Gebäudeeinsturz in Bangladesch: Begraben in der Betonhölle

AFPAm Tag nach dem Einsturz eines Fabrikgebäudes in Bangladesch offenbart sich das Grauen. Noch immer hört man Schreie unter den Trümmern, es soll mehr als 1500 Verschüttete geben. Arbeiter entdeckten schon am Vortag des Unglücks Risse im Gebäude - und wurden dennoch ins Verderben geschickt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-896399.html
  1. #1

    Behörden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Am Tag nach dem Einsturz eines Fabrikgebäudes in Bangladesch offenbart sich das Grauen. Noch immer hört man Schreie unter den Trümmern, es soll mehr als 1500 Verschüttete geben. Arbeiter entdeckten schon am Vortag des Unglücks Risse im Gebäude - und wurden dennoch ins Verderben geschickt. Bangladesch: Wie es trotz Warnzeichen zum Fabrikeinsturz kam - SPIEGEL ONLINE
    Na hoffentlich wird auch die zuständige, wahrscheinlich korrupte Behörde zur Rechenschaft gezogen. Die Art erst einmal ein paar Stockwerke zu bauen und bei Bedarf noch was draufsetzen ist übrigens nicht nur in BD verbreitet.
  2. #2

    Die große materielle Armut

    Armes Bangladesch vormals Ost Pakistan. War es ein Segen sich vom Mutterland loszusagen?
    Und nun dieses großes Unglück! Die große materielle Armut die überall präsent ist. Menschen sterben an zu wenig Nahrung
    und nun dieses! Dieses Lied sei den Hinterbliebenen gewidmet.
    http://www.youtube.com/watch?v=xpGPNWjJD20
  3. #3

    Die Gierigen und die Ausbeuter!!

    In meiner Jugend habe ich eine zeitlang als Zolldeklrarant
    in Hamburger Freihafen gearbeitet.
    Da wurde jede Sendung aus dem Ausland verzollt und
    versteuert.Dieses musste sofort bezahlt werden.
    In dieser Zeit wurde auch vieles in viele Laender exportiert und dort ebenfalls verzollt. Das waren gesicherte Staatseinnahmen!!!
    Wer hat da saemtliche Einfuhrzoelle im Zuge der Globalisierung abschaffen lassen? Derjenige hat die Verantwortung zu diesem Unfaellen in B.D. zu uebernehmen.Ein deutscher Schuhmacher oder Sattler
    war einfach zu teuer um Fussbaelle zu naehen!!!
    Also in ein Billiglohnland. Da wird skrupellos ausgebeutet!
    Angefangen von Nordafrika bis runter zum Sueden, Asien
    sowieso.
    Hier wurden Fabriken dichtgemacht, die Leute auf die Strasse gesetzt, nur um ein paar Euro mehr zu verdienen, indem man in Osteuropa produzieren liess.
    Aufgrund der Gier einzelner Produzenten und Verkaufsarien
    wurde es billiger. Viele Aeltere bekamen in DE keine Arbeit mehr und die Jugend steht auch arbeitslos da. Und das
    Alles damit BILLIG, BILLIG wurde.
    In Asien gibt es so gut wie keine Baubehoerde und wenn, hilft Bakschisch!!
    Da braucht man sich garnicht so weit aus dem Fenster lehnen. H4 ist zwar unter Schroeder eingefuehrt worden.
    Vorher gab es Alhi. 40%? vom letzten Nettolohn. Wenn einer 800 Euro bekam er 320 Euro und sonst nichts!!!

    Schoene heile Welt auf Kosten der Armen, gell Herr Schaeuble und Frau Merkel.
    Haben Sie einmal den Mut, Frau Merkel und stellen Sie sich mit Herrn
    Schaeuble an einer Tafel an. Leider sind sie dazu zu feige!!!
    Helmut Schmidt stand 1962 mit einer Schaufel im Freihafen Hamburg und beaufsichtigte die Rettungsarbeiten. Da kam ich zufaellig vorbei und habe
    zugeschaut. Es klappte wunderbar. Sie Frau Merkel kletterten zur zwei
    Leitersprossen nach oben an der Oder und waren innerhalb einer Minute
    wieder unten. Ach so, Sie sind nicht SCHWINDELFREI..
  4. #4

