Arbeitsmarkt: Schweiz begrenzt Zuwanderung für EU-Bürger

DPAOffene Grenzen in Europa? Nicht im Fall der Schweiz. Das Land beschränkt jetzt die Migration für Bürger aus den 17 EU-Mitgliedsländern, darunter auch Deutschland. Es gehe um eine "wirtschafts- und gesellschaftsverträgliche" Steuerung der Zuwanderung.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-896353.html
  1. #1

    Schurkenstaat?

    Tragisch an dieser Komödie bleibt, dass eine Minderheit (Volkspartei, gesponsert von den Libertären) tunlichst die Lage negieren will, dass dieses Land von überall abhängig ist. Irgendwann wird die Schweiz nicht mehr ernst genommen. Auch Schweizer Normen werden in Europa geflissentlich nicht mehr kompatibel sein. Das Land denkt, es kann erpressen: Kontingente im Tausch gegen den Erhalt dieses zu eigennützigsten missbräuchlichsten Zwecken zu erhaltenen Bankgeheimnis'.
  2. #2

    Abwarten

    Früher oder später fehlen Fachkräfte...dann könnte der Schuß nach hinten losgehen. Und jetzt da verstärkt Steuerhinterzieher gejagt werden, muß die kleine Schweiz sich irgendwie wehren, gegen die "bösen" EU-Bürger ;-)
  3. #3

    In der

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Offene Grenzen in Europa? Nicht im Fall der Schweiz. Das Land beschränkt jetzt die Migration für Bürger aus den 17 EU-Mitgliedsländern, darunter auch Deutschland. Es gehe um eine "wirtschafts- und gesellschaftsverträgliche" Steuerung der Zuwanderung.

    Schweiz begrenzt Zuwanderung für EU-Bürger - SPIEGEL ONLINE
    Schweiz hört man noch aufs Volk und das Volk wird nicht nur repräsentiert, sondern vertreten.

    Ich könnte mir das auch für Deutschland vorstellen.
    Bin selber Migrant.
  4. #4

    Uiuiuiui ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Offene Grenzen in Europa? Nicht im Fall der Schweiz. Das Land beschränkt jetzt die Migration für Bürger aus den 17 EU-Mitgliedsländern, darunter auch Deutschland. Es gehe um eine "wirtschafts- und gesellschaftsverträgliche" Steuerung der Zuwanderung.

    Schweiz begrenzt Zuwanderung für EU-Bürger - SPIEGEL ONLINE
    ... da glaubt aber jemand, dass die EU auf gar keinem guten Weg ist, wenn man sich so vor Wirtschaftsflüchtlingen retten will. Hey, kauft, Gold ist noch unterbewertet! Es geht los.

    Die EU und speziell die Eurozone fliegen langsam aber sicher auseinander - auch wenn es die Mutter aller Parteien CDUCSUFDPSPDGRÜNE vor der BTW noch nicht wahrhaben will.
    Die Kanzlerin weiß das und bereitet sich auf ihre nächste 180° Wende vor ... es geht nur darum, nicht am Zerberechen des EURO und schließlich der EU alleine schuld zu sein.

    Meine Schweizer Freunde halten uns sowieso alle für bekloppt, bei den Steuersätzen und der Unverteilung bei uns, noch arbeiten zu gehen ... steigen in Ihre Lambos und fahren Pässe ...
  5. #5

    Zitat von ralphitschik Beitrag anzeigen
    Tragisch an dieser Komödie bleibt, dass eine Minderheit (Volkspartei, gesponsert von den Libertären) tunlichst die Lage negieren will, dass dieses Land von überall abhängig ist. Irgendwann wird die Schweiz nicht mehr ernst genommen. Auch Schweizer Normen werden in Europa geflissentlich nicht mehr kompatibel sein. Das Land denkt, es kann erpressen: Kontingente im Tausch gegen den Erhalt dieses zu eigennützigsten missbräuchlichsten Zwecken zu erhaltenen Bankgeheimnis'.
    Demokratie kann manchmal schwierig sein, nicht?

