Pflanzenschau in Hamburg: Gärtnerei auf der Bounty

igs 2013 / Gärtner und Christ Früher waren Botaniker echte Abenteurer. Sie schleppten exotische Pflanzen über die Ozeane und sorgten so für eine Globalisierung der Natur. Die Internationale Gartenschau in Hamburg nimmt Blumenfreunde mit auf eine Reise in "80 Gärten um die Welt".

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...-a-895958.html
  1. #1

    Sie sollten sich schämen!

    Zitat 'Grabstein in Form eines USB-Sticks

    Bunter geht es bereits auf dem IGS-eigenen Friedhof zu, wo 120 Steinmetze originelle Grabsteine präsentieren. In ein Exemplar hat ein Künstler eine Golftasche gemeißelt, aus der steinerne Schläger herausgucken. Daneben ragt ein überdimensionaler USB-Stick aus Granit aus der Erde. "Das soll ein Speicher der Liebe sein", sagt eine Frau...'

    Äußerst amüsant, ha-ha!
    Bei dem Friedhof handelt es sich tatsächlich um einen alten Friedhof. Meine Urgroßmutter hatte dort ihre letzte Ruhestätte. Heute steht an genau der Stelle ihres Grabes ein Grabstein aus Getränkekisten. Ich finde das kein bisschen lustig, sondern so pietätlos wie es überhaupt nur geht. Ein Ideenwettbewerb für moderne - schwachsinnige! - Grabsteinkunst passt überall besser hin als in einen Park den Angehörige heute noch als Gedenkstätte für ihre verstorbenen Verwandten und Freunde sehen!
    (Darüber, mit welcher Berechtigung dieser Park - wie große Teile Wilhelmsburgs - für knappe 5 Jahre für die Vorbereitung der Gartenschau gesperrte wurde, rede ich hier noch nicht mal!)
  2. #2

    Jubelartikel

    Oh ein Jubelartikel und kein Wort über den Protest der Wilhelmsburger gegen IGS und IBA, siehe: http://ibanigsda.org/2013/02/07/wimpel-sind-da/
    Für ein in Hamburg ansässiges Journal nicht gerade ein Ruhmesblatt.
  3. #3

    Wimpel

    Zitat von pixeldust Beitrag anzeigen
    Oh ein Jubelartikel und kein Wort über den Protest der Wilhelmsburger gegen IGS und IBA, siehe: Wimpel sind da! » IBA?NigsDA! | IBA?NigsDA!
    Für ein in Hamburg ansässiges Journal nicht gerade ein Ruhmesblatt.
    "Wenn wir aber genauer hingucken, bedeutet Attraktivierung aber immer auch Preissteigerung."

    Na, ist ja mal was ganz Neues. Dann ziehen Sie doch in eine herunter gekommene Billiggegend. Wenn Ihnen das lieber ist. Abgesehen davon, können die Mieten dadurch nicht einfach erhöht werden.
  4. #4

    Was haben sie erwartet ?

    Als das IGS Szenario umgesetzt wurde , hat Herr Baumgarten als Chef der IGS und gleichzeitiger Vorsitzender des BUND Niedersachsen erstmal derart viele Bäume abholzen lassen, dass wir an das Kettensägenmassaker denken mussten. Hunderte Bäume abholzen für eine Gartenschau ? Naja. Den alten Friedhof im Mengepark kenne ich auch noch. Was ist eigentlich mit den schönen alten Grabsteinen passiert ? Die wurden doch hoffentlich nicht zu originellen Gehwegplatten verarbeitet ?
    Zitat von unglaeubig Beitrag anzeigen
    Zitat 'Grabstein in Form eines USB-Sticks

    Bunter geht es bereits auf dem IGS-eigenen Friedhof zu, wo 120 Steinmetze originelle Grabsteine präsentieren. In ein Exemplar hat ein Künstler eine Golftasche gemeißelt, aus der steinerne Schläger herausgucken. Daneben ragt ein überdimensionaler USB-Stick aus Granit aus der Erde. "Das soll ein Speicher der Liebe sein", sagt eine Frau...'

