Neues Mobilitätskonzept in Hessen: Einsteigen, bitte

DPAIn vielen ländlichen Regionen droht vielen Menschen ohne Auto der Stillstand, Buslinien werden ausgesetzt oder abgeschafft. In Nordhessen wird deswegen ein Pilotprojekt betrieben: Regelmäßige Touren von Privatpersonen werden Teil des Busfahrplans - und das verbindlich.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/m...-a-895421.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Skeptisch ist dagegen Thomas Schmidt vom Taxiverband Hessen. "Ich weiß nicht, was sich die Politik dabei gedacht hat. Würden Sie in ein Auto einsteigen, wo sie den Fahrer nicht kennen? Keine Frau macht das."
    Alles klar.., Taxifahrer sind ja alles ausgesuchte und allseits bekannte Persönlichkeiten, während der im regelmässigen Fahrplan aufgenommene Privatfahrer sonstwer sein kann..
  2. #2

    Mobilfalt!

    Einen Orden für den kreativen Kopf, der sich für dieses Wortspiel nicht zu schade war! Wirklich ein grandioser Einfalt! Bravo!
  3. #3

    Dachte ich auch

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Alles klar.., Taxifahrer sind ja alles ausgesuchte und allseits bekannte Persönlichkeiten, während der im regelmässigen Fahrplan aufgenommene Privatfahrer sonstwer sein kann..
    Den Taxifahrer kennt man ja auch nicht und die Privatfahrer sind ja, wie Taxifahrer, irgendwo registriert. Aber als Taxifahrer wuerde ich mich vielleicht auch so aeussern :)
  4. #4

    Hut ab!

    Die Idee hört sich sehr gut an. Bin mal gespannt, ob das angenommen wird
  5. #5

    Z-u-b-r-i-n-g-e-r-Dienste

    Regelmässig verkehrende öffentliche Kleinbusse für 10-20 Personen mit Ministellplätzen für den Anhang (Kinderwagen, Trolleys, Koffer etc.) gibt es in Finnland seit langem.
    Sie verkehren in den 'weniger bedienten' Strassen und haben immer ein Ziel: Service am Menschen.
    Zubringer für Bahnhöfe, Einkaufszentren, Anschlussmöglichkeiten eben.
    Haltestangen, Stoppiepser, Kartenkauf und -automat ... alles vorhanden.
    Auch immer 'eine helfende Hand' - wenn's denn mal beschwerlicher wird.
    Neuere Modelle einer bekannten Automarke haben sogar noch die Aufkleber:
    "In Notfällen die Tür mit der Hand öffnen" ... "Bitte benutzen Sie den Nothammer nur in Notfällen" -
    So deutsch kann Finnland sein.
    Kann Deutschland auch so finnisch sein ?
    Nun ja, die da im NordOsten als "IT-first-country" sowieso, waren ihrer/der Zeit schon immer voraus ...
  6. #6

    So. Jetzt warte ich

    mal auf die Kommentare in denen Leute ohne Auto wieder mit Schnorrern gleichgesetzt werden und vehement das Recht verteidigt wird auf jeden Fall in einem 7-Sitzer allein herumzufahren.
  7. #7

    Auf dem Land kennt man sich eher

    Ich sehe hier keine Probleme, aus der Sicht des "Ländlers" ist es eher so das man sich kennt. Ich finde die Idee super und wird eventuell das Problem der ländliche Mobilität etwas entschärfen können (das eigentliche Problem ist die Tatsache, dass die öffentliche Betriebe nicht mehr auf dem Land fahren wollen/können).
  8. #8

    Putzig

    Die Ansicht des Vertreters des Taxi-Gewerbes fand ich auch ziemlich putzig. Ich fahre regelmäßig beruflich Taxi - und in sicher 25% aller Fälle ist das kein Vergnügen. Redseelige Taxifahrer, ungepflegte Fahrzeuge (innen), dudelnde Musik (...) und am besten: immer mal wieder die Frage an mich, wie denn die optimale Fahrtstrecke lautet. Natürlich sage ich immer, was mich stört - aber das nervt: vor allem wenn der Fahrer dann beleidigt reagiert, weil ich sein Musikanten-Stadl nicht hören will. Von diversen falsch ausgestellten Belegen ganz zu schweigen. Wenn ich nicht jedesmal genau angeben würde, was dort stehen soll - was eigentlich aus der Quittung hervorgeht - dann bekäme ich laufend irgendwelche Phantasie-Belege. Besonders süß: vor kurzem emfpand es ein Fahrer sogar als Beleidigung, überhaupt eine Quittung ausstellen zu müssen. Ich musste mir dann tatsächlich einen Eigen-Beleg schreiben. Unglaublich. Ganz ehrlich: da fahre ich doch liebend gerne mit einem der Fahrzeuge des neuen Mobilitätskonzeptes ... schlimmer als im teuer bezahlten Taxi kann es auch nicht sein - preisgünstiger allemal. Gefühlte 25% Stress-Fahrten mit dem Taxi sind mir einfach echt zuviel - das reissen die Profis in dem Gewerbe leider auch nicht mehr wirklich raus. Denn die gibt es, keine Frage. Leider sind sie definitiv nicht die Regel.
  9. #9

    Danke!!!

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Alles klar.., Taxifahrer sind ja alles ausgesuchte und allseits bekannte Persönlichkeiten, während der im regelmässigen Fahrplan aufgenommene Privatfahrer sonstwer sein kann..
    ... genau: was ist schon ein registrierter Privatfahrer gegenüber den Super-Sonder-Spezial Kräften des heroisch-heldenhaften Taxigewerbes?