    Bangladesch

    ..ich war in den 90er Jahren dreimal dort, gescätlich, Telekommuniktions-Industrie.
    Ich habe schon viel gesehen im Kapitalismus, aber diese vollkommen an den Arbeitern desinteressierte Haltung, die Selbstverständlichkeit mit der mit Menschenleben gespielt wurde...das habe ich weltweit noch nie gesehen, und ich war in sehr vielen Ländern. Das Wort Empathie fehlt dort vollkommen, es ist keine Bösartigkeit, es ist einfach nur das vollkommene Fehlen menschlicher Gefühle. Der Grund ist die Mentalität, der Kapitalismus nutzt diese Einstellung in Form der dortigen Reichen.
  5. #5

    Ausgerechnet

    Zitat von papayu Beitrag anzeigen
    Helmut Schmidt stand 1962 mit einer Schaufel im Freihafen Hamburg und beaufsichtigte die Rettungsarbeiten. Da kam ich zufaellig vorbei und habe
    zugeschaut. Es klappte wunderbar.
    der Schmidt, der große Humanist.
    Tausende Tote : Altkanzler Schmidt verteidigt Tian'anmen-Massaker - Nachrichten Politik - Deutschland - DIE WELT
  6. #6

    Helmut Schmidt und TianAnMen

    Auch In Deutschland gäben die Notstandsgesetze einen TianAnMen-Vorfall her. Wenn der Staat als solcher bedroht ist (und das war China) zählen die individuellen Rechte nicht mehr. Vergleiche die Deutschen Nostandsgesetze von 1968. China konnte meines Erachtens nicht anders haltem, ein Land mit 1300 Millionen (!!!) Einwohnern lässt sich nicht demokratisch führen, es sei denn, diese Einwohner seien wie in den USA und Europa, entsprechend saturiert und (dadurch) uninteressiert an Politik.
  7. #7

    Was für ein Land.....

    Lokale Medien berichten, dass das Gebäude einem einflußreichen örtlichen Nachwuchs-Parteifunktionär gehörte, ein Umstand, der für sich schon einiges erklärt, wenn man etwas mit dem Land vertraut ist. Es wird auch berichtet, dass eine Baugehmigung für das Gebäude durch eine lokale Behörde des Stadteils Savar erteilt wurde, die aber lt. einer anderen Behörde (RAJUK, der Standentwicklungsbehörde für den Großraum Dhaka) dazu gar nicht befugt ist. Auch das ist typisch, und erinnert an das Feuer bei Tazreen. Diesem Feuer folgend wurden tausende Fabriken durch eine Task Force begutachtet, und es wird berichtet, dass etwa 50% der Fabriken Mängel aufwiesen. Nicht eine Fabrik wurde geschlossen oder Eigner bestraft, man hat nur Maßnahmen empfohlen (lt. BBC). Man muss wissen, dass Dhaka 1947 noch etwa 280.000 Einwohner hatte, und seitdem auf derzeit über 10 mio Einwohner gewachsen ist, überwiegend ohne eine irgendwie wirksame Adminisitration, einfach wild wuchernd, mit einer desaströsen Infrastruktur und mit völlig korrupten Beamten. Man muss kein Hellseher sein um zu sagen, dass dies nicht das letzte Mal sein wird, dass solche Katastrophen passieren.
  8. #8

    Schmidt im Alter

    uiuiui ..." Die Aussage, dass in China die Freiheitsrechte zugunsten des Wohlstands "geopfert" würden, sei falsch. Persönliche Freiheitsrechte habe es in der chinesischen Geschichte nie gegeben."
    Persönlicher Wohlstand dann ja wohl auch nicht.
    manch einer wird etwas eigen im hohen Alter
  9. #9

    Wohlstand in China

    China hat sehr wohl "Wohlstandsbürger" geschaffen, einhergehend mit einer Steigerung des gesamten Lebenstandards. Vergleichen Sie einmal mit Mao's Zeiten der Kulturrevolution, als über 20 Millionen verhungerten. Es gibt persönliche Freiheitsrechte in China, zunehmend, aber diese sollten sich möglichst NICHT gegen die Partei richten. Alleine die sichtbaren Veränderungen zwischen 1990 und 2002 (als ich öfters dort war) finde ich bemerkenswert, allerdings nicht vergleichbar mit unseren westlichen Idealen. Für China jedoch ein riesiger Schritt...und es geht Schritt für Schritt weiter. Eine "Demokratie über Nacht" wäre fatal, für das Land und die Menschen dort. In Bangladesh aber herrscht eine Oligarchie, welche ausschließlich am persönlichen Wohlergehen interessiert ist.