Welternährung: Klimawandel bedroht globale Nahrungsproduktion

AFPReichen die produzierten Nahrungsmittel aus, um in Zukunft neun Milliarden Menschen satt zu bekommen? Experten aus aller Welt beschäftigen sich derzeit auf zwei Kongressen in Dublin mit Fragen zur Ernährungssicherheit - und schlagen Alarm: Der Klimawandel bedroht die Versorgung der Armen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-894254.html
  1. #90

    Zitat von bertholdalfredrosswag Beitrag anzeigen
    Vor sechzig Jahren war die Weltbevölkerung beim Stand von sechs Milliarden. und in diesen vergangenen Jahren hat die Bevölkerung fünfzig Prozent zugenommen. In diesem Bericht ist ausschließlich von Nahrungsförderung für die neun Milliarden bis späterhin dreizehn Milliarden die Rede. Kein Gedanke über Wachstumsbremsung .der Weltbevölkerung, was doch in seiner Effektivität mindestens genau so wichtig wäre, wenn nicht noch wichtiger im Hinblick auf die tatsächliche Möglichkeit für all diese Menschen die Ernährung zu sichern. Aber vielleicht haben wir ja bis dahin die chemisch erzeugte Ernährungspille. Nun ist also die Frage, was ist sinnvoller oder wir überlassen das halt den Experten, wie sie das zu handhaben gedenken.
    Ich verstehe es wirklich nicht, wieso der Großteil hier ein entweder, oder sieht.
    Wenn man den Menschen die Sicherheit gibt, dass sie sowohl im jetzt als auch in Zukunft mit Grundbedürfnissen versorgt sind, wird die Geburtenrate, so hat es die Geschichte bisher gezeigt, von selbst abnehmen.
    Es gibt kaum einen Bereich, wo die Bedürfnisspyramide von Maslow bisher so richtig lag, wie in diesem Bereich.
  2. #91

    optional

    Was ist das denn für ein unsinniger Quatsch: Keine Klimaänderung bedroht auch nur annähernd die Ernährung der Armen so sehr wie der völlig asoziale Neoliberalismus, der immer mehr die Weltökonomie beherrscht. Wir brauchen uns doch nur in Deutschland umzuschauen: Hier gibt es Lebensmittel im Überfluss und trotzdem würden hier arme Menschen ohne die Suppenküchen, heute vornehm Tafeln genannt, Hunger leiden. Aber natürlich muss der Klimawandel schuld sein, sonst müsste man ja zugeben, dass die neoliberalen Räuberkapitalisten von Thatcher ("The witch is death", but there are many oher witches and witchers in the world) über Schröder bis Merkel und Obama den Hunger in der Welt zu verantworten haben ... und ihre vielen kleinen Helferlein und die ganzen Hohepriester des Neoliberalismus, die sich Wirtschaftsweisen nennen, tatsächlich aber nichts anderes als Chefideologen einer menschenverachtenden Ideologie sind. Was für die Kommunisten Marx war, ist für die Neoliberalen Hayek und beider Lehren sind Ideologie und nicht Wissenschaft, soweit es deren Konzepte für eine Wirtschaftsordnung anbelangt. Nein, der Hunger dieser Welt ist menschengemacht, nicht indirekt, indem wir das Weltklima ändern, sondern ganz direkt, indem man dafür sorgt, dass die von allen erwirtschafteten Ressourcen nur in die Taschen einer ganz kleinen Gruppe von fließt, während die anderen um die Früchte ihrer Arbeit betrogen werden. Leistung im Sinne des Neoliberalismus ist nämlich im Endergebnis nicht die Produktion von Gütern und Dienstleistungen, sondern die erfolgreiche Aneignung der Leistungen anderer.
  3. #92

    Ein "Beleg" ist unnötig.

    Zitat von famulus Beitrag anzeigen
    Klar hat es Klimawandel schon immer gegeben. Wussten Sie überhaupt, dass die Eisdicke in der Antarktis zunimmt. Und wussten Sie auch, dass die Alpen mehr als 80% ihres Bestehens schnee- und eisfrei waren. Klimawandel kann nur eine Folge von Wetterwandel sein. Und das Wetter wandelt sich ständig, manchmal abrupt.

    Also, wenn Sie Klimawandel entdecken, belegen Sie ihn mit stichhaltigen Argumenten.
    Sie benötigen einen Beleg? Soso. Nach dem Motto: "Ich fordere den Beweis, dass es ungesund ist, mit geschlossenen Augen über die Hautpstraße zu laufen. So lange mir niemand diesen Beweis bietet, laufe ich blind weiter." So ähnlich, ja?

    Wie blind muss man eigentlich sein, um den Irrsinn in dieser Einstellung zu übersehen? Haben Sie sich schon mal gefragt, wohin ein "weiter so wie bisher" führen wird? Nein, vermutlich nicht. Sie sitzen auf Ihrer Insel der Glückseligkeit, blinzeln in die Sonne am blauen Himmel und glauben tatsächlich, es sei alles OK. Das nennt man Schönwettereffekt. Sie müssen gar nicht allzu weit fahren um zu erkennen, dass eben nicht alles OK ist. Wenn man es schafft, über den Tellerrand zu gucken, dann sieht man sogar die drastischen Veränderungen, mit denen unser Planet reagiert.

