Schuldenkrise in Europa: Warum Barroso falsch liegt

AFPKommissionspräsident Barroso hat sich endlich was getraut, als er die harten Sparauflagen der EU in Frage stellte. Doch seine Kritik geht am Ziel vorbei: Es sind nicht die Euro-Südstaaten, die zu sehr knausern. Sondern Länder wie Deutschland.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-896245.html
  1. #1

    Riesenschmarrn

    Das Problem sind die Banken mit ihren frisierten Bilanzen, in denen Schrottwerte zu Fantasiepreisen verbucht sind. Hinzu kommen die augelagerten Risiken in den Special Investment Vehicles. Die Banken sind das Problem und nicht die Staatsschulden. Sie führen die falsche Diskurs.
  2. #2

    Herr Münchau...

    ...hören Sie doch auf, wie alle anderen, der AfD eine national orientierte Politik vorzuwerfen...wenn Sie mal richtig zuhören würden und sich den Argumenten der Partei öffnen würden, würden Sie erkennen, dass es darum geht Europa und die Südstaaten zu retten und nicht das Prinzip der Nationalstaaten zurückzuführen. Der europäische Zusammenhalt wird durch den Euro zerstört.
    Der EURO war ein Fehler und er bleibt einer solange er existiert. Die Idee der EU muss man vom Euro abgekoppelt betrachten...eine Rettung der Südstaaten mit dem Euro ist nicht möglich...die Folgen sehen wir jetzt schon...Massenarbeitslosigkeit, Rezession, Verarmung, Proteste und Straßenschlachten bis hin zur Verunglimpfung Deutschlands, das an allem schuld sein soll.
  3. #3

    Raus mit der Kohle

    Wenn Deutschland das Geld nicht ausgibt, dann machen es die Südländer für uns. Da der EURO ohnehin früher oder später auf seinen Papierwert (= Null) zurück geführt wird, haben wir wenigstens noch Mal gut gelebt. Sinnvoll wäre ein massives Infrastrukturprogramm in Strassen, Schienen, Schulen, Forschung etc. Das bleibt den Deutschen wenn es dann bald knallt erhalten (genau so wie die top-spanischen Autobahnen im durch das Niemandsland. Der EURO wird nicht bleiben, aber eine gute Brücke oder Strasse sehr wohl. Übrigens Gold steht schon wieder über 1400 Dollar. Hat das jemand bemerkt. Für den ein oder anderen eine schmerzliche Korrektur, aber einen Totalabsturz auf Null wird es hier nicht geben.
  4. #4

    Antizyklisch

    Nicht nur die Schuldenbremse und das Kaputtsparen sind wirtschaftlicher Unsinn, auch das Bremsen der Masseneinkommen gehört in diese Kategorie.
    Das Beispiel "Schwäbische Hausfrau" berücksichtigt nicht das diese Hausfrau niemals so blöd wäre freiwillig und ohne Not auf Einnahmen zu verzichten (Steuersenkungen bei denen die ohnehin schon zu viel haben im Verhältnis zu ihrem Beitrag zum Allgemeinwohl) um anschließend Handstände (und Schulden) zu machen um ihre Ausgaben den verringerten Einnahmen an zu passen.
    Wer Breiteneinkommen kürzt, würgt jegliche wirtschaftliche Tätigkeit ab und verhindert so steigende Steuereinnahmen sowie Umsatz für die Wirtschaft.
  5. #5

    Wir geben doch jetzt bereits weit mehr aus als wir einnehmen. Die Schuldenlast wächst und wächst. Die USA und China zeigen doch in ihrer derzeitige
  6. #6

    .

    Es wird mir immer ein Rätsel bleiben, warum man Staatsschulden an das BIP koppelt, um eine Schuldenquote auszurechnen. Fakt ist, dass selbst Deutschland Tag für Tag Millionen neue Schulden macht. Irgendwann müssen diese Schulden zurückgezahlt werden. Und dabei nützt einem eine Schuldenquote nichts, egal ob von 80 %, 90 % oder 100 %. Auch ein Rückgang der Schuldenquote bringt nichts, wenn nicht auch die Schulden sinken (und nicht nur das BIP steigt).

    Ein kurzfristiges Ankurbeln der Wirtschaft steigert das BIP, senkt die Schuldenquote, erhöht aber fast immer auch die Schulden. Damit gewinnt man auf Dauer leider nicht. Wer langfristig denkt, der muss auch einmal einige Jahre der Rezession ertragen. So schlimm sind Suppenküchen auch nicht (als Worst-Case-Szenario), wenn man die Gewissheit hat, dass es später wieder besser wird. Im Moment wird es später immer schlimmer.
  7. #7

    Lohnt sich nicht mehr

    "Maximal fünf Jahre: Merkel-Berater sieht Ende des Euros gekommen"

    Und der darf nur was sagen, wenn er darf!
    Er durfte!
  8. #8

    Endlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kommissionspräsident Barroso hat sich endlich was getraut, als er die harten Sparauflagen der EU in Frage stellte. Doch seine Kritik geht am Ziel vorbei: Es sind nicht die Euro-Südstaaten, die zu sehr knausern. Sondern Länder wie Deutschland.

    Krisenländer: Barroso fordert eine Lockerung der Sparpolitik - SPIEGEL ONLINE
    Endlich hat Herr Münchau die eigentliche Krise auch erkannt: es ist keine Wirtschaftskrise, die sich mal mit Eurobonds lösen ließe, es ist eine Sinnkrise: wollen die Euro-Länder überhaupt eine Union sein. Und das sollte man vorher klären. Mit allen.
  9. #9

    Bitte,

    wofür haben wir Experten, Sachverständige, Politiker, die Medien, etc.
    die uns Bürger doch genau sagen können, was wir denken sollen.
    Als geistige "leere Flaschen" warten wir doch täglich auf unsere eigene Meinung, unser Bewußtsein in unserer Wohlfühlgesellschaft, die die Politik für das Volk speziell aufbereitet hat !