Neue Gadgets: Diese Selbstbaukamera ist aus Pappe

Kelly Angood Eine Pappkamera für Bastler gab es schon in den Siebzigern. Jetzt soll ein neues Modell kommen, das viel älter aussieht. Außerdem im Überblick von neuerdings.com: handgefertigte Plattenspieler aus Holz und ein nützliches Macbook-Zubehör - natürlich aus Aluminium.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...-a-895321.html
  1. #1

    Alternative zum Macdock-Projekt

    Auch wenn es nicht so aluminiös aussieht: ich habe alle Kabel einfach mittels Kabelbinder zusammengenommen und zudem einen Kabelschacht gepackt. Zwar muss ich natürlich die Enden jeweils einzeln einstecken, aber das geht kaum langsamer, wie ich mir das vorsichtige Schieben dieses Macdocks denke.

    Bislang wurde der Mangel an Eleganz meiner Konstruktion durch die Ordnung der Kabel ausgeglichen; nun aber weiß ich auch, welchen materiellen Wert das haben könnte und kann mich über die Geldersparnis freuen:-)
  2. #2

    Pappkamera

    Boxkameras aus Pappe, allerdings mit Linse und im Mittelformat, gab es schon vor dem zweiten Weltkrieg.
  3. #3

    das Teuerste einer 1shot Lochkamera sind die Schuhe, die dort ursprünglich eingepackt waren

    man nehme: besagten Schuhkarton, 3 Rasierklingen, Kerze, scharzes Tape, Päckchen Planfilm. Mehr ist nun wirklich nicht nötig. und wer ein architektonisches Highlight aus der Kiste zaubern will, dem sind keine Grenzen gesetzt.

    Die 3 Rasierklingen so übereinander legen, dass ein 3-eckiges Loch entsteht. Rasierklingen, weil die Schnittflächen sehr flach sind, was die Streuung vermindert. Kerze anzünden und das Loch einrußen. Vermindert ebenfalls die Streuung. Das Loch nicht zu klein halten, wg. der Beugungsunschärfe, nicht zu groß, dann wird es auch nicht scharf. Brennweite ergibt sich aus Abstand Loch/ Filmebene/ Format. Dieses Lochkonstrukt wird mit Tape am mit ebenfalls einem Loch versehenen Schuhkarton fixiert. Format zB. 4x5 inch Film wird einfach mit Tape fixiert. So umgeht man auch die Technik für den Kleinbildfilm (Halterung etc.). Karton nach Einlegen des Films mit Tape lichtdicht verschließen (ebenfalls die Blendenöffnung bis zur Aufnahme – is ja logisch, gell?).

    Wer es professionell mag: alte Sinar, Hinterlinsenverschluss, Planfilmkassette, Planfilm, nackte Objektivplatte mit Bohrung, Rasierklingen s.o., Beli. mit Sonde zum Messen in der Filmebene (dann braucht man nicht mal mehr rechnen).

    Geht wunderbar . . .

    der Lochbildner
  4. #4

    50 Euro teurer Papp-Bausatz für eine Lochkamera

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Pappkamera für Bastler gab es schon in den Siebzigern. Jetzt soll ein neues Modell kommen, das viel älter aussieht. Außerdem im Überblick von <i>neuerdings.com: </i>handgefertigte Plattenspieler aus Holz und ein nützliches Macbook-Zubehör - natürlich aus Aluminium.

    neuerdings.com: - SPIEGEL ONLINE
    Nicht, dass Pappe nicht ihren Charme hätte, aber umgerechnet rund 50 Euro für ein paar Blätter Pappe und eine Bauanleitung hinzulegen ist doch etwas heftig, wenn man sich vor Augen hält, dass man sich im Prinzip mit jeder kostenlosen Pappschachtel eine Lochkamera bauen kann - die dann vermutlich noch eher für verschiedene Experimentier-Settings eignet. Und viel mehr als ein bischen über die absoluten Basics der Optik lernen kann man mit Lochkameras nicht, es sei denn man sucht eben genau dieses Qualitätsniveau als künstlerischen Ausdruck.