    Was hier im Forum für ein Unsinn verzapft wird: die mögliche Fläche für Landwirtschaftsproduktion sei noch gar nicht annähernd erschöpft usw usw. Ja wunderbar. Holzen wir doch am besten noch die letzten Regenwälder nieder, um Schweinefutter anzupflanzen, oder was? Wir haben heute schon einen so mächtigen ökologischen Druck auf das System Erde ausgeübt, dass ein Planet gar nicht mehr ausrecht, um die verbrauchten Ressourcen zu reproduzieren. Wie schnell wollen wir denn die Substanz noch aufbrauchen? Unverantwortliches Geschwafel, sonst nichts. Ich frage mich nur, wie schlimm es eigentlich erst kommen muss, bevor Betonköpfe bemerken, das sich etwas verändert. Es wird sich ganz bestimmt nicht zum Besseren verändern, auch wenn die ganz Coolen glauben, mit Palmen am Nordseestrand ließe es sich prima urlauben. Leider müsse Sie ihren Liegestuhl dann vermutlich gegen 100 Afrikaner verteidigen, denen es da unten schon längst zu heiß geworden ist.
  4. #93

    Eigeninitiative

    Zitat von lordas Beitrag anzeigen
    Dabei scheint diese Relation, dass ein Kilogramm Fleisch 10000 Liter Wasser verbraucht vollkommen unkritisch hingenommen zu werden. Mir konnte bis heute niemand klar belegen wie diese Zahlen zustande kommen.
    Googlen soll helfen. ;-)
    Falls Sie weder mit der englischen Sprache, noch mit Mathematik ein Problem haben, wird Ihnen z.B. hier geholfen: http://www.waterfootprint.org/Report...alProducts.pdf

    Bevor jetzt Veganer Schnappatmung bekommen, man kann sich Vegan ernähren, zwar komplizierter aber ohne Abstriche. Nur sind wir bisher in der luxuriösen Position einer Industrienation. Natürlich ernähren sich Inder zum Teil vegan, ein großer Teil leidet aber auch unter Mangelernährung.
    Ich habe bis heute nicht verstanden, was daran kompliziert sein und weshalb diese Form der Ernährung ein Luxus unserer "modernen" Gesellschaft sein soll. Wenn dies bedeutet, dass man sich mit seiner Ernährung beschäftigt, dann kann ich nur entgegnen, dass dies eigentlich jeder Mensch tun sollte. Leider scheint den meisten Menschen die Bequemlichkeit einer Fertigmahlzeit mehr zu bedeuten, als die eigene Gesundheit. Eigentlich Paradox, ist doch unsere Gesundheit mit unser höchstes Gut. Der wahre Luxus ist der Anspruch jeden Tag Fleisch auf dem Teller haben zu müssen. ;-)

    Futtermittel für Tiere sind gentechnisch verändert. Nicht nur um Herbizidresistenz zu erzeugen, sondern auch um Protein- und Stärkegehalt eklatant zu erhöhen. Für Menschen sind solche Produkte nicht genießbar.
    Warum sollte ich optimierte Futtermittel zu mir nehmen?

    Können wir also mit einer veganen Ernährung einen sinnvollen Beitrag zum Klimawandel leisten?
    Kurze Antwort Ja.

    "Neue Technologien nutzen". Damit ist laut FAO auch und vor allem der Einsatz von Gentechnik gemeint. Die wird aber in den Industrieländern ohne Not geächtet.
    Ich erinnere mich gerade schmunzelnd an die 50er Jahre, in denen man die Atomkraft als sichere Technologie predigte und sogar Autos damit antreiben wollte. Heute liegt tonnenweise radioaktiver Müll im Meer und unter der Erde, teilweise mit Halbwertszeiten von 24.000 Jahren. Entschuldigen sie, wenn ich leicht skeptisch in Bezug auf die vorrauschauende Haltung etwaiger Profiteure dieser neuen Technologien bin, aber die Geschichte hat erfolgreich belegt, dass in unserer Gesellschaft zuallererst Profite stehen, denen alles untergeordnet wird. Jahrzehnte später müssen dann Folgegenerationen den undurchdachten Fortschritt ausbaden - mit all seinen Konsequenzen. Es geht nicht darum, technologiefeindlich zu sein. Es geht darum sich einer Thematik verantwortungsvoll zu nähern und weiter als zu seinen Lebzeiten oder Legislaturperioden zu denken.
  5. #94

    Unfug

    Zitat von bertholdalfredrosswag Beitrag anzeigen
    Vor sechzig Jahren war die Weltbevölkerung beim Stand von sechs Milliarden. und in diesen vergangenen Jahren hat die Bevölkerung fünfzig Prozent zugenommen. .
    Mit Verlaub, Sie schreiben grandiosen Unfug:
    vor 60 Jahren betrug die Weltbevölkerung gerade mal 2,5 Milliarden.
    Sie hat sich im letzten Jahrhundert fast vervierfacht.

