Migranten bei der Feuerwehr: Integration am Löschwagen

DPABrände löschen, Katzen retten, Dämme bauen: Feuerwehrmänner sind oft Helden. Bislang ergreifen nur wenige Migranten diesen Beruf. Das soll sich ändern - auch, weil manchmal nur arabische Lautsprecherdurchsagen Leben retten.

Feuerwehr wirbt um Migranten - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Solange

    ich dann nicht arabisch lernen muss um die Lautsprecherdurchsagen in Berlin zu verstehen, ist das eine gute Sache.
  2. #2

    Alles schön und gut...

    ... in Berlin versucht der Senat schon seit Jahren, mehr Migranten in die Feuerwehr zu bekommen. Der Grund ist allerdings weniger, dass die Muttersprache Panik verhindert. Erstens kommt es zum Glück nicht so oft zu solch dramatischen Einsätzen und zweitens wäre es wohl zielführendet, wenn Menschen, die hier leben, auch die deutsche Sprache erlernen.

    Der Hauptgrund für mehr Migranten ist jedoch, dass besonders in Brennpunktbezirken die Feuerwehrleute auch bei Routineeinsätzen, behindert, angepöbelt und auch tätlich angegriffen werden.
    Das Problem bei der Rekrutierung sind allerdings die Einstellungsbedingungen, an denen die meisten (sic!) Bewerber scheitern, sowohl körperlich als auch, was die Sprache betrifft. Auch eine Heruntersetzung der Anforderungen hat keine große Besserung gebracht.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bislang ergreifen nur wenige Migranten diesen Beruf... arabisch
    Wie drollig. Genau die Klientel, die in aller Regelmässigkeit Rettungskräfte, Polizei & Feuerwehr bei ihren Einsätzen massiv behindert bzw gewalttätig wird, ohne gegebenen Grund, versteht sich. Die Medien berichten regelmässig darüber, man muß nur den Sprachcode kennen ("zwanzig bis dreissig Männer behinderten den Einsatz von...").

    Apropos, wieso nur Durchsagen auf arabisch? Das diskriminiert jetzt aber die ganzen anderen Immigranten, oder haben die sich etwa unverschämterweise integriert, können deutsch & brauchen diesen Schnickschack nicht?
  4. #4

    Klar, das ist klar,

    die Feuerwehren sind ja ganz oder halb
    oeffentliche Institutionen, da ist man fast
    beamtet und versorgt bis zum Lebensende.
    Leider schreiben Sie nicht, woher die Migranten stammen. Unsere Tuerken hatten die letzten Jahrzehnte schon ein Haendchen dafuer, aber
    diese Haendchen finden sich natuerlich ueberall.
    Fast Beamter!!!
  5. #5

    Autoritätsverlust

    Laut Gutsprech muss unsere Gesellschaft ja bunter werden, aber tatsächlich haben unsere Behörden und Dienste mit wachsendem Autoritätsverlust in einem bestimmten Kulturkreis zu kämpfen. Beispielsweise wurden noch Wochen nach dem Wohnungsbrand von Ludwigshafen von 2008 Feuerwehrleute verprügelt und bespuckt, weil es Gerüchte über einen Brandanschlag gab (die sich nicht bewahrheitet haben)´, und daß die Feuerwehr angeblich absichtlich zu spät am Brandort war - dabei war sie schon nach zwei Minuten am Einsatzort. http://de.wikipedia.org/wiki/Wohnhausbrand_in_Ludwigshafen_am_Rhein. Ähnliches betrifft inzwischen auch Ärzte, Ausländerbehörden, Sozialämter, Lehrer und die Polizei. Einfach mal ein paar aktuelle Lokalzeitungen von deutschen Metropoloregionen durchblättern und staunen. Die Forderungen nach "kultursensiblem" Handeln bedeutet dabei fast immer die Herabsetzung von Standards bzw. die Einführung von Doppelstandards.
  6. #6

    Zitat von free-individualism Beitrag anzeigen
    Dank solchen Themen sieht man wieder wieviel Adolf Hitler noch in sehr vielen steckt. Es macht mir schon langsam Angst...
    Und denken auch noch dass sie den Islam mal schnell angereifen können.. Wow echt Niveaulos ! Und was ich nicht verstehe ist: der Begriff "Ausländer" beinhaltet in manchen Köpfen nur Moslems.. Türken und Araber.. Da kann man ja denken dass ihr Nur die Bild liest und RTL schaut.. Um etwas verändern zu wollen muss man sich damit konfrontieren und Hilfe anbieten, anstatt blöde Kommentare abgeben und sich zum Opfer der "Ausländer" (Moslems) abzustempeln! Das seid ihr nämlich nicht! Es gibt sehr sehr viele gute Beispiele wie Moslems sich bereits Integriert haben.. Aber sowas wird ja ignoriert!
    Vielleicht liegt es daran, dass andere "Ausländer" in kürzester Zeit die deutsche Sprache beherrschen und keine Sonderbehandlung in der neuen Heimat einfordern. Es bezweifelt niemand, dass dies nicht für alle zutrifft, aber leider ist mediale Sicht wieder sehr einseitig! Wer fordert akzeptiert und integriert zu werden, hat gefälligst Deutsch lernen. Dem werden gut integrierte Migranten nicht widersprechen. Gut integrierte und erfolgreiche Migranten (auch Araber und Türken) fallen ausnahmslos durch gute deutsche Sprachkenntnisse auf.
  7. #7

