Festgenommener Dschochar Zarnajew: Zeuge der eigenen Anklage

AFP/ CBS NewsWelche Rechte hat Dschochar Zarnajew? Nach der Festnahme des Bostoner Terrorverdächtigen ist in den USA eine brisante Debatte entbrannt. Die einen wollen ihm einen regulären Prozess machen - die anderen rufen nach einem Militärgericht.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-895591.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Welche Rechte hat Dschochar Zarnajew? Nach der Festnahme des Bostoner Terrorverdächtigen ist in den USA eine brisante Debatte entbrannt. Die einen wollen ihm einen regulären Prozess machen - die anderen rufen nach einem Militärgericht.

    Boston: Welche Rechte hat der Attentäter Dschochar Zarnajew? - SPIEGEL ONLINE
    Wer kein öffentliches verfahren will, wer wenig Interesse an der Ermittlung der Wahrheit hat, wer Vorfälle politisch für seien eigenen Zwecke ausschlachten will, wer Kriegsvorwände braucht, wer den Rechtsstaat und die Verfassung missachtet und wer selber etwas zu verbergen hat,

    der befürwortet hier ein Militärgericht.
  2. #2

    Wert der Rechtsstaatlichkeit

    Diese Debatte zeigt sehr plakativ, wie ausgeprägt das amerikanische Rechtsempfinden ist und wie viel Wert die so hochgepriesene Rechtsstaatlichkeit in den USA ist: nämlich keinen Cent. Denn schon lange gilt dort nicht mehr "gleiches Recht für alle", sondern das Recht wird "der jeweiligen Situation flexibel angepasst". Genau das ist symptomatisch für eine Willkür-Tyrannei.
  3. #3

    Gleiches Recht für alle

    - und vor Gott sind alle Menschen gleich. Das gilt allerdings für die USA scheinbar nicht, dort dürfen unter Folter Aussagen erpresst werden (Guantanamo) und die Täter stehen vor einem Militärgericht. Die Grausamkeit einer Tat rechtfertigt aber nicht ein Verfahren, das die Gleichheit und Würde des Menschen untergräbt.
  4. #4

    Zitat von makl98 Beitrag anzeigen
    Diese Debatte zeigt sehr plakativ, wie ausgeprägt das amerikanische Rechtsempfinden ist und wie viel Wert die so hochgepriesene Rechtsstaatlichkeit in den USA ist: nämlich keinen Cent. Denn schon lange gilt dort nicht mehr "gleiches Recht für alle", sondern das Recht wird "der jeweiligen Situation flexibel angepasst". Genau das ist symptomatisch für eine Willkür-Tyrannei.
    Unsinn hoch zehn.
    Gehen Sie hierzulande auf die Straße und fragen Sie 10 Passanten nach dem jeweiligen persönlichen Rechtsurteil für Tschäpe oder Martin N. oder die Lottofee, die das Prozedere der Ziehung vor drei Wochen versemmelt hat.

    Übrigens habe ich noch nie verstanden, aus welchem hintersinnigen Grund ein Beschuldigter bezüglich seiner Rechte aufgeklärt werden muss. Entweder er sagt aus oder eben nicht. Ändern Belehrungen von Seiten der Beamten die Entscheidung zur Aussagebereitschaft?
  5. #5

    Bei uns

    bekäme er als jugendlicher Ersttäter wahrscheinlich drei Wochen Dauerarrest und falls er zufällig auf einen Richter trifft der bereit ist, mal so richtig durchzuziehen, kommen vielleicht sogar noch zwei Wochen Schokolade- oder Fernsehverbot obendrauf...

    Zitat von schlagerparade Beitrag anzeigen
    Wer kein öffentliches verfahren will, wer wenig Interesse an der Ermittlung der Wahrheit hat, wer Vorfälle politisch für seien eigenen Zwecke ausschlachten will, wer Kriegsvorwände braucht, wer den Rechtsstaat und die Verfassung missachtet und wer selber etwas zu verbergen hat,

    der befürwortet hier ein Militärgericht.
  6. #6

    Bevor man wolluestig auf das US Rechtssystem eindrischt

    sollte man sich erst einmal über selne Gesetze, Regeln und Prinzipien kundig gemacht haben. Genau das scheint mein Vorredner in #2 aber genau nicht gemacht zu haben. Vor allem sollte man erst einmal vor der eigenen Tür kehren. Wenn das ganze NSU-Ding bis hin zur Presse- und Verschiebungsposse als Modell fuer Rechtsstaalichkeit herhalten soll, denn mal Prost Mahlzeit!

    Bei dem ueberlebenden Bruder handelt es sich um einen eingebürgerten Amerikaner und nicht etwa um einen eingeflogenen auslaendischen Terroristen. Damit ist die Militaerjustiz aus dem Spiel. Bleibt die Frage, ob es sich um ein Verbrechen von nationalem Rang oder um eines handelt, das vor einem Gericht des Bundesstaates Massachusetts zu verhandeln ist. Sie werden das schon herausfinden. Mit einer "Willkuer-Tyrannei" hat das nicht zu tun, allenfalls mit der in D besonders beliebten Losung "Von nichts eine Ahnung, aber zu allem eine Meinung"!
  7. #7

    Zitat von pauschaltourist Beitrag anzeigen
    Übrigens habe ich noch nie verstanden, aus welchem hintersinnigen Grund ein Beschuldigter bezüglich seiner Rechte aufgeklärt werden muss. Entweder er sagt aus oder eben nicht. Ändern Belehrungen von Seiten der Beamten die Entscheidung zur Aussagebereitschaft?
    Na warum wohl? Weil die Gesetzeslagen heutzutage so kompliziert sind, dass sich nur Fachleute (wie Polizisten und eben auch Anwälte) damit auskennen. Der gemeine Bürger kennt seine Rechte kaum oder nur sehr schwammig (das aus Filmen bekannte Recht auf einen Anruf existiert z.B. gar nicht). Und wer sich da nicht auskennt, ist der Gnade der Fachleute ausgeliefert. Diese haben dann einen Riesensatz an Möglichkeiten um den Unkundigen zu beeinflussen, gerne auch mal zu Falschaussagen, Selbstbelastung und anderen Dingen.

    Das Recht auf einen Anwalt ist ein Teil des Rechtes auf Schutz vor den negativen Konsequenzen von mangelndem Expertenwissen des Rechtssystems. Davon abgesehen ist ein Anwalt auch ein Zeuge für die Behandlung die dem Verdächtigen zukommt und ein Kanal an die Außenwelt. Alles sehr wichtige Dinge in einem fairen Rechtssystem.
  8. #8

    Boston´s Polizei ist nicht auf ein Geständnis aus

    Es ist sehr fraglich, dass die Boston Polizei wirklich die Zielsetzung hatte, mehr über die Hintergründe des Bombenanschlags zu erfahren, ansonsten hätte sie den älteren Bruder nicht im Kugelhagel erschossen und der jüngeren Bruder mit unbekannten gesundheitlichen und juristischen Ausgang immer noch in Lebensgefahr schwebt. Das wirkt wie inszeniert und die Beweislast der Footage ist sehr fraglich. Was geht wieder vor in dem Rechtsstaat U.S.A. Es hiess, dass es mutmassliche Täter sind.
  9. #9

    Zitat von makl98 Beitrag anzeigen
    Diese Debatte zeigt sehr plakativ, wie ausgeprägt das amerikanische Rechtsempfinden ist und wie viel Wert die so hochgepriesene Rechtsstaatlichkeit in den USA ist: nämlich keinen Cent. Denn schon lange gilt dort nicht mehr "gleiches Recht für alle", sondern das Recht wird "der jeweiligen Situation flexibel angepasst". Genau das ist symptomatisch für eine Willkür-Tyrannei.
    USA haben sich längst von einem Rechtsstaat verabschiedet und zwar seit dem Patriot Akt den G. Bush durchgesetzt hat. Dieses Gesetz erlaubt den Behörden jeden Amerikaner festzunehmen und ihn so lange festzuhalten wie sie wollen,etwa so wie es in Gouantanoma Bay bis heute der Fall ist. Damals haben noch fast alle gejubelt und noch schärfere Gesetze verlangt aber heute sehen sie was es bedeutet, wenn der Staat die ganze Macht einsetzen kann. Am Time Square haben mehrere Polizisten einen Mann erschossen,weil er eine Zigarette im verbotenen Bereich geraucht hat und Polizei hat ihn schon vor paar Tagen deswegen ermannt,danach einfach erschossen und sie schämten sich nicht mal,als mehrere Zeugen das ganze gefilmt haben. Ja USA sind zum Polizeistaat geworden und Überwachung läuft auf allen Ebenen,sei es Internet oder Telefon bzw. einfacher Verdacht. FBI Agenten chattet auf islamistischen Seiten und werben dort potenzielle Attentäter an,sie versorgen ihn mit allen Zutaten und bauen eine Bombe,sie fahren ins Wald und machen dort eine Probesprengung. Danach geben sie dem Attentäter eine Attrappe und er legt sie ab,sie gehen weg und der Typ will die Bombe zünden aber sie geht nicht hoch und in dem Moment gibt sich sein angeblicher Freund als ein Agent aus und der Typ wird verhaftet...es ist nicht ausgedacht,sondern eine Tatsache und Fakten,das ganze passierte vor etwa 4 Jahren als an Weihnachten die Bombe hochgehen sollte aber die Agenten und die Polizei sagten,dass es zu keinem Moment Gefahr für die Zivilisten bestanden hat.
    Es ist nur eine natürliche Schlussfolgerung,warum kann es nicht sein dass diesmal genau das selbe abgelaufen ist aber etwas ist schief gelaufen ist,anstatt einer Attrappe hatten die beiden eine echte Bombe dabei und als es Explosionen gab wussten sie nicht was sie machen sollen. Um das Geld zu besorgen überfallen sie einen Laden,was auch nicht zu einem geplanten Anschlag passt,sie hätten sich besser vorbereitet. Im Jahr 2011 wurde der älterer Bruder von FBI besucht,worüber haben sie gesprochen worum ging es. Warum konnten sie sich so frei beim Marathonlauf bewegen,obwohl sie mit ihren Rucksäcken und Kappen sehr verdächtig aussahen. Es waren Spürhunde auf der Strecke und mehrere Kameras haben es gefilmt aber keiner entdeckte die Bomben. Kann es sein,dass die beiden für Geheimdienst gearbeitet haen und wirklich an einer Übung teilgenommen haben ohne zu wissen was sie dort wirklich tun,die Mutter und der Vater sagen ihre Kinder wurden reingelegt und sie gatr keinen Grund hatten sowas zu tun.