Mini-Master mit nur zwei Studenten: Zu zweit ist man weniger allein

Verkatert zur Uni? In der Vorlesung dösen? Heimlich mit dem Nachbarn tuscheln? Katharina Häringer, 24, und Michael Nützel, 23, müssen sich das verkneifen. Sie studieren Musikjournalismus in München - und sind die einzigen Studenten. Ihnen gefällt ein Studium zu zweit. Meistens.

http://www.spiegel.de/unispiegel/hef...-a-894823.html
  1. #1

    Wo sind die Fachhochschulen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Verkatert zur Uni? In der Vorlesung dösen? Heimlich mit dem Nachbarn tuscheln? Katharina Häringer, 24, und Michael Nützel, 23, müssen sich das verkneifen. Sie studieren Musikjournalismus in München - und sind die einzigen Studenten. Ihnen gefällt ein Studium zu zweit. Meistens.

    Musikjournalismus in München: Zu zweit studieren - SPIEGEL ONLINE
    Was für ein Wahnsinn!
    Was für eine unsinnige Verschwendung von Steuergeldern!
    Weiß jemand hier noch, was UNIVERSITAS bedeutet?!

    Die beiden wären mit einem Volontariat bei einem größeren Radiosender und einem Praktikum bei einer Zeitung wohl ausreichend gut ausgebildet. Ein Studium - beinahe egal, welcher Fächer - sollte ihnen den Horizont für größere Zusammenhänge öffnen. Genau dies unterbleibt aber: Das zeigt den ganzen Irrsinns unseres Bildungssystems auf.

    Die jetzt gemachten Fehler werden sich in zwei Generationen bitterböse rächen.
  2. #2

    Sehe ich nicht so.

    Zitat von Björn Borg Beitrag anzeigen
    Was für ein Wahnsinn!
    Was für eine unsinnige Verschwendung von Steuergeldern!
    Weiß jemand hier noch, was UNIVERSITAS bedeutet?!
    Über die Qualität und Inhalte des genannten Studiums "Musikjournalismus" weiß ich nicht Bescheid, daher würde ich es mir nicht anmaßen, über die Sinnhaftigkeit zu urteilen. Warum können Sie das?

    Und ein solcher Studiengang ist die absolute Ausnahme. Es gibt genug überlaufene Studiengänge mit mehr Studenten als Sitzplätze im Hörsaal.
    Ich finde es gut, dass das Studium angeboten und auch mit nur 2 Studenten durchgeführt wird. Das macht doch gerade die Bildungslandschaft aus: Vielfalt.
  3. #3

    Fänd ich super wenn's beim Bwl studium so zugehen würde
  4. #4

    Schon zu spät

    Zitat von MoQ Beitrag anzeigen
    Ich finde es gut, dass das Studium angeboten und auch mit nur 2 Studenten durchgeführt wird. Das macht doch gerade die Bildungslandschaft aus: Vielfalt.
    Sie finden das gut, weil Ihnen bereits der Überblick (UNIVERSITAS) darüber fehlt, wieviel hundert oder gar tausend solcher überflüssigen Mini-Studiengänge inzwischen bundesweit geschaffen wurden.
    Spezialisten auszubilden, ist aber nicht die Aufgabe der Universitäten. An Universitäten sollen Menschen SICH ausbilden, und zwar breit - was Sie gut finden, gehört an Fachhoch- oder gar an Berufsschulen. Solch ein Studiengang hätte daher niemals akkreditiert werden dürfen: Er trägt dazu bei, unsere Universitätslandschaft zu zerstören.
  5. #5

    Der Wirtschaft

    Zitat von ernada Beitrag anzeigen
    Fänd ich super wenn's beim Bwl studium so zugehen würde
    würde das sicher sehr gut tun!
    Mein ich nur halb sarkastisch ;)
  6. #6

    und ich glaubte ...

    ... die Universitäten seien unterfinanziert. Aber wie oft: Dort wo am lautesten geklagt wird ...
  7. #7

    Was soll das?

    Klar, ich freu mich für die beiden, erinnere mich aber an mein eigenes Studium indem aus Kapazitätdgründen für ein Drittel des Semsters ein Zwangswartesemester eingelegt werden musste. Frage mich ob dies der universitären Landschaft in Deutschland gut tut. Diese Art der Bildungsförderung viel zu individuell und hoffentlich ein Einzelfall.....
  8. #8

    In meinem Master (allerdings konsekutiv) sind wir nur zu viert, eine Bekannte hat in ihren beiden (ebenfalls konsekutiven) Masterstudiengängen einen bzw. zwei Kommilitonen und auch eigentlich große Fächer wie Geschichte scheinen im Master (noch) eher unterbesetzt zu sein, allerdings werden wir als erster Masterjahrgang in den meisten Kursen noch mit den letzten Magisterstudenten zusammen unterrichtet. Grundsätzlich glaube ich, dass sich die neuen Masterstudiengänge, insbesondere komplett neu geschaffene und sehr spezialisierte, erst bewähren und etablieren müssen, dann wird die Zahl der Studenten auch steigen. Solche Anlaufschwierigkeiten gleich als Grund für eine Nichtrentabilität zu sehen finde ich deshalb vermessen.
  9. #9

    Zitat von Björn Borg Beitrag anzeigen
    Spezialisten auszubilden, ist aber nicht die Aufgabe der Universitäten. An Universitäten sollen Menschen SICH ausbilden, und zwar breit
    Und in wie weit hat das etwas mit der Größe der Studiengänge zu tun?
    Sich breit auszubilden dürfte, in Zeiten von Bachelor und Master, bei so kleinen Studiengängen, wenn die Dozenten den Lehplan darauf anpassen, deutlich leichter sein als in überlaufenen Studiengängen.