    Bei einem deutschen Versandhaus im Südwesten, das wie das englische Wort für Perle heisst, gibt es für 30 Euro weniger einen Plastik Bausatz für eine zweiäugige Spiegelreflexkamera, die ebenso 35mm KB-Film verwendet wie die Lochkamera aus Pappe. Das Teil macht sicher ebenfalls keine guten Bilder (im Sinne von scharf, kontrastreich und farbecht), bietet aber immerhin deutlich mehr Lehrmaterial, da hier das Prinzip und Zusammenwirken von Linse, Blende und Reflex-Spiegel vermittelt wird. Und halten wird das Ding vermutlich auch (ein bischen) länger als die Papp-Version.

    Leider sind viele Kickstarter-Projekte hoffnungslos überteuert. Gerade die ganzen Falt-Sachen aus Pappe sind mit den Versandkosten aus USA / UK und ggf. Einfuhrsteuer (+19% auf Kaufpreis *und* Versandkosten) ihren Preis wenn überhaupt nur als Novelty-Skulptur wert. Wenn man bei Kickstarter stöbert verliert man ob der anfänglichen Begeisterung für die DIY-Sachen schnell das Verhältnis ob die Angebote den Preis (+Versand, +Einfuhrkosten) wirklich rechtfertigen. Ausserdem gibt es genug Kickstarter Backer, die Monate auf die Sendungen warten (nachdem man schon Monate auf die Fertigstellung des Projekts gewartet hat), oder sie überhaupt nie erhalten.
  5. #5

    Jetzt würde ich gern noch ein paar Bilder betrachten
    die mit so einem Wunderwerk erstellt wurden.
    Nur, damit man mal eine Ahnung bekommt was so alles möglich ist ^_^
  6. #6

    GRATIS Kameras

    Zitat von dus–ber Beitrag anzeigen
    man nehme: besagten Schuhkarton, 3 Rasierklingen, Kerze, scharzes Tape, Päckchen Planfilm. Mehr ist nun wirklich nicht nötig. und wer ein architektonisches Highlight aus der Kiste zaubern will, dem sind keine Grenzen gesetzt.

    Die 3 Rasierklingen so übereinander legen, dass ein 3-eckiges Loch entsteht. Rasierklingen, weil die Schnittflächen sehr flach sind, was die Streuung vermindert. Kerze anzünden und das Loch einrußen. Vermindert ebenfalls die Streuung. Das Loch nicht zu klein halten, wg. der Beugungsunschärfe, nicht zu groß, dann wird es auch nicht scharf. Brennweite ergibt sich aus Abstand Loch/ Filmebene/ Format. Dieses Lochkonstrukt wird mit Tape am mit ebenfalls einem Loch versehenen Schuhkarton fixiert. Format zB. 4x5 inch Film wird einfach mit Tape fixiert. So umgeht man auch die Technik für den Kleinbildfilm (Halterung etc.). Karton nach Einlegen des Films mit Tape lichtdicht verschließen (ebenfalls die Blendenöffnung bis zur Aufnahme – is ja logisch, gell?).

    Wer es professionell mag: alte Sinar, Hinterlinsenverschluss, Planfilmkassette, Planfilm, nackte Objektivplatte mit Bohrung, Rasierklingen s.o., Beli. mit Sonde zum Messen in der Filmebene (dann braucht man nicht mal mehr rechnen).

    Geht wunderbar . . .

    der Lochbildner
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  7. #7

    Dock für den Mac? Überflüssig!

    Das ist echt traurig - und dermaßen überflüssig. Wer tatsächlich die ganzen Kabel ständig braucht sollte sich überlegen einen normalen Rechner zu kaufen. Wozu brauche ich Ethernet wenn ich WLAN habe? Wozu brauche ich eine externe Tastatur wenn ich eine im Gerät habe - beim Monitor genauso. Wer in der heutigen Welt angekommen ist nutzt ne Cloud zur Datensynchronisierung oder hat den USB-Stick/Festplatte an der Fritzbox.
    Apple-Jünger wollen wohl meist eher schick sein oder protzen, können aber häufig mit der Technik gar nicht um. Mal abgesehen davon, daß man die ganzen unterschiedlichen Stecker wohl nur sehr schwer gleichzeitig anstöpseln kann - das kann nur mit dem schnellen Tod des Docks oder schlimmer der Schnittstellen am Laptop enden.
    Ach ja, dies wurde an einem 27" Mac geschrieben, aber sonst steh ich mehr auf Windows & Android.
  8. #8

