Bildungsforscher Hattie: "Die Schule kann nicht alle Probleme lösen"

DPAKleinere Klassen? Bringen nichts! Abitur nach zwölf oder dreizehn Schuljahren? Eine sinnlose Debatte! John Hattie, einer der einflussreichsten Bildungsforscher, räumt im Interview mit den Mythen der Schulpolitik auf - und mahnt: Lehrer müssen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, den Unterricht.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-895106.html
  1. #1

    Was für eine Erkenntnis...

    ....wieder mal so ein Experte der gesunden Menschenverstand als neueste Wissenschaftliche Erkenntnis verkauft...
  2. #2

    schlechte Lehrer

    Es gibt keine schlechten Schüler, es gibt nur schlechte Lehrer, heißt es im Volksmund. Man darf nicht vergessen, dass es grottenschechte Lehrkräfte gibt, die keine Ahnung vom Unterrichten haben. Die Lehrerausbildung muss verbessert werden, die liegt bei den Universitäten und was da teilweise abgeht, ist der Grund, dass die Schüler so schlechte Lehrkörper haben!
  3. #3

    Neuer Lösungsansatz

    1. Schulklassen eher vergrößern (was halt die Klassenräume so hergeben), um schlechte Lehrer entlassen zu können. Das spart Geld und verbessert den Unterricht - perfekt.

    2. Schulsystem reformieren. Verpflichtend ist u.a. Mathe, Deutsch, Englisch, Allgemeinwissen und eine Mindeststundenzahl. Die Schüler sollten viel mehr selbst wählen dürfen, was sie lernen wollen.

    Warum sollte man Sprachunbegabte mit einer zweiten Fremdsprache quälen? Warum sollten Uninteressierte Details in Chemie, Physik oder höhere Mathematik lernen, die sie sowieso nie richtig beherrschen, bald wieder vergessen und darüber hinaus später nicht einmal brauchen? (alles imho)
  4. #4

    Zitat von fatherted98 Beitrag anzeigen
    ....wieder mal so ein Experte der gesunden Menschenverstand als neueste Wissenschaftliche Erkenntnis verkauft...
    Der "gesunde Menschenverstand" scheint den Eltern und Politikern aber zu sagen, dass kleinere Klassen besser sind, was einer empirischen Untersuchung offenbar nicht standhalten kann.
  5. #5

    Richtig - Hut ab vor diesem Artikel

    Ist schon interessant, das manche Artikel hier im SPON liest.

    Ich selbst stamme auch aus der sogennanten bildungsfernen Schicht und habe es zu einem Studiumabschluß (TU) gebracht, mehrere Jahre im Ausland gearbeitet und kann rückblickend sagen, heute wird über vieles gejammert und es würde gerade den Journalismus nicht schaden, mehr über ihren eigen Tellerand zu blicken. Ist ja typisch das der Autor aus NZ kommt !

    Meine Eltern konnten mir bis zum Alter von 12 Jahren, dann war ich alleine auf micht gestellt; muß aber sagen das ich einige sehr gute Lehrer hatte, die mich ünterstützten.

    Niemand ist damals auf die Idee gekommen, die Gesellschaft für alles Schlechte verantwortlich zu machen.

    Übrigens ich bin Abi Jahrgang 1987.
  6. #6

    Leistung

    Was mich am Meisten bei der ganzen Diskussion und "Schule", "Schulreform" und Co. stört, ist die Beschränkung auf einen einzigen Maßstab: Leistung. Es spielt scheinbar überhaupt keine Rolle, ob die Kinder (auch später als Erwachsene) damit glücklich werden oder nicht. Hauptsache wir prügeln möglichst viel Wissen in die Kinder rein... von dem Sie später nur noch 1% brauchen.
  7. #7

    optional

    Die meisten Lehrer würden der Aufforderung, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren, liebend gern nachkommen. Daran gehindert werden sie häufig durch den Umstand, dass die Eltern seit Jahren Outsourcing betreiben, was die Erziehung ihrer Kinder betrifft, weshalb Lehrer statt Bildung zu vermitteln oft noch diese Arbeit übernehmen müssen. Was natürlich nicht wirklich funktioniert. Ich kenne zahlreiche Lehrer, die mir ihre Erlebnisse aus dem täglichen Kampf schildern, welche in mir die Frage aufsteigen lassen, warum tut sich jemand das noch an? Ein Wunder, dass noch kein Lehrer Amok gelaufen ist.
  8. #8

    Messbar

    Es mag vielleicht gesunder menschenverstand sein, aber hattie hat es messbar gemacht, analyse mehrerer zehntausend schüler.
  9. #9

    optional

    Wieso ist Pisa wichtig, da wird ja vor allem Wissen getestet. Kaum wirklich Alltags wichtige Dinge, die man in der Schule (Bildung) auch lernen sollte.
    Außerdem wird bei Pisa nicht Fußball mit Fußball sondern Sport mit Sport verglichen, also auch mal Football mit Rugby oder Squash mit Tennis.
    Ich glaube das mehr Jahre den Vorteil haben, das die Kinder auch mehr Freizeit und ausgleich haben. Ich merke zumindest wie einigen der viele Unterricht zu schaffen macht. Und der ganze Druck auch der Eltern bei den Kindern landet. Mit welchem Ziel wird das alles gemacht. Ist das überhaupt Erstrebenswert.

    Zufriedenen und Glückliche Menschen fände ich mal ein erstrebenswertes Ziel. Und keine Arbeiter und Bankenretter durch Schuldenaufsichnehmer.