    In unserer Löschgruppe (FF) gibt es einen gebürtigen Polen, zwei gebürtige Spanier und einen Deutschen mit türkischen Wurzeln.
    Am Akzent und an den Namensschildern auf dem Helm ist das recht schnell zu erkennen. Kameradinnen haben wir leider keine.
    Da zählen auch die zwei Homosexuellen nicht. ;)
    Interessant ist dabei, dass von außerhalb eigentlich nur der türkisch stämmige Kamerad als außergewöhnlich wahrgenommen wird.
    Im positiven wie leider auch im negativen Sinne. Man sollte meinen, dass es egal sein muss woher die Familie des Menschen stammt der gerade dabei geholfen hat Schaden an Mensch und Material zu verhindern.
    Allerdings haben meine Kameraden und ich auch umgekehrt schon bei Einsätzen negative Erfahrungen im Bereich der muslimischen Bevölkerung gemacht. Im Rettungsdient mehren sich leider Ereignisse in denen es da Schwierigkeiten gibt.
    Gerade deswegen würde ich mir mehr Integration an dieser Stelle wünschen, denn oft liegt es an ganz einfachen Kommunikationsproblemen. Da kann es schon mal schnell Stress geben wenn z.B. ein Vater einfach wegen der Sprachbarriere nicht versteht wieso seine Tocher jetzt von Fremden zum Teil entkleidert werden muss. Und mit Stress meine ich dann handfeste Prügeleien.
    Natürlich könnte man jetzt sagen, dass es die Schuld der Person ist die nicht die Sprache des Landes lernt in dem sie wohnt. Das hilft aber in der Sache kaum weiter.
    Mein Eindruck ist auch, dass viele Wehren einiges dafür tun um hier voran zu kommen. Zum Beispiel in dem man auf Verantaltungen wo wir Werbung für uns machen und neue Kameraden suchen, speziell auf diese Bevölkerungsgruppe zu gehen. Leider ist meine persönliche Erfahrung, dass besonders junge muslimische Männer und Frauen (18-30) absolut kein Interesse an dieser Sache haben. Warum weiß ich nicht. Vieleicht liegt es am noch teilweise konservativen Image, vieleicht haben die auch aus irgendeinem Grund keinen Bock.
    Genau so haben wir aber auch schon Menschen getroffen die positiv überrascht waren, dass jemand ihnen auch nachts im Winter zur Hilfe kommt und es ihm latte ist woher die Hilfsbedürftigen stammen oder an was die glauben.

    Integrations ist tatsächlich ein wichtiges Thema für die BOS wie Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdient. Nicht nur weil es den Gutmenschen ein Wohlgefallen ist sondern weil das Thema unsere Arbeit und ihren Erfolg beeinflusst.
    Genau so wie der demografische Wandel.
  8. #8

    Diddl in Heidelberg verloren

    Zitat von egowehner Beitrag anzeigen
    die Feuerwehren sind ja ganz oder halb
    oeffentliche Institutionen, da ist man fast
    beamtet und versorgt bis zum Lebensende.
    Leider schreiben Sie nicht, woher die Migranten stammen. Unsere Tuerken hatten die letzten Jahrzehnte schon ein Haendchen dafuer, aber
    diese Haendchen finden sich natuerlich ueberall.
    Fast Beamter!!!
    Die Mitglieder einer Freiwilligen Feuerwehr sind "fast Beamte"? - Ja, nee, ist klar.
    Und auch die Feuerwehren haben größte Probleme, wie fast alle am Gemeinwohl und Bürgersinn orientierten Organisationen und Vereine, noch Nachwuchs in der Generation Ego+ zu finden.

    Aber statt das Engagement von (auch) Migranten in einer der wichtigsten Organisationen gelebten Bürgersinns zu würdigen, werden hier wieder Pfundweise reflexhaft- dümmliche Statements von Fremden- und Religionsfeindlichkeit ins Forum gespammt.

    Ob die betreffenden Engstirnler den Feuerwehrmann auch erstmal nach seiner Religionszugehörigkeit fragen, wenn der Sie aus ihrem geschrotteten SUV flexen will?
  9. #9

    Was mir in dem Artikel von meinem Kollegen nicht gefällt, ist das Er pauschal sagt das es in der Türkei keine Ehrenamtlichen gibt.
    Erst Wissen, dann Denken und danach sprechen.
    Natürlich gibt es ehrenamtliche Feuerwehrleute in der Türkei.
    Nicht so viele wie in Deutschland natürlich.
    Es gibt auch reine Ehrenamtliche Wachen.
    Siehe Denizli, Adana, Izmir Land usw.

    Gruss Serkan Yildirim