Urteil in Berlin: Schulpflicht gilt auch am Welthumanistentag

DPAIst die Schule ungerecht gegenüber nicht-religiösen Kindern, weil sie weniger Feiertage haben? Ja, fand eine Mutter in Berlin und behielt ihren Sohn am "Welthumanistentag" zuhause. Nein, fand die Schule und vermerkte den Fehltag als unentschuldigt. Zurecht, wie ein Gericht jetzt entschied.

Urteil in Berlin: Schulpflicht gilt auch am Welthumanistentag - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Kirche und Staat endlich trennen!

    Wenn Herr Augstein noch was zu sagen hätte im Spiegel, hätte er sicher für die Mutter argumentiert. Wann wir in Deutschland endlich die unselige Verquickung von Kirche und Staat beendet?
  2. #2

    Es sind die Tage nach dem Monat Ramadan, also das Zuckerfest bzw. Ramadanfest in denen einige Länder Schulfrei gewähren...
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Er kann ferner nicht beanspruchen, dass der Welthumanistentag in den Ausführungsvorschriften der Berliner Schulverwaltung als einer der Feiertage aufgenommen wird, für die generell unterrichtsfreie Tage vorgesehen sind."
    Mit anderen Worten: Vitamin B ist alles. Selbst wenn es nur von imaginären Freunden stammt. Die Ansichten der Vertreter von Rationalität und gesundem Menschenverstand sind eindeutig weniger wert als die von Leuten, die an die Jungfrauengeburt glauben, aber nicht an die Evolution.

    Danke für das Urteil, jetzt haben wir es schwarz auf weiß.
  4. #4

    Leute seid Konsequent

    Unselige Verquickung? Wehrter Forist, wie wäre es, wenn sie auf das Weihnachtsgeld verzichten, an Feiertagen arbeiten, sich nur in Kommunanle Krankenhäuser legen und ihre Kinder nur in Kommunale Kindergärten bringen?
  5. #5

    Wieso *Beginn* des Ramadan?

    Das ist doch Unsinn, nicht zum Beginn des Ramadan gibt es schulfrei, sondern zum *Ende* des Ramadan, zum sogenannten Zuckerfest.
  6. #6

    aus dem Krabbelalter der Menschheit

    Dass die vernünftigste Lösung, eine feste Anzahl frei wählbare Feiertage zu gewähren, zugunsten religiöser Diskriminierung abgeschmettert wird, spricht Bände. Es tönt immer einlullend von den kirchlichen Kanzeln und den Talkshowsesseln: "Vernunft, Liebe, Recht, Freiheit...". Doch wenn es an Tatsachen geht, sei es der Bereich ritueller Körperverletzung oder eben der Bereich schul- oder arbeitsfreier Tage, krallt sich die Religion wie immer ganz menschen- und vernunftfeindlich an Privilegien. Und wenn man dabei nichts gewinnt sondern nur den geistig überlegenen Ungläubigen eins auswischen kann, dann macht man's eben so. Wer sich nicht einlullen lässt, muss eben mit Druck, Angst oder Benachteiligung irgendwie degradiert werden. Eine Peinlichkeit ohnegleichen für dieses Jahrhundert. Eine Beleidigung des menschlichen Geistes, immer wieder auf den kleinsten und niedersten emotionalen und intellektuellen Nenner abzustellen.
  7. #7

    Informieren

    Zitat von Atheist_Crusader Beitrag anzeigen
    Mit anderen Worten: Vitamin B ist alles. Selbst wenn es nur von imaginären Freunden stammt. Die Ansichten der Vertreter von Rationalität und gesundem Menschenverstand sind eindeutig weniger wert als die von Leuten, die an die Jungfrauengeburt glauben, aber nicht an die Evolution.

    Danke für das Urteil, jetzt haben wir es schwarz auf weiß.
    Schön, wie hier gleich losgepoltert wird, ohne die Hintergründe zu kennen.

    1. Die Mutter wollte den Welthumanistentag in der Verwaltungsvorschrift festgeschrieben, in der geregelt wird, an welchen Tagen Schüler ohne Extra-Entschuldigung fehlen dürfen. Das hat das Gericht zurückgewiesen, nicht wegen des Humanistentages, sondern deswegen, weil es den Bürgern nicht möglich ist, Verwaltungsvorschriften zu ändern. Der Anwalt der Klägerin hätte wissen müssen, dass eine Klage auf Änderung der Verwaltungsvorschrift keinen Erfolg haben wird.

    2. Die Mutter hätte einfach nur einen Antrag auf Unterrichtsfreiheit für diesen Tag stellen müssen - so wie es auch die Eltern der Schüler mit religiösem Bekenntnis tun müssen, wenn die Tage KEINE gesetzlichen Feierrage sind. Das gilt - außer für Sachsen - z.B. für den Buß- und Bettag. Außer in Sachsen ist das ja kein gesetzlicher Feiertag mehr. Aber auch evangelische Schüler in Berlin dürfen dann zu Hause bleiben, WENN sie einen Antrag stellen. Wird kein Antrag gestellt, gilt dieser Tag auch für religiöse Kinder als Fehltag.

    3. Wenn Sie sich etwas besser auskennen würden, wüssten Sie, dass sich der "Glaube" an die "Jungfrauengeburt" und das Anerkennen der Evolution keinen Widerspruch darstellt.
  8. #8

    Zitat von joergkirchberger Beitrag anzeigen
    Unselige Verquickung? Wehrter Forist, wie wäre es, wenn sie auf das Weihnachtsgeld verzichten, an Feiertagen arbeiten, sich nur in Kommunanle Krankenhäuser legen und ihre Kinder nur in Kommunale Kindergärten bringen?
    Sie tun so, als ob man für all das Kirchen und Religion bräuchte. Der Tag der deutschen Einheit ist auch frei. Weihnachtsgeld ist eine Sonderzulage; nur der Zeitpunkt hat einen religiösen Hintergrund. Und ich weiß nicht wie das bei Ihnen ist, aber hier in Niedersachsen sind kirchliche Krankenhäuser, Schulen, etc. ziemlich in der Minderheit.
  9. #9

    Deal

    Zitat von joergkirchberger Beitrag anzeigen
    Unselige Verquickung? Wehrter Forist, wie wäre es, wenn sie auf das Weihnachtsgeld verzichten, an Feiertagen arbeiten, sich nur in Kommunanle Krankenhäuser legen und ihre Kinder nur in Kommunale Kindergärten bringen?
    Sehr gerne. Und weil Sie so konsequent sind, verzichten Sie dann auch auf Ihr Wahlrecht, die Schulmedizin, technologischen Fortschritt, unehelichen Sex, alle Bücher bis auf die Bibel, Ihre Menschenrechte und alle anderen weltlichen Errungenschaften.