Schwarzes Dreieck: Neues Symbol für Risikomedikamente

SPIEGEL ONLINESie sind neu auf dem Markt: Medikamente, von denen möglicherweise noch nicht alle Nebenwirkungen bekannt sind, werden ab September 2013 mit einem schwarzen Dreieck markiert. Ein längst überfälliger Schritt zu mehr Transparenz.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-892549.html
  1. #1

    Alles fürn Arsch, solange

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind neu auf dem Markt: Medikamente, von denen möglicherweise noch nicht alle Nebenwirkungen bekannt sind, werden ab September 2013 mit einem schwarzen Dreieck markiert. Ein längst überfälliger Schritt zu mehr Transparenz.

    Schwarzes Dreieck: Symbol soll auf Risiko neuer Arzneimittel hinweisen - SPIEGEL ONLINE
    der Arzt den Patienten nicht befähigt, Nebenwirkungen zu erkennen und ihm nichts in die Hand gibt, sein Feedback zu geben:
    Wie formulieren, wohin schicken.

    Ich kenne niemanden, der schon mal von seinem Arzt gefragt wurde, ob er bei einem Medikament Nebenwirkungen verspürte.

    Es ist doch so, daß die neu auftretenden Symptome oft nur wieder mit neuen Medikamenten behandelt werden.

    Ich möchte nicht wissen, wieviele Patienten durch unerkannte Nebenwirkungen und durch gefährliche Interaktionen der Medikamente ums Leben kommen.

    Da wird nichts Systematisches unternommen, es gibt keine Infrastruktur zur (Früh-)Erkennung, die die betroffenen Patienten einbindet.

    Ein Dreieck ist ein schönes Symbol, mehr nicht.

    Geradezu obsön ist es, die Masse der Patienten in einem "stillen" Verfahren als Versuchskaninschen einzusetzen, um das Zulassungsverfahren im Schnelldurchgang noch einführen zu können.

    Obwohl, obszön ist ein noch zu schwacher Begriff für diese Methode von öffentlich und unkontrolliert durchgeführten Menschenversuchen,
    "zusätzliche Überwachung" genannt.

    Die Artikel zwei und drei sind das Ergebnis einer hervorragenden Lobbyarbeit auf dem Rücken der betroffenen Patienten;
    eine gesundlheitliche Beeinträchtigung von Menschen wird billigend und zur Profitmaximierung hingenommen.

    Zum Nachlesen der Verordnung:
    http://ec.europa.eu/health/files/eud...013_198_de.pdf
  2. #2

    Und was soll der Patient jetzt tun?

    Alle Medkamente haben qua innerer Logik Nebewirkungen, die aber nicht beim Patieten notweindigerweise zum Tragen kommen. An was soll der Patient,der nun seine Nebenwirkung selbst diagnotiziert, festmachen, ob es sich um eine Nebenwirkung hadelt, um eine Wchselwirkung mit einem anderen Medikament, um eine Folge der zugrunde liegenden Erkrankung oder um eine dritte Ursache, die gar nichts damit zu tun hat.
  3. #3

    Viereck fehlt noch

    Ein Viereck für unwirksame Medikamente (Homöopathie) wäre auch nicht schlecht.
  4. #4

    optional

    wie wär`s am besten weniger pillen schlucken,die deutschen sind ja weltmeister darin
  5. #5

    optional

    Das ist Quatsch! Eine gesonderte Kennzeichnung für in einem Schnellverfahren zur überstürzten Zulassung nicht erfasste Nebenwirkungen einzuführen und gleichzeitig so zutun,als müsste keiner Angst haben,es wäre ja alles "ausgiebig" getestet ist mehr als ein Widerspruch in sich.In meinen Augen ist es eine eiskalte Lobby-Lüge.Für wie blöd halten die uns eigentlich? Falls ich in die Situation komme,soetwas verschrieben zu bekommen werde ich die Schachteln in der Apotheke aufmachen und ungefährliche Alternativen verlangen.Das mit dem Viereck ist echt ein Brüller,Birnstein.Warum fragen Sie nicht gleich,was man Ihnen da gibt ? Warum fehlt Ihnen das Kreuz,gleich beim verschreibenden Arzt den "unwirksamen" Kram abzulehnen? Weil ie Angst haben,etwas von belegter Wirksamkeit bei 1000 anderen Patienten zu hören ? Interessant!
  6. #6

    Wieder einmal komplette Ahnungslosigkeit der Pharma-Basher!

