Schul-Klischees im Faktencheck: Es fallen dauernd Stunden aus - oder doch nicht?

APMein Kind lernt nicht genug! Eltern und Lehrer klagen Jahr für Jahr, in den Klassen falle zu viel Unterricht aus. Politiker und Verbände stimmen ein. Aber stimmt das Freistunden-Klischee überhaupt?

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-877501.html
  1. #1

    Weiterbildung der Lehrer

    trägt sicherlich auch zum Unterrichtsausfall bei.Ein mir bestens bekannter Berufsschullehrer geht ein bis zweimal im Jahr zur Weiterbildung in Betriebe. Folge Unterrichtsausfall da diese Quali nicht während den Ferien realisiert wird. Ist für mich nicht nachvollziehbar
  2. #2

    zu wenig

    Es fallen viel zu wenige Schulstunden aus. Jede ausgefallene Schulstunde gibt den Schülern Zeit, wirklich Wichtiges zu lernen. Nicht nur unsere Kinder, sondern auch wir Eltern freuen uns, wenn Schulstunden ausfallen.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mein Kind lernt nicht genug! Eltern und Lehrer klagen Jahr für Jahr, in den Klassen falle zu viel Unterricht aus. Politiker und Verbände stimmen ein. Aber stimmt das Freistunden-Klischee überhaupt?

    Stundenzahl und Unterrichtsausfall: So viel lernen Schüler - SPIEGEL ONLINE
    Interessante Rechnung, die die einzelnen Bundesländer so machen.

    Am hiesigen bayr. Gymnasium wird das noch geschickter gemacht - den Schülern wird einfach ein Ersatzlehrer, oft ein fachfremder Lehrer ins Klassenzimmer gesetzt. Der ist die Stunde anwesend, die Schüler sollen sich selbst beschäftigen, oder es wird ein Film geschaut und schon zählt die Stunde als nicht ausgefallen. Dass faktisch kein Unterricht stattgefunden hat, steht halt auf einem anderen Blatt.
    Könnte mir vorstellen, dass das auch viele andere Schulen so handhaben ...
  4. #4

    Da Kinder...

    ...anscheinend im Schulunterricht eh nichts mehr lernen (sehe ich bei jeder mir vorgelegten Bewerbung)...können auch noch mehr Stunden ausfallen...es macht letztlich keinen Unterschied. Hauptsache die Kleinen können ihr Smartphone bedienen und damit chatten, mobben und einkaufen gehen.
  5. #5

    Was in den Stunden gemacht wird ist viel wichtiger

    Die Kinder werden zur Bildungsbulämie gezwungen.

    Ich habe laufend Praktikanten 10. Klasse Gymnasium, die meisten sind formal auf dem laufenden, haben aber bspw. in Physik keinen blassen Schimmer, was das, was sie gelenrt haben eigentlich bedeutet.

    Ausserdem wird im Gymnasium nicht mehr geübt. Die Schulstunde läuft mehr wie eine Vorlesung ab. Dadurch fehlt der Praxisbezug und das üben muss zu Haus stattfinden.

    Die Eltern mit Geld bezahlen Nachilfe, die anderen Setzen sich selbst mit ihren Kindern hin.

    Die Kinder der Eltern ohne Lehrbefähigung und ohne Geld fallen hinten runter.

    Gymnasium heist eigentlich Übungsraum, dass ist es schon lange nicht mehr.

    Ob ein paar Stunden ausfallen oder nicht ist da wirklich egal.

    Da die Kinder nicht üben, "können" sie wie andere Fioristen feststellen eben auch wenig richtig, schon gar nicht etwas konkretes.

    Fricklerzzz
  6. #6

    Irgendetwas stimmt da nicht...

    Ich als Schüler der Oberstufe in NRW habe in der Einführungsphase (stufe 10) 33 Wochenstunden, in der Qualifikationsphase 1 & 2 (Stufe 11& 12) 34 Wochenstunden. Davon kann man minimal abweichen, je nachdem, was man wählt. In der Unter- und Mittelstufe waren es noch einmal etwas weniger Stunden. 37 Stunden ist ein bisschen to much...
  7. #7

    Kontingente Vertretungslehrer meist schon im Herbst erschöpft

    In NRW gibt es Regionale Kontingente an Vertretungslehrern, die auf Anforderung der Schulen bei Überschreitung von Ausfallquoten einspringen. Diese Kontingente sind meist schon im Herbst erschöpft. Dan kann man sich vorstellen wie sich die Entwicklung der Fehlstunden dann in der Infektionszeit Herbst/Winter weiter darstellt.
  8. #8

    Doch!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mein Kind lernt nicht genug! Eltern und Lehrer klagen Jahr für Jahr, in den Klassen falle zu viel Unterricht aus. Politiker und Verbände stimmen ein. Aber stimmt das Freistunden-Klischee überhaupt?

    Stundenzahl und Unterrichtsausfall: So viel lernen Schüler - SPIEGEL ONLINE
    Als mein Sohn noch in die Schule ging, zeichnete er jede Schulstunde die ausgefallen war sorgfältig auf. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht diese Aufzeichnungen auszuwerten.
    Insgesamt fielen ca. 20% der Stunden aus. Ungefähr 10% wurden durch Vertretungslehrer ausgefüllt, 10% fielen ganz aus. Natürlich wussten die Vertretungslehrer nicht, wo sich die Klasse gerade im Lernstoff befand. Bis das geklärt war, war die Stunde um.
    Den allergrößten Clou leiste sich einmal eine Englischlehrerin (Vertretung): „Heute ist so schönes Wetter, lasst uns in die Stadt gehen und ein Eis essen!“ sagte sie zu den Schülern.
    Eintrag an diesem Tag in das Klassenbuch: „Frühlingsgefühle“
  9. #9

    Zitat von Wamaeno Beitrag anzeigen
    Ich als Schüler der Oberstufe in NRW habe in der Einführungsphase (stufe 10) 33 Wochenstunden, in der Qualifikationsphase 1 & 2 (Stufe 11& 12) 34 Wochenstunden. Davon kann man minimal abweichen, je nachdem, was man wählt. In der Unter- und Mittelstufe waren es noch einmal etwas weniger Stunden. 37 Stunden ist ein bisschen to much...
    Das ist im Vergleich wenig.
    Ich hatte vor 25 Jahren in der Oberstufe 40 Unterrichtsstuden/Woche (Bayern).