    Das Schweizer Volk hat in einer Volksabstimmung die Personenfreizügigkeit gutgeheissen. Vor der Abstimmung wurde ihm erklärt, dass es eine Ventilklausel gäbe, mit der man die Zuwanderung beschränken kann, wenn sie gewisse Werte übersteigt.

    Die nun aufgerufene Klausel beschränkt die Zuwanderung aus der EU auf ich meinte ca. 60'000 Personen. Die Schweiz zählt rund 8 Mio. Einwohner. Das ist also ein Zuwachs durch die EU von 0.75%. Mich würde interessieren, was in Deutschland los wäre, wenn jährlich 600'000 neu einwandern.

    es ist nicht Erpressung, sondern Demokratie.

    Und wenn sie mit pauschalisieren wollen von wegen Bankgeheimnis: Nicht jedes Land kann sein Geld mit dem Verkauf von Panzern an Diktatoren verdienen...
  6. #6

    Vielfache Probleme

    Es ist ja nicht unbedingt so, dass die Einwanderer die Löhne drücken, sondern dass schlicht kein Wohnraum da ist, um jedes Jahr 100000 Leute zusätzlich unterzubringen, sowie keine Transportkapazität um die Leute an die Arbeitsplätze und zurück zu bringen.
    Die Schweiz ist nicht der mittlere Westen der USA, oder der Westen Kanadas.
  7. #7

    Zitat von ralphitschik Beitrag anzeigen
    Tragisch an dieser Komödie bleibt, dass eine Minderheit (Volkspartei, gesponsert von den Libertären) tunlichst die Lage negieren will, dass dieses Land von überall abhängig ist. Irgendwann wird die Schweiz nicht mehr ernst genommen. Auch Schweizer Normen werden in Europa geflissentlich nicht mehr kompatibel sein. Das Land denkt, es kann erpressen: Kontingente im Tausch gegen den Erhalt dieses zu eigennützigsten missbräuchlichsten Zwecken zu erhaltenen Bankgeheimnis'.
    Die Realität sieht ganz einfach so aus, dass es in meinem Arbeitsumfeld (Technologiekonzern) einen regelrechten Run auf Arbeitsplätze in der Schweiz gibt. Die Attraktivität ist, vor allem wegen der Steueraspekte, sehr groß.

    Sieben ehemalige Kommilitonen und fünf Leute aus meiner Verwandschaft (in Summe Kraftwerksexperten, Ärzte, Gentechniker etc.) haben mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft zugunsten der Schweizer Staatsbürgerschaft aufgegeben.

    Die Schweiz kann sich derzeit ihre Zuwanderer aussuchen. Ich will da nicht hin, aber viele andere wohl schon ...
  8. #8

    optional

    Problem ist leider das die meisten Zuwanderer schlecht bis gar nicht ausgebildet wurden. Für den Staat entstehen dadurch nur Kosten statt nutzen. Die Schweiz macht es richtig
  9. #9

    Zitat von ralphitschik Beitrag anzeigen
    Tragisch an dieser Komödie bleibt, dass eine Minderheit (Volkspartei, gesponsert von den Libertären) tunlichst die Lage negieren will, dass dieses Land von überall abhängig ist. Irgendwann wird die Schweiz nicht mehr ernst genommen. Auch Schweizer Normen werden in Europa geflissentlich nicht mehr kompatibel sein. Das Land denkt, es kann erpressen: Kontingente im Tausch gegen den Erhalt dieses zu eigennützigsten missbräuchlichsten Zwecken zu erhaltenen Bankgeheimnis'.
    Halllooo! Sie sollten ihre typischen Platitüden (so von wegen "Minderheit gegen das Volk") mal kurz überdenken, wenn es über die Grenze hinaus geht.

    Bei den Schweizern mit ihrer direkten Demokratie zu behaupten, eine Minderheit würde irgendwas bestimmen, ist einfach nur lächerlich.

    Aber gut, eigentlich sollten wir danke sagen. An ihrem Posting erkennt man ja ganz gut, in welche reflexhaft und unbegründeten Denkmustern gewisse ideologische Kreise so argumentieren.