Recycling-Mode für den guten Zweck: Shoppen hilft!

Alexander BlumhoffBilderrahmen aus Treibholz oder Handtaschen aus Ledersofas - Upcycler machen Neuware aus Abfällen. Einige von ihnen verbinden den Verkauf ihrer Luxusware auch noch mit einem guten Zweck. So können modisch geschnittete Mehlsäcke auch das Gewissen der Kunden erleichtern.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-894501.html
  1. #1

    Ressourcenschonung beginnt mit Modeverzicht.....

    Wer seine Bedarfsgegenstände nach Nutzwert und Langlebigkeit anstelle modischer Kriterien auswählt schon Ressourcen und Geldbeutel. Gerade Frauen fahren besonders häufig auf modische Trends ab und erneuern permanent Kleidung, Schuhe, Handtaschen, Möbel.... Neuerdings "hat man" sogar Kochmesser in Frühlingsfarben. Wie bescheuert darf man sein? Soll ich jetzt meine hochwertigen, lebenslang nutzbaren Kochmesser verschrotten und mir mistige frühlingsfarbene Messer mit Blechklinge kaufen?
  2. #2

    Leider...

    ...sind die Klamotten auf den ersten Bildern so mit Photoshop verfälscht, das man sich garkein ordentliches Bild machen kann...in "echt" sehen die Teile nämlich ziemlich fad und, nun...billig aus...schade drum.
  3. #3

    Ich könnte kotzen

    klingt ja alles ganz toll, aber die 100 Turngeräte sind einfach nur ein Witz. Im Gegensatz zum Taschen aus Capri-Sonne-Pakungen sehen sieh allerdings ganz gut aus (Retro-Leder ;-) ). Viel wichtiger wäre es allerdings den im zig tausend Tonnen-Bereich liegenden Plastikmüll gar nicht erst entstehen zu lassen. Wenn sich hier ein paar Leute sich eine Barren-Bar zugelegt haben die 20-30 Jahre lange als Turngerät genutzt wurde ist das vielleicht ganz schön, da das Ding noch eine weitere Nutzung erfährt aber das Verhältnis von Ressourcenverbrauch/Zeitnutzen ist schon ziemlich gut. Wenn man danach in den Supermarkt geht und jedes Gemüse einzeln in Plastiktüten Ressourcen/Nutzen Verhältnis =Katastrophe. Ich finde es irgendwie erbärmlich, dass diese Leute denken, das hilft. Helfen würden ein Plastiktütenverbot nur noch Papiertüten aus Altpapier. Eine Verpackungssteuer. Transport teurer machen, was ist das für ein ökologischer Bullshit die Krabben zum pulen nach Marokko zu karren? Nur weil da die Arbeitskraft n paar Cent billiger ist. Nebenbei gehen 8 Tanks Diesel für Fahrt und Kühlung drauf. Wenn ich bei Äpfeln lese "Herkunftsland: Neuseeland" top wahrscheinlich auch Luft-Cargo ja? Interessant waren auch die Wege des Pferdefleisches des letzten Lebensmittelskandals. Für jedes Kilo Fleisch noch mal ein Liter Benzin fürs rumkarren und es ist trotzdem noch billiger also hier "normales" Fleisch zu produzieren. Ja Leute macht weiter so, kauft euch Möbel auf denen schon eure Eltern rumgeturnt sind und fühlt euch mal richtig geil denn ich tut was für die Umwelt! Dann noch schnell in den Cayenne und beim Supermarkt ein halbes Kilo Verpackungsmüll kaufen, das dann auch bitte in die gelbe Tonne, zur (thermischen) Verwertung ins nächste Stahlwerk. Hach mit gutem Gewissen lässt sichs eben leben.
  4. #4

    Upcycling ist sinnvoll

    Wir betreiben selbst einen Online-Shop für Mode- und Wohnaccessoires aus recycelten Materialien (http://www.recycling-vielfalt.de/shop/de/Taschen-und-Taeschchen/l-KAT05). Diese Produkte sind eine wichtige Alternative zu herkömmlicher Massenware.
    Wichtig wäre in jedem Fall ein Trend hin zu mehr Bescheidenheit.
    Wir leben in einer Welt, in der das tägliche Konsumieren von Modeartikeln fast wie eine Droge wirkt. Aber wenn schon Konsum, dann sind Upcycling-Produkte doch auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.
    Persönlich wäre es mir lieber – vor allem im Hinblick auf die Generation unserer Kinder – wenn der permanenten Neuproduktion mit ihrer Rohstoffverschwendung etwas entgegengesetzt werden könnte.
    Aber solange das nicht der Fall ist, halte ich es für eine gute Sache, Plastiktüten oder Planen-Reste in Form von Taschen oder anderen Modeartikeln einer neuen langlebigen Verwendung zuzuführen. Diese Tüten landen schon einmal nicht als Mikropartikel irgendwo an unseren Stränden. Zumindest vorerst nicht.