Atommüll: Bund und Länder schmieden Koalition für Endlagersuche

DPAEs ist eine historische Einigung im Dauerstreit um den deutschen Atommüll: Bundesregierung und Länder haben sich auf einen Neustart bei der Suche nach einem Endlager verständigt. Bis 2031 soll ein passender Ort gefunden sein.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-893428.html
  1. #1

    Südliche Rheinebene - zusammen mit Frankreich und Schweiz ?

    Wenn die in Gorleben nicht wollen kann man ja Südbaden im 3 Länderprojekt prüfen ? Wenn wir nichts lagern dann entweder Frankreich oder Schweiz. Pragmatisch betrachtet ist Südbaden zwangsläufig sinnvoll. Dabei der Fokus auf die einfache Rückholbarkeit für die nächsten 1.000 - 10.000 Jahre. 2031 ist aber spät denn die alten AKWs stehen so einfach rum und sind problematischer als im Betrieb. Da wäre Wiederinbetriebnahme AKWs und dann geplante Abschaltung und Rückbau ab 2031 sinnvoll.
  2. #2

    Was spricht eigentlich

    dagegen das gefährliche Zeug oberirdisch, überwacht in "Zwischenlagern" zu lassen.

    In die Erde können wir gerne Sachen wie Abwasser (auch ein AKW muß mal geputzt werden), verbuddeln, gefährlich, aber gleichzeitig auch interessante Reste (wer weiss, vielleicht kann man 10-20 Jahren das Zeug wieder sinnvoll nutzen), sollte man nicht 500m tief verbuddeln.
  3. #3

    Gute Nacht, Deutschland !

    So eine grandiose Schafscheiße wie die Suche und die Festlegung der deutschen Atommüll-Endlagerstätte gibt es wirklich nur in Deutschland. Seit Jahrzehnten geht diese unendliche Geschichte nun schon und es ist nicht wirklich ein Ende in Sicht. Spätestens dann, wenn es ans Eingemachte geht und einige Endlager-Stätten genannt werden, wird es wieder mit Gutachter-Streitereien losgehen und die betroffenen Länderregierungen von ihren heutigen Lippenbekenntnissen Abstand nehmen. Die Festlegung der Atommüll-Endlagerstätte steht in einer Reihe mit der sogenannten "Energiewende" und anderen deutschen Großprojekten. Offensichtlich ist die deutsche Spitzenpolitik nicht mehr in der Lage, lebenswichtige Grundsatzentscheidungen für Deutschland zu treffen und durchzustehen. Gute Nacht, Deutschland !
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine historische Einigung im Dauerstreit um den deutschen Atommüll: Bundesregierung und Länder haben sich auf einen Neustart bei der Suche nach einem Endlager verständigt. Bis 2031 soll ein passender Ort gefunden sein.

    Bund und Länder einigen sich auf neue Suche nach Endlager für Atommüll - SPIEGEL ONLINE
    Entgegen der Meinung der Atomkonzerne gibt es sehr wohl gravierende Gründe, die gegen Gorleben sprechen, auch wenn man dafür bereits eine Milliarde fehlinvestiert hat. Die Fehlinvestition ist ursächlich auf die katastrophale Politik der Regierung Kohl-Merkel zurückzuführen. Sicherheit geht aber vor und deshalb braucht man einen Neubeginn, ob man will oder nicht. Nach Gorleben, oder in einen anderen Salzstock kann das Zeugs jedenfalls nicht und aus der Asse muss es wieder raus.
  5. #5

    Zitat von Knackeule Beitrag anzeigen
    So eine grandiose Schafscheiße wie die Suche und die Festlegung der deutschen Atommüll-Endlagerstätte gibt es wirklich nur in Deutschland. Seit Jahrzehnten geht diese unendliche Geschichte nun schon und es ist nicht wirklich ein Ende in Sicht. Spätestens dann, wenn es ans Eingemachte geht und einige Endlager-Stätten genannt werden, wird es wieder mit Gutachter-Streitereien losgehen und die betroffenen Länderregierungen von ihren heutigen Lippenbekenntnissen Abstand nehmen. Die Festlegung der Atommüll-Endlagerstätte steht in einer Reihe mit der sogenannten "Energiewende" und anderen deutschen Großprojekten. Offensichtlich ist die deutsche Spitzenpolitik nicht mehr in der Lage, lebenswichtige Grundsatzentscheidungen für Deutschland zu treffen und durchzustehen. Gute Nacht, Deutschland !
    Lassen Sie uns an Ihrem Wissen teilhaben und nennen doch bitte die Länder, die nicht schon seit Ewigkeiten nach einem Endlager suchen.
  6. #6

    Lachnummer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine historische Einigung im Dauerstreit um den deutschen Atommüll: Bundesregierung und Länder haben sich auf einen Neustart bei der Suche nach einem Endlager verständigt. Bis 2031 soll ein passender Ort gefunden sein.

    Bund und Länder einigen sich auf neue Suche nach Endlager für Atommüll - SPIEGEL ONLINE
    Die Kosten tragen nicht die Konzerne. Die Kosten trägt der Endverbraucher. Oder haben die Konzerne eigene Gelddruckmaschinen?
  7. #7

    Es ist erforderlich,...

    ...die Endlagerung nicht in Ton oder Salz zu machen, damit der Müll wieder geborgen werden kann. Keiner kann die Prognose machen, wie sich die Erde geologisch über eine solange Zeit verändert. Und sollte die Technik mal so entwickelt sein, dass dieser so gefährliche Müll "entstrahlt" werden kann, dann ist die Bergung jawohl unumgänglich. Klar ist, die Atomkraft als Energieerzeugung gehört in schnellstmöglich abgeschafft.
  8. #8

    Zitat von donatellab Beitrag anzeigen
    Die Kosten tragen nicht die Konzerne. Die Kosten trägt der Endverbraucher. Oder haben die Konzerne eigene Gelddruckmaschinen?
    Die Höhe der Rückstellungen, die von den Energieversorgungsunternehmen auf der Grundlage handels- und bilanzrechtlicher Vorschriften für die Entsorgung von radioaktiven Betriebsabfällen und bestrahlten Brennelementen sowie für die Stilllegung und den Rückbau von Kernkraftwerken in Deutschland gebildet werden, betrug zum 31.12.2010 insgesamt 28,7 Mrd. EUR.
  9. #9

    Wunderbar...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine historische Einigung im Dauerstreit um den deutschen Atommüll: Bundesregierung und Länder haben sich auf einen Neustart bei der Suche nach einem Endlager verständigt. Bis 2031 soll ein passender Ort gefunden sein
    ...nur frage ich mich, was passiert, wenn der Bund, die Länder, die Experten und all anderen Schlauen sich auf ein Endlager geeinigt haben?? Dann beginnt doch erst der Zirkus.......Ich (Jahrgang 1971) werde eine Endlagerung wohl nicht mehr erleben.....