Arbeitswelt: Jeder Dritte ist rund um die Uhr für den Chef erreichbar

APEröffnen Diensthandys neue Freiheiten - oder sind sie nur elektronische Fußfesseln des Arbeitgebers? Ein Drittel der Beschäftigten ist laut einer neuen Umfrage immer für die Firma erreichbar. In den meisten Fällen, weil der Boss es verlangt.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-894700.html
  1. #1

    selber schuld!

    sind doch alle selber schuld wenn die den blödsinn mitmachen!
  2. #2

    ...kann mich dem Vorredner nur anschließen - selber Schuld!

    Natürlich kann es Chefs geben, die das verlangen und wenn man Geschäftsführer, Prokurist o.Ä. ist, dann soll das von mir aus so sein. Jeder Andere sollte sich einfach klar machen, dass man sich nicht so wichtig nehmen sollte. Lieber mal ein bißchen LEBEN
  3. #3

    Zitat von vegas333 Beitrag anzeigen
    sind doch alle selber schuld wenn die den blödsinn mitmachen!
    Nein, schuld sind meist nur einige wenige sehr ehrgeizige Kollegen.
    Die meisten anderen müssen zähneknirschend mitmachen, sonst sind sie beim Chef sehr schnell unten durch.
  4. #4

    das regelt sich mit zunehmender lebenserfahrung

    Klar, hab auch ich fast zwanzig jahre so agiert und reagiert - das macht man so, wenn man jung und ehrgeizig ist, oder einfach auch nur spass am gewaehlten beruf hat ;-) aber irgendwann wird man aelter, hat unzaehlige berufliche situationen zum gefuehlt hundertsten mal so oder aehnlich erlebt, die naechtlichen mails, abendlichen confcalls mit kollegen von anderen kontinenten (oder dem Chef, der seinerseits vom vorturner abends oder am wochenende aufgescheucht wurde) und dann kommt der zeitpunkt (oft verbunden mit einem unerwarteten break, wie erkrankung, etc), an dem man feststellt, es geht auch anders ;-) dann lernt man nein sagen, abends einfach nicht mehr ranzugehen, mails zwar zu lesen, aber erst am montag zu beantworten... Und stellt fest: huch - das wird akzeptiert :) aber vermutlich eher als verhaltensmuster von grauen woelfen - welpen muessen sich ihren platz im rudel erst erkaempfen... Das ist das im artikel genannte "drittel der beschaeftigten"
  5. #5

    Definition

    Zitat aus Wikipedia: "Freizeit im Sinne von arbeitsfreier Zeit sind Phasen, über die der Einzelne frei verfügen kann und in denen er frei von bindenden Verpflichtungen ist. Diese Zeit steht für die Erholung von den Anstrengungen beruflicher und sonstiger Obliegenheiten zur Verfügung" Ende des Zitats. Also wenn ein Chef eine Erreichbarkeit "verlangt", handelt es sich hier klar um Arbeitszeiten - und da läuft dann dieser Chef Gefahr, mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Ich bin bei meinem Arbeitgeber durchaus in gehobener Position und habe auch ein "Firmensmartphone". Aber ich lasse überhaupt keinen Zweifel daran, dass Freizeit eben Freizeit ist. Dieses Smartphone dient als Kontakt während Dienstreisen - aber ganz sicher nicht als "Freizeittöter". Aber ich verkenne nicht, dass jüngere, die sich den Aufsteig noch "erdienen" müssen, das durchaus anders sehen - aber auch dort: Wehrt euch !! Wenn eure Firma irgendwann Kosten einsparen will und Leute entlässt...dann nützt die bis dahin gelebte "permanente Erreichbarkeit" auch nichts....das schützt dann auch nicht vor Kündigungen.
  6. #6

    yoooh

    Zitat von querulant_99 Beitrag anzeigen
    Nein, schuld sind meist nur einige wenige sehr ehrgeizige Kollegen.
    Die meisten anderen müssen zähneknirschend mitmachen, sonst sind sie beim Chef sehr schnell unten durch.
    Mein Chef damals rief mich auch gerne zu unmöglichen Zeiten an, bis ich ihm mal fragte, ob er wisse was ich gerade habe. Feierabend?! kam als Antwort, ich bejahte und legte auf. Hätte er auf mein agieren bestanden, hätte ich ihn dann 3 oder 4 Stunden später angerufen, dann wenn er im Bett liegt.
    Später gab es bezahlte Bereitschaften, da war es schon was anderes, aber den Preis mussten wir erst einmal an unsere Vorstellung anpassen.
  7. #7

    Wie geht das?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eröffnen Diensthandys neue Freiheiten - oder sind sie nur elektronische Fußfesseln des Arbeitgebers? Ein Drittel der Beschäftigten ist laut einer neuen Umfrage immer für die Firma erreichbar. In den meisten Fällen, weil der Boss es verlangt.

    Jeder Dritte ist rund um die Uhr für den Chef erreichbar - SPIEGEL ONLINE
    "Für die Studie wurden 505 Berufstätige und Personalverantwortliche von 854 Unternehmen befragt."

    Wenn es mal nicht wieder ein Fehler von SPON ist, frage ich mich wie man das gemacht hat.
  8. #8

    Grundeinkommen

    Wir brauchen das Grundeinkommen, damit so etwas nicht mehr passiert. Das schlimme ist ja, dass einige solche Verhältnisse sogar mögen, weil sie den Beruf interessant und sich wichtig finden. Das ist ein gutes Beispiel für die Entfremdung durch die Arbeit, wie sie Marx dargelegt hat. In der DDR hatten wir das Problem übrigens nicht und es gab eine Weltklasse-FKK-Kultur; daran lohnt es immer wieder zu erinnern! Es war nicht alles schlecht. Tolle Alleen, Datschen, prima Kitaversorgung, tolle Diskussionen auf den Parteitagen, keine Ellbogengesellschaft.
  9. #9

    Grundeinkommen?

    M.E. nach gibt doch ein steuerfreies Grundeinkommen, von der Gesellschaft getragen: ALG II oder wie es auch genannt wird HartzIV. Ich verstehe diese Forderung hier im Forum nicht. Und zur DDR: Die gibt es nciht mehr, weil die Mehrheit der Menschen dort sie nicht mehr wollten. Da sollte man auch mal drüber nachdenken.