    Alle zugelassenen Medikamente sind im Vorfeld ausführlich und sehr aufwendig getestet worden. Da sehr seltene Nebenwirkungen aber erst nach einer sehr großen Zahl der Anwender auftreten können, sind die Hersteller verpflichtet, Wirkungen und Nebenwirkungen auch nach der Zulassung zu monitoren - unter anderem auch durch die vielgescholtenen Anwendungsbeobachtungen beim Arzt. Das gilt besonders für die Arzneimittel, die wegen eines besonders hohen Benefits eine bevorzugte und schnellere Zulassung bekommen. Das Prozedere der Meldungen von Nebenwirkungen ist klar geregelt: die Patienten müssen ungewöhnliche Wirkungen ihrem Arzt melden, der verpflichtet ist, diese Meldung detailliert dem Hersteller mitzuteilen. In diesem Zusammenhang lässt sich immer wieder leicht gegen die ausbeuterische Industrie wettern - glaubwürdig wird die Kritik durch das offensichtliche Manko an Wissen jedoch selten...
  7. #7

    Alle Studiendaten !!!

    Medikamente sind vor Zulassung im Durchschnitt an ca. 1.000 - 2.000 Patienten getestet. Diese müssen ganz bestimmte Kriterien erfüllen. Insofern sind es "ideale" Patienten, welche es in der Realität nur wenige gibt. Die Zeitdauer beträgt im Durchschitt max. 6 Monate. Permanente Nebenwirkungen werden somit nicht erfasst.
    Nach der WHO werden auch nur ca. 1% aller Nebenwirkungen überhaupt gemeldet. Wer einmal an wirklich gravierenden Nebenwirkungen erkrankt ist, bekommt schnell mit, dass kein Arzt die Kausalität bestätigen will sondern dass abstreiten wird. Hier geht es auch um Interessenskonflikte und die Angst, juristisch belangt zu werden.

    Vioxx, Roche Accutane... sind alles Beispiele, wo offenbar eher Marketinginteressen im Vorfergrund standen und die dann später vom Markt genommen werden mussten. Sie sind vom Markt genommen worden, nachdem zu viele jur. Klagen kamen.

    Roche z.B. hat "vergessen" 80.000 Nebenwirkungsmeldungen zu machen, davon 15.000 Tote. Es geht aber auch um Unwirksamkeit von Medikamenten, Beispiel "Tamiflu". Auch von Roche.
    Golden Handshakes (oder geplante wie die von Dr. Vasella - der ehemalige CEO von Novartis) kosten dem Zahler von Krankenkassenbeiträgen 72 Millionen Schweizer Franken... WER SETZT DEM EIN ENDE?
    Antwort: ALLE PATIENTEN!
    Wir wollen alle Studiendaten auch einsehen können. Die sollen veröffentlicht werden! Ohne Aussnahme! Dafür kämpft die Bewegung www.alltrials.net !
  8. #8

    Transparente Pharma

    Medikamente betreffen die Gesundheit der Menschen. Die Pharma Firmen wollen gegenüber den Patienten auf der ganzen Welt ethisch und transparent sein und z.B. keine zweitklassige Qualität liefern. Fragen:
    1. wird das Dreieck auch für Ware die ins Ausland exportiert wird auf die Beipackzettel gedruckt wenn die jeweiligen Behörden es zulassen?
    2. werden deutsche Pharma Firmen die im Ausland herstellen versuchen bei den Behörden dieses Dreieck auf die Beipackzettel gehnemigt zu bekommen?
    3. Warum wird das schwarze Dreieck nur auf dem Beipackzettel sein und nicht direkt auf der Faltschachtel wo es sofort zu erkennen sein wird? Fauler Kompromiss zwischen Behörde und Industrie?
    In den letzten Jahren war der Anteil von Problemen mit Neuzulassungen relativ gross sodass solch eine Initiative begrüssenswert ist. Natürlich wird es für ältere Leute schwieriger sein negative Nebenwirkungen zu melden wenn sie dies z.B. über Internet machen müssen. Je nach Land und Sitten zsind es z.T. auch weniger als 1% der Betroffenen die solche Nebenwirkungen überhaupt melden und dies bereitet Sorgen. Transparenz wäre auch vonnöten was die Finanzierung und Konditionen der Studien über Universitäten anbetrifft. Wieso kann so etwas geheimgehalten oder jahrelang vertagt werden. Ich spreche dabei nichtüber die Tests per se sondern über die ausgehandelten Vertragsklauseln.
  9. #9

    Aus Brüssel Gutes

    2008 haben Arzneimittelkommission, Ärztekammer Berlin und der Deutsche Ärztetag eine solche Kennzeichnung gefordert. Wurde von der Regierung geprüft und zurückgewiesen. Man könnte ja Angst vor neuen Medikamenten bekommen. Jetzt kommt es halt mit Verspätung aus Brüssel. In blau wäre es freundlicher und neutraler gewesen als in schwarz, aber irgendwo muss die Trauer über die Politik ja ihren Ausdruck finden ;-)