Drohende Öko-Katastrophe im Spreewald: Noteinsatz gegen die braune Brühe

DPALibellen, Fische, Würmer - alles weg. Tonnen von Eisenschlamm aus alten Braunkohletagebauen töten nach und nach das Leben in der Spree und ihren Nebengewässern. Jetzt soll der Spreewald vor der Öko-Katastrophe bewahrt werden - auch, damit die Touristen bleiben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-892766.html
  1. #1

    Noteinsatz gegen die braune Brühe

    Kennt man sonst nur von China. Aber Deutschland und China sind ja Brüder im Geiste; die Lebensumstände gleichen sich immer mehr an.
  2. #2

    Aha.

    Und wo war doch gleich der SPON-Bericht über die ökologische Katastrophe nach dem Unfall in einem Schweizer Wasserkraftwerk?
  3. #3

    Jetzt hat die BRAUNE Brühe auch noch die GRÜNE Flussjungfer auf dem Gewissen. Und der Innenminister schweigt dazu!
  4. #4

    Mehr..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Libellen, Fische, Würmer - alles weg. Tonnen von Eisenschlamm aus alten Braunkohletagebauen töten nach und nach das Leben in der Spree und ihren Nebengewässern. Jetzt soll der Spreewald vor der Öko-Katastrophe bewahrt werden - auch, damit die Touristen bleiben.

    Spreewald: Notfalleinsatz gegen braune Brühe - SPIEGEL ONLINE
    ..Solar -und Windenergie!Dann passiert so etwas nicht mehr!
  5. #5

    Jobs

    Das Job-Argument wird in der Tagebau-Frage der Lausitz von Jahr zu Jahr unhaltbarer. Schon jetzt überwiegen die im Artikel genannten Zahlen der Beschäftigten im Tourismus die Belegschaftszahl von Vattenfall. Hinzu kommt noch die Land- und Forstwirtschaft, die unter den Tagebauen zu leiden hat. Kostbarste Naturschutzgebiete mit in Deutschland einmaliger Flora und Fauna werden unwiederbringlich vernichtet. Der Spreewald ist UNESCO-Biosphärenreservat! Von einmal mehr gefährdeten Dörfern im Vorfeld der Gruben ganz zu schweigen. Auf der säschsischen Seite müssen nach derzeitigen Abbauplänen in den nächsten Jahren 1600 Menschen unfreiwillig Haus und Hof verlassen. Drei Dörfer verschwänden völlig von der Landkarte. Von den Bergbauplänen für Brandenburg ganz zu schweigen. Und nicht einmal die nach Jahrzehnten wieder hergestellte Folgelandschaft ist ohne weiteres nutzbar. Die Lausitzer Kippenflächen kommen großflächig nicht zur Ruhe, bereits in die Nutzung entlassene Areale mussten wieder gesperrt werden und sind wohl noch auf Jahrzehnte bodengeologische Tretminen.

    Und die sächsische und brandenburgische Politik tut was? Nichts. Außer in regelmäßigen Abständen Bestandsgarantien für die Braunkohleindustrie abzusondern. Für eine Industrie also, die in Deutschland keinerlei Zukunftsperspektive mehr hat. Es wäre nun de Aufgabe verantwortlicher Landespolitik, die Menschen der Region auf die Zeit nach dem Bergbau vorzubereiten und Strukturen zu entwickeln, die hier auch zukünftig eine wirtschaftliche Existenzgrundlage bieten. Aber von so etwas ist weit und breit nichts zu sehen. Man muss es klar sagen: in Potsdam und Dresden interessiert die Lausitz politisch niemanden.
  6. #6

    Das ist Natur

    Heute meckern und gestern über die DDR jubeln. Ich habe kein Mitleid.
  7. #7

    Tadaaaa: Überraschung!

    Solange unsere Umwelt ihren Wert durch Touristenströme und damit verbundene Jobs beweist, ist ja alles in Ordnung! Dann hat sie evtl. sogar verdient von vorhersehbarer Belastung befreit zu werden. Ansonsten wäre es ja egal, ob da so ein paar Biotope, ein Ökosystem oder mehrere Arten im Eisenschlamm absaufen...
    Traurigerweise ist es wohl genauso formuliert wie es in der Realität ist.

    Evtl. sollte man anhand dieses Beispiels auch mal möglichst objektiv in Richtung Fracking schauen! Nichts ist wirklich kontrollierbar und niemand hat es unter Kontrolle, wenn es a) um Wasser und b) tief unter Tage geht! Auch nicht Wissenschaftler mit noch so schönen Karten des Erdreichs, die zudem von und für gewinnoptimierten Konzernen und lobbygeschmierten Behörden bezahlt werden.
    Fördermethoden müssen immer langfristig sicher sein, nicht für den "Moment" des Ausschöpfens!
    Aber dummerweise wurde das Geld dann ja schon verdient, wenn die "Quelle" geschlossen wird...

    Und jetzt warte ich auf die erbosten Kommentare unserer technikhörigen, kapitalistischen Freunde! Uuuuund los!
  8. #8

    Na bloß gut das der ganze Dreck nicht von einem verrosteten Windrad oder einer oxidierten Solaranlage stammt. Dann müßte doch bestimmt wieder die gesamte Energiewende in Frage gestellt werden. Und es zeigt sich wieder wie schön billig doch unser Kohlestrom ist. Die jetzt entstehenden Kosten trägt wieder die Allgemeinheit. Wie immer! Hoffentlich sind wenigstens ein paar schwarz-gelbe unter den Leidtragenden wenn keiner mehr sich diese braune Brühe anschauen mag!
  9. #9

    aber wie kommt es zu der

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Libellen, Fische, Würmer - alles weg. Tonnen von Eisenschlamm aus alten Braunkohletagebauen töten nach und nach das Leben in der Spree und ihren Nebengewässern. Jetzt soll der Spreewald vor der Öko-Katastrophe bewahrt werden - auch, damit die Touristen bleiben.

    Spreewald: Notfalleinsatz gegen braune Brühe - SPIEGEL ONLINE
    braunen brühe wirklich? gab es so etwas schon zu "ddr-zeiten" ? kann es evtl. sein, daß vattenfall & co. die alte "grubenreinigungsanlage" -aus welchen gründen auch immer - abgestellt hatten ? hier sollten doch die verursacher -sicher aus den letzten 20 jahren - ihrer verdammten pflicht und schuldigkeit nachkommen!