    Äußerst amüsant, ha-ha!
    Bei dem Friedhof handelt es sich tatsächlich um einen alten Friedhof. Meine Urgroßmutter hatte dort ihre letzte Ruhestätte. Heute steht an genau der Stelle ihres Grabes ein Grabstein aus Getränkekisten. Ich finde das kein bisschen lustig, sondern so pietätlos wie es überhaupt nur geht. Ein Ideenwettbewerb für moderne - schwachsinnige! - Grabsteinkunst passt überall besser hin als in einen Park den Angehörige heute noch als Gedenkstätte für ihre verstorbenen Verwandten und Freunde sehen!
    (Darüber, mit welcher Berechtigung dieser Park - wie große Teile Wilhelmsburgs - für knappe 5 Jahre für die Vorbereitung der Gartenschau gesperrte wurde, rede ich hier noch nicht mal!)
  5. #5

    Gartenschau = Grünzerstörung

    In den fünfziger Jahren dienten Gartenschauen noch dazu, neue Parks zu schaffen. Seit der Bundesgartenschau in Kassel 1981, die Lucius Burckhardt mit einer Broschüre "Zerstörung durch Pflege" eindrucksvoll kritisierte, sind sie nur noch subventionierte PR-Veranstaltungen der Gartenbauindustrie. Während eines halben Jahres werden die Pflanzen mehrfach ausgetauscht, damit es immer schön blüht. Nach Veranstaltungsende ist pflegeleichtes Minimalgrün angesagt. Die Kommunen zahlen dafür, dass bestehende Grünflächen mit ihrer Mischung aus Parks, wertvollen Gewässern, Knicks und Bäumen sowie Spontanvegetation wie in Hamburg geschehen abgeholzt und ruiniert werden – zugunsten eines Disneyland der Gartenkultur. Bürger müssten sich stärker gegen diesen Blödsinn wehren und Politiker sollten nicht länger bereit sein, dafür Geld auszugeben.
  6. #6

    Grünzerstörung

    Zitat von Tom E. Beitrag anzeigen
    In den fünfziger Jahren dienten Gartenschauen noch dazu, neue Parks zu schaffen. Seit der Bundesgartenschau in Kassel 1981, die Lucius Burckhardt mit einer Broschüre "Zerstörung durch Pflege" eindrucksvoll kritisierte, sind sie nur noch subventionierte PR-Veranstaltungen der Gartenbauindustrie. [...]
    dem kann man nur zustimmen, siehe auch in Internationale Gartenschau
  7. #7

    Nein

    Zitat von Kantileber Beitrag anzeigen
    dem kann man nur zustimmen, siehe auch in Internationale Gartenschau
    Stimmt so nicht. Es gibt auch Städt (z.B. Bingen), da hat sich durch eine Gartenschau langfristig eine Verbesserung/Verschönerung ergeben. Aber alles was neu ist , ist ja erstmal schlecht.
  8. #8

    Dreiste Frechheit

    ich finde es diese mittelmäßige "show" als internationale.... zu bezeichnen, ist schon sehr dreist. Da sollten sich die Macher mal die Gruga in Essen oder einige "nur" Landes Gartenschauen anschauen, was dort für eine Vielfalt an Pflanzen geboten wird. AUch über die Ungepflegheit einzelner Bereiche war ich doch sehr irritiert, zB das Erdbeerobjekt mit durchsichtigen wassergefüllten sprudelnden durchsichtgen Plastkröhren; es sprudelten nur noch 2, die anderen waren wohl schon länger nicht mehr in Betrieb, denn sonst wäre sie noch nicht so grün angelaufen. Die Hälfte der Heidefläche war total vertrocknet..... und dafür auch noch 21,00 € Eintritt. Meine Familie und ich waren doch sehr enttäuscht!!