Russischer Autobauer Lada: Nie mehr Lachnummer

AvtovazFür viele Menschen sind Ladas ein rollender Witz. Die kleinen Autos mit uralt-Technik wirken archaisch, doch das soll sich jetzt ändern: Nach Jahrzehnten von Chaos, Misswirtschaft und Korruption will der Kreml eine schlagkräftige Marke formen. Daimlers ehemaliger Stardesigner soll dabei helfen.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...-a-893070.html
  1. #1

    Design ist nicht alles .... wenn die Autos westliches Design und russische Robustheit haben, ist die Kombinatio perfekt. Wenn die Technik allerdings Sowjetstandard hat, dann Gute Nacht.

    Mit dem SSJ 100 hat Russland immerhin bewiesen, daß es mittlerweile ein einigermaßen im Westen konkurrenzfähiges Passagierflugzeug bauen kann.
  2. #2

    Schade. Damit sehen die Ladas genauso langweilig und hässlich aus wie der Rest der heutigen Automobile.
  3. #3

    Die Marke muss verschwinden!

    Sonst kauft das keiner, auch nicht wegen des Preises. Es wäre einfacher, in das Werk eine ausländische Lizenzproduktion zu packen, so wie in China, da funzt das, auch wegen der hohen Zölle auf Importwagen.
  4. #4

    Wirklich unschlagbar...

    "Unschlagbar ist dabei vor allem eins, der Preis. Der Kalina kostet umgerechnet rund 8000 Euro. Noch billiger ist der Samara für rund 5000 Euro."

    Also wäre es dann nicht der Samara, der unschlagbar billig ist? : )
  5. #5

    schade

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für viele Menschen sind Ladas ein rollender Witz. Die kleinen Autos mit uralt-Technik wirken archaisch, doch das soll sich jetzt ändern: Nach Jahrzehnten von Chaos, Misswirtschaft und Korruption will der Kreml eine schlagkräftige Marke formen. Daimlers ehemaliger Stardesigner soll dabei helfen.

    Russlands Autobauer Lada will mit neuen Modellen den Markt erobern - SPIEGEL ONLINE
    sehr schade, denn genau diese simple Technik ist das, was ich an diesen Autos so schätze. Meiner Meinung nach sollten die einfach die Karrossen verzinken, damit die nicht mehr so stark rosten, dann wäre schon viel gewonnen.
  6. #6

    Lada is cool

    Ich habe mir für eine 2 mon. Ost-Europa-Rundreise vor 3 J fürn Appel und 'n Ei einen topgepflegten Lada Shiguli in Sachsen gekauft. So ein lässiges Auto hatte ich schon lange nicht mehr gefahren. Der Wagen hat mit zuverlässig durch die Tschechei, Ungarn, Polen, die Ukraine, West-Rußland und das Baltikum kutschiert und ist mir nicht geklaut worden.
  7. #7

    Design?

    "Mattins Entwürfe wirken schon jetzt dynamischer als alles, was Togliattis Fließbänder je verlassen hat."

    Dieses Sammelsurium an Ornamenten ist kein Design, sondern die Materialisierung der Träume Möchtegern- und Neu-Reicher aus Russland und Fernost. Aber die westlichen Autoproduzenten machen's natürlich genauso.

    Mode und Emotion sollten beim Design langlebiger und teurer Güter nicht im Vordergrund stehen, sondern Nachhaltigkeit.
    Aber vermutlich wollen die Produzenten genau das nicht, sondern lieber für 3-Jahre leasen und dann weg mit dem Alt-Blech und her mit dem Nachfolger, der eine noch "aufregendere Formensprache" hat.

    Wann kommt endlich wieder das rationale Design der 80er Jahre zurück.
  8. #8

    Was nützt der günstige Preis

    wenn der Gegenwert ihn nicht rechtfertigt? Das einzige, das Lada überhaupt am Leben hält sind die gigantischen Einfuhrzölle für gebrauchte Autos aus Westeuropa. Wenn die nicht wären würden wahrscheinlich alle Russen Premium fahren.
  9. #9

    Sooo schlecht waren die nun auch nicht...

    ...da ist eine germanische Premiumkalesche, bei der der Austausch einer Scheinwerferbirne nur in der Fachwerkstatt erfolgen kann und mindestens vierstellig kostet, weil dafür der halbe Vorderwagen demontiert werden muß das entschieden schlechtere Auto. Zumal nach 5 Jahren die Elektronik zu spinnen beginnt und nach 7 die Roststreifen rieseln. Bei den alten Ladas dagegen kam es auf 10 oder 15 Jahre mehr oder weniger nicht an, und Kilometer waren auch erst so bei 400.000 ein Thema. Viel war nicht dran, was kaputtgehen konnte, die Fahrwerke waren für russische Dorfstraßen ausgelegt, und wenn mal was rostete, war das wegen des dicken Blechs nicht so tragisch. Minimalistische No-Frills-Autos halt, für praktisch veranlagte Sparbrötchen, die was zum billig rumfahren und nur selten selber reparieren brauchten, und denen die Meinung des Nachbarn sehr, sehr weit am Gesäß vorbeiging. Schade das diese Marke nun wohl auch im allgemeinen Dünnblechelektronikeinheitsbrei untergehen wird.