    Auch wenn die Kurve massiv abflacht, sind hier die Probleme für die Welternährung zu sehen.Daran ändert der Klimawandel - wenn überhaupt - nur marginal etwas - damit ist es eben genau wie mit unserem Lieblingsspurengas....
  6. #95

    Anthropogener Dünger

    Ich möchte hier ganz vorsichtig zu bedenken geben, dass die heutige Menschheitspopulation nur durch den Einsatz von Kunstdünger, derzeit modisch eher als "anthropogen" bezeichnet, ernährt werden kann. Desweiteren kommt es mir so vor, dass viele "Forschungs"ergebnisse anderer Fakultäten dadurch aufgewertet werden können, wenn man sie mit dem anthropogenen "Klimawandel" in Verbindung bringt. Bei SPON jedenfalls funktioniert das prächtig. Druckerschwärze und Internet sind übrigens auch "menschengemacht". Allways look to the bright sides of life ...
  7. #96

    Entschuldigung,

    glaubt wirklich irgendeiner der vorstehenden 95 Kommentatoren, dass die Menschheit es NICHT schaffen wird, sich selber und die Erde auszurotten?!?
  8. #97

    Das eigentliche Problem, der Phosphor wird knapp

    Was wäre wenn die Weltweite Klima wie um 1800 wäre, also ein paar zehntel kühler?
    Das eigentliche Problem, der Phosphor wird knapp
    http://agrar.bayer.de/Wird_der_Phosphor_knapp_.cms
    Auf lange Sicht ist Wärme gut für das Wachstum der Pflanzen und 2C ist nur ein Problem für den modernen Menschen der sich in den letzten 100 Jahren mehr als versechsfacht hat.
  9. #98

    Sie sind ja noch eloquenter als Bärbel Höhn bei der Verteidigung von flüssigem Brot!

    Zitat von rkinfo Beitrag anzeigen
    ...
    Getreide verschindet überwiegend zunächst in Getreidelager oder wird vorverarbeitet das Ernten überwiegend nur begrenzt im jahr anfallen.
    ...
    OHNE Biosprit kommt soviel in die Aussaat dass es für für leicht unterdurchschnittliche Erntejahre für eine Ernährung reicht. Denn Überschüsse sind kaum verkäuflich und müssen spätestens mit der nächsten ernte auch die kornkammern verlassen - teils als Müll.

    MIT Biosprit steigt die Aussaat um den mittleren Bedarf an Biospritanteil und bei schlechten Jahren wird aus den Kornkammern normal wieder in die Nahrung gefahren. Die Biosprithersteller verkaufen teils ihre Anteile mit etwas Gewinn und decken sich über andere Ernteregionen wieder ein. So Anfang 2008 in Deutschland.
    ...
    [/B]
    Versäumen Sie nicht Fr. Höhns bereits über zehn Jahre feuernde Dauerverteidigung für flüssiges Brot im Internet aufzuspüren. Google hilft gerne. Belohnt werden Sie mit einer Ihnen sehr nahestehenden Gedankenwelt.

    In der Realität werden die BIOsprit-Herrsteller alles nur mögliche daran setzen, ihre einmal eingebunkerte Beute für die finanziell ganz erheblich einträglichere industrielle Brotverflüssigung zu schützen. Beispielweise durch eine "Konservierung", die den Schatz unglücklichrweise ungenießbar macht.

    Falls Sie aber Kenntnisse haben, wie das Flüssige aus dem Zapfhahn wieder zu Brot gewandelt werden kann, zögern Sie nicht, die Welt mit diesem Wissen zu beglücken.

    Dann genügt es in der Zukunft, an die Hungernden dieser Welt Bezugsscheine zur kostenfreien Versorgung an Tankstellen zu verteilen.

    MfG
  10. #99

    Falsche Logik

    Zitat von dowhepole Beitrag anzeigen
    Die Geschichte zeigt bisher etwas anderes. Sobald die Menschen eine gewisse Sicherheit haben, nimmt der Kinderreichtum ab. Kinder dienen in ärmeren Regionen als zusätzliche Arbeitskraft um überleben zu können, nicht in erster Linie als Mund den es zu füllen gilt.
    Schauen sie sich die Geschichte der westlichen Welt an, dort leidet man keinen Hunger, ihrer Logik nach müsste man sich also vermehren wie sonst nie in der Geschichte und trotzdem werden die meisten 'Völker' der westlichen Welt, statistisch gesehen unumkehrbar, aussterben.
    In der westlichen Welt gibt es weniger Kinder, weil die Lebensbedingungen für Familien sehr ungünstig sind. Am Arbeitsplatz und bei der Wohnungssuche werden sie benachteiligt und die Perspektive der Kinder wird es sein als Sklaven die ständig wachsenden Ansprüche der Kinderlosen zu erfüllen.