Ex-Bundespräsident: Staatsanwalt nennt Kritik an Wulff-Ermittlungen "bösartig"

DPADie Anklage gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff hat den Ermittlern viel Kritik eingebracht. Im Interview mit dem SPIEGEL wehrt sich jetzt Generalstaatsanwalt Frank Lüttig und spricht von einer "lückenlosen Kette von Beweisen".

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-895588.html
  1. #1

    Er hat es nicht verstanden

    Die Kritik zielt vor allem auf die Verhältnismässigkeit hinsichtlich Vorwurf und Ermittlungsvolumen. Schade, dass sich ein deutscher Staatsanwalt nicht sachlich mit Kritik auseinander setzen kann. Es ist doch leicht zu erkennen, dass es sich um eine Albernheit sondergleichen handelt.
  2. #2

    sturkopf

    dieser Staatsanwalt scheint sich etwas verrannt zu haben. erst jede menge Geld verbrennen, den ruf eines mannes killen, dann eine "peanut" finden, sich daran aufgeilen und dann noch bei berechtigter Kritik schmollen.
    ist der aus manheim, da soll es ja in ähnlicher Position auch solche Sturköpfe mit Brett vor dem kopf geben!
  3. #3

    Kachelmann ick hör dir läuten ...

    Causa Wulle das gleiche in Grün, bisschen Schuld. aber eigentlich unschuldig. Hauptsache der Wutbürger hat seinen Senf beim von den Medien erzeugen Shitstorm beigetragen.
  4. #4

    Mal was Neues

    Die Staatsanwaltschaft als Neuauflage von Mutter Theresa ;-)
    Zur Erinnerung, Herr Staatsanwalt:
    Be der Bemessung des Strafmaßes sind alle Umstände zu berücksichtigen.
    Allerdings vom zuständigen Richter nach der Beweisaufnahme in einem rechtsstaatlich durchgeführten und überprüfbaren Verfahren.
  5. #5

    Hexenjagd

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Anklage gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff hat den Ermittlern viel Kritik eingebracht. Im Interview mit dem SPIEGEL wehrt sich jetzt Generalstaatsanwalt Frank Lüttig und spricht von einer "lückenlosen Kette von Beweisen".

    Staatsanwalt nennt Kritik an Wulff-Ermittlungen "bösartig" - SPIEGEL ONLINE
    Es ist nichts anders als was man früher eine Hexenjagd nannte, wer steht wohl dahinter, wer das alles ins Laufen gebracht, wobei die Medien einen sehr großen Anteil mit daran haben.
    Die Erkenntniss daraus ist, dass man als Bundespräsident sich aus der Politik herauszuhalten hat und all seine Reden vorher mit der BK Merkel abstimmen sollte.
    Sein Vorgänger der Herr Köhler hatte große Glück, dass man ihm nur gemoppt hatte und nicht auch noch Staatsanwälte auf ihm ansätzte, bestimmt würde man auch noch etwas kleines ungesetztliches finden.
    Das alles hat nicht mehr mit der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu tun, es ist nur böse und widerwärtiges Verhalten.
    HR
  6. #6

    Ich möchte nicht in der Haut des Staatsanwalts stecken. Egal wie er sich entscheidet, ist ihm eben Kritik sicher. Wenn man keine Anklage erhoben hätte, würde der Blätterwald auch nur wieder rauschen und überall würde etwas von "Die Großen lässt man laufen..." gemunkelt werden. Der Weg jetzt, ist vermutlich der einzig richtige, auch wenn natürlich auf den ersten Blick alles nach Lappalie aussieht - aber auch die sind eben strafbewehrt.
  7. #7

    "lückenlosen Kette von Beweisen"

    Wenn er sich so sicher ist, warum hat er dann einen "Deal" gesucht?

    Die Anwälte von Wulff, der ebenfalls Jurist ist, wissen schon, was sie machen. Ich hätte an Wulffs Stelle allerdings den Strafbefehl geschluckt, statt mich durch einen Prozess der deutschen Justiz mit diesen zumeist selbstherrlichen Richtern schleppen zu lassen.

    Wo die politische Einstellung, klassenspezifische Vorurteile und Kastendünkel viele Richter veranlassen, die Gesetze so zu verbiegen, dass sie seinen alleine richtige Vorstellungen von Recht entsprechen. Es ist eben eine höhere Gewalt: völlig unberechenbar und willkürlich und die meisten Anwälte sind ebenfalls im Gestrüpp ihrer eigenen Psychosen und Vorurteile und meist mässigen Berufsausbildung verfangen.

    Deshalb: ich suche nie mehr mein Recht vor Gericht. Denn da finde ich es bestimmt nicht. Sondern opfere, wie vor einem Götzen. Das schlimmste sind doch nicht die Prozesse, durch die man als minderwertiges Subjekt geschleift wird. Das schlimmst kommt hinterher: wie geht man als gerechtigkeitsfixierter Mensch mit einem Fehlurteil um? Das geht bei vielen bis in starke Depressionen hinein und Verlust des nötigen Menschenvertrauens in Gerechtigkeit und Sozialität. Siehe Kohlhaas.

    Richter wollen gar nicht wissen , was sie alles an"richten" mit ihrem Wirken im Namen ihres Selbst. Die zerstören mehr Menschenleben als ein Krieg.
  8. #8

    Warum

    überrascht mich das nicht, dass der Vorgesetzte die Arbeit seines Untergebenen "sehr überzeugend" findet? Ein Abendessen, für das es keine Zeugen gibt, Kinderbetreuungskosten, die in bar erstattet zu haben man nicht wird widerlegen können, Mehrkosten für ein Zimmer, von denen Wulff in nachvollziehbarer Weise annehmen konnte, dass sie durch das von der Geschäftsführerin veranlasste Upgrade in die Juniorsuite abgegolten sind, und Hähnchen, Wasser, alkoholfreies Bier und Radieschen im Käfer-Zelt, die nichts weiter darstellen als eine unter Freunden übliche Gegeneinladung, nachdem Groenewold im Frühjahr desselben Jahres Gast bei Wulffs Hochzeit war. Der Nachweis, dass Wulff bei Abfassung des Schreibens an Löscher im Dezember 2008 erkannt hat, dass die Einladung von September 2008 ihn dazu verleiten sollte, wird vor einem unabhängigen und unvoreingenommenen Gericht nicht gelingen. Für wie dumm hält der Generalstaatsanwalt Wulff und Groenewold? Wer wirklich korrupt ist, würde doch Wulff alles bezahlen lassen und ihm dafür Bargeld in die Hand drücken, um keine Spuren zu hinterlassen. Dass der Generalstaatsanwalt zu einem anhängigen Verfahren Interviews gibt, finde ich sehr befremdlich. Was kommt als nächstes? Vielleicht eine Homestory "So tickt Wulffs Richter"?
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Anklage gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff hat den Ermittlern viel Kritik eingebracht. Im Interview mit dem SPIEGEL wehrt sich jetzt Generalstaatsanwalt Frank Lüttig und spricht von einer "lückenlosen Kette von Beweisen".

    Staatsanwalt nennt Kritik an Wulff-Ermittlungen "bösartig" - SPIEGEL ONLINE
    Also, ich gehe ja davon aus, dass sie Beweise haben. Ansonsten wäre es ja unsinnig. Wulff hätte IMHO das Geld bezahlen sollen...