Horst Tappert zum SS-Panzergrenadierregiment 1 "Totenkopf" gekommen sein könnte - und was dort womöglich seine Aufgabe war.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/waff...-a-896742.html
  1. #1

    Unschuldsvermutung für SPON

    Für die SPON-Redakteure gilt ebenso die Unschuldsvermutung:
    Sie wissen es nicht besser.

    Wie im letzten Absatz zu lesen, gab es 1943 ca. 250.000 SS-Mitglieder - also 250.000 Verdächtige....
  2. #2

    Mein Gott er war damals 19

    und als er 9 war, kam der Führer ins Amt. Heute werden 21jährige nach Jugendstrafrecht verurteilt. Laßt dem Mann seine Würde und Ehre, Verbrechen sind ihm nicht nachzuweisen und er bleibt für mich ewig Derrick...Schütze Arsch in der SS hin oder her. Wäre er SS-Offizier gewesen... aber so ?
  3. #3

    Faires Interview

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    War er freiwillig dabei? Hat er Kriegsverbrechen begangen? War er am Holocaust beteiligt? Im Interview spricht der SS-Experte Jan Erik Schulte darüber, wie "Derrick"-Star Horst Tappert zum SS-Panzergrenadierregiment 1 "Totenkopf" gekommen sein könnte - und was dort womöglich seine Aufgabe war.

    Waffen-SS-Mitglied Horst Tappert: Interview mit Historiker Schulte - SPIEGEL ONLINE
    Handlungen und Entscheidungsmotive sollte man IMMER von den Umständen der Zeit abhängig machen, in der sie gelebt bzw. getroffen wurden!
    Jugendlicher Idealismus ist in Diktaturen, die es geschickt anlegen, immer verführbar! Man lese nur DIE WELLE.
    Ich habe eine Veteranen-Ehrung in Hawai miterlebt: Die waren zufällig auf der richtigen Seite! Vor der Kampfkraft der SS-Divisionen hatten die Alliierten höchsten Respekt! Das waren alles überzeugte und ausgesuchte junge Leute: Elite eben! Wie kann man da nur 70 Jahre später mit den Überzeugungen von heute, Urteile abgeben? Bigott!!
  4. #4

    schweigende Generation

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    War er freiwillig dabei? Hat er Kriegsverbrechen begangen? War er am Holocaust beteiligt? Im Interview spricht der SS-Experte Jan Erik Schulte darüber, wie "Derrick"-Star Horst Tappert zum SS-Panzergrenadierregiment 1 "Totenkopf" gekommen sein könnte - und was dort womöglich seine Aufgabe war.

    Waffen-SS-Mitglied Horst Tappert: Interview mit Historiker Schulte - SPIEGEL ONLINE
    jetzt schreien sie alle wieder auf, lasst den armen Mann in Frieden ruhen - aber er war in seiner Fernsehrolle ein allseits geachteter Mann des Rechts, der sich auch privat als honoriger Vertreter des deutschen Bürgertums gab.
    Typischer Vertreter der schweigenden Generation der jungen Kriegsteilnehmer, meiner Elterngeneration. Hätten sie doch mehr gesprochen und getrauert als in dieser steinernen Recht und Ordnung, Aufbau- und Schaffementalität zu verharren!
  5. #5

    Ist es wirklich eine Meldung wert, dass ein mittlerweile verstorbener Deutscher des Jahrgangs 1923 (!) einfaches Mitglied der Waffen-SS war?
  6. #6

    ?

    Zitat von burggen Beitrag anzeigen
    Für die SPON-Redakteure gilt ebenso die Unschuldsvermutung:
    Sie wissen es nicht besser.
    Wie im letzten Absatz zu lesen, gab es 1943 ca. 250.000 SS-Mitglieder - also 250.000 Verdächtige....
    Und was genau haben die SPON-Redakteure mit Horst Tappert, der SS und der Unschuldsvermutung zu tun? Bis auf die Tatsache, dass sie ein Interview mit dem sogenannten SS-Experten Jan Erik Schulte veröffentlicht haben? Und weder SPON noch Herr Schulte behauptet haben, dass Tappert ein SS-Verbrecher ist?
    Aber Sie haben recht: Die Unschuldsvermutung sollte gelten - für uns alle.
  7. #7

    Lasst "Derrick" in Frieden ruhen. Es gibt wirklich wichtigere Themen.
  8. #8

    Unschuldsvermutung?

    Das geht ja gar nicht - da sollten sich doch noch ein paar Menschen finden lassen, die den Horst kräftig vorverurteilen und mit moralischer Überheblichkeit erläutern, was er anders hätte machen können. Wäre ja auch noch schöner, den davon kommen zu lassen, oder sogar Mitgefühl zu zeigen, er heisst ja nicht Günter Grass.
  9. #9

    Den Mantel des Schweigens darüber

    Habe schon oft festgestellt, dass es besser ist, bei Künstlern jener Generationen, die man schätzt und mag, besser nicht nachzuforschen, was sie während der NS-Zeit so alles trieben. Elisabeth Flickenschildt trat schon vor der Machtergreifung in die NsdAP ein, Brigitte Mira und Gisela Schlüter verbreiteten in der Wochenschau übelste Propaganda und Klaus Havenstein, Urgestein des Nachkriegskabaretts, war in der SS-Leibstandarte. Dennoch sollte man erstmal positiv von einer möglichen Läuterung ausgehen.