    Ich denke es geht primär um die Nutzung im Büro

    Zitat von wird_licht Beitrag anzeigen
    Das ist echt traurig - und dermaßen überflüssig. Wer tatsächlich die ganzen Kabel ständig braucht sollte sich überlegen einen normalen Rechner zu kaufen. Wozu brauche ich Ethernet wenn ich WLAN habe? Wozu brauche ich eine externe Tastatur wenn ich eine im Gerät habe - beim Monitor genauso. Wer in der heutigen Welt angekommen ist nutzt ne Cloud zur Datensynchronisierung oder hat den USB-Stick/Festplatte an der Fritzbox.
    Apple-Jünger wollen wohl meist eher schick sein oder protzen, können aber häufig mit der Technik gar nicht um. Mal abgesehen davon, daß man die ganzen unterschiedlichen Stecker wohl nur sehr schwer gleichzeitig anstöpseln kann - das kann nur mit dem schnellen Tod des Docks oder schlimmer der Schnittstellen am Laptop enden.
    Ach ja, dies wurde an einem 27" Mac geschrieben, aber sonst steh ich mehr auf Windows & Android.
    Zuhause kann man sich das natürlich alles bequem kabellos einrichten. Im Büro geht das nicht immer. Viele Firmen ist z.B. WLAN zu unsicher.
    Dazu kommt, dass wenn man ein Notebook als Hauptarbeitsgerät verwendet, ein großer Monitor sehr angenehm sein kann.

    Ich habe an meinem Arbeitsplatz permanent mindestens drei Kabel (Monitor, Ethernet, Strom) am MacBook. Eine externe Festplatte für Backups wird auch öfters angeschlossen.
    Das ist für mich alles noch im Rahmen des erträglichen.
    Würde ich zusätzlich mehrere externe Monitore plus eine kabelgebundene Tastatur nutzen, würde ich mir eventuell auch überlegen so ein Dock zu nutzen. Wie gut das in der Praxis funktioniert müsste ich mir natürlich vorher anschauen.
    Zuhause bleibt bis auf den Strom alles kabellos.
  9. #9

    Luxusproblem?

    Zitat von wird_licht Beitrag anzeigen
    Das ist echt traurig - und dermaßen überflüssig. Wer tatsächlich die ganzen Kabel ständig braucht sollte sich überlegen einen normalen Rechner zu kaufen. Wozu brauche ich Ethernet wenn ich WLAN habe? Wozu brauche ich eine externe Tastatur wenn ich eine im Gerät habe - beim Monitor genauso. Wer in der heutigen Welt angekommen ist nutzt ne Cloud zur Datensynchronisierung oder hat den USB-Stick/Festplatte an der Fritzbox.
    Selten habe ich so viel kenntnisloses Zeugs gelesen. Es ist deutlich zu merken, daß Sie Ihre Rechnerei nur privat nutzen und nicht in einer Firmenumgebung arbeiten. Notebooks mit Dockingstation resp. Portreplikator sind dort Standard, da hängen ein oder zwei Monitore dran, Maus, Tastatur und Ethernet-Kabel. Die verkabelte LAN-Verbindung dient als Verbindung ins Firmennetzwerk und zu den Firmenservern, auf denen die Daten gehostet werden, nicht in einer ominösen Cloud. Dort schieben nur unbedarfte Privatleute ihr Zeugs hin, die ans Gute im Menschen glauben, sich vor Dritten sicheres Datenhosting im Wölkchen aufschwätzen lassen und die meinen "ich habe nichts zu verbergen!" Für die Nutzung außerhalb der Firmenumgebung wird das Notebook dann pur genutzt und nachher wieder als Arbeitsstation.

    Insofern scheint mir die Dockingbox wirklich ein Luxusproblem zu sein, denn sie zeigt, daß ein Macbook wohl kaum zum ernsthaften Arbeiten in der Berufswelt genutzt wird, sondern wohl eher in den eigenen vier Wänden. Sonst hätte Apple sich wohl darauf besonnen, die Kisten von sich auch mit einem Dockingport und Portreplikatoren zu versehen, statt das Drittanbietern wie Henge zu überlassen. Aber den Herrschaften vom angebissenen Apfel sind ihre Produkte wohl zu schade fürs ordinäre Arbeiten, deshalb gibt es auch kein sinnvolles Docking-Zubehör.

    Dann doch lieber ein flottes Notebook mit Portreplikator und einem schnöden Windows oder Linux statt einer Zwangsbündelung aus überteuerter Hard- und Software, bei der nur das Design im Vordergrund steht, sonst aber nichts besser ist. Das ist nämlich das eigentliche